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Was tut Ihr eigentlich für den Umweltschutz?

Es gibt Menschen,
(wie in diesem thread!)
welche nicht nur daran glauben, sondern tag-täglich gute Vorbilder sind - welche also daran glauben, dass Vorbilder sehrwohl Veränderungen in positive Richtung bewirken.
(also, nicht spontan-global)

Es gibt Szenarien, in denen gute Vorbilder etwas bewirken. Aber eben auch jene, in denen sie nichts bewirken. Beim globalen Umweltschutz wie bem einfachen Analogon des Spieles, das ich erwähnte, sind die Spielregeln eben so, dass die guten Vorbilder nichts Positives bewirken - außer eventuell Autopsychohygiene. Es hängt also vom Spiel bzw den Spielregeln oder den Spielern ab, ob es Sinn macht Vorbild zu sein oder eben nicht.
So kann jemand, der in einer leicht feindseligen Umgebung nicht zur Waffe greift ein Auslöser für Abrüstung sein. Dazu bedarf es aber neben seiner Friedfertigkeit eine Feindseligkeit der Anderen, die ausreichend gering ist, dass seine bewusste Friedfertigkeit überhaupt wahrgenommen wird und zweitens ein innerer Wunsch der Waffenträger, die Feindseligkeiten einzustellen. Gemäß "ich wäre ja gerne weniger feindselig, aber ....". Ein gutes Analogon dafür war die Lawine - sie "möchte" zwar gerne abgehen, wird aber durch etwas Brüchiges noch zurück gehalten bis ein Auslöser diese letzte Barriere durchbricht und die Lawine bzw Abrüstung in Gang kommt. Ist die Feindseligkeit der Anderen aber so groß, dass jedes Zögern beim Waffengebrauch zum Tod führt, hat die Feindseligkeit nichts als den eigenen Tod zur Folge. Vielmehr lernen Beobachter, dass jegliches Zögern beim Waffengebrauch ein bitteres Ende für einen selbst nach sich zieht. In so einem Szenario verschlechtert ein "gutes Vorbild" die Gesamtsituation sogar.
Und, es ist ja nicht so, dass der Großteil der Menschheit den Wunsch hegt, weniger in Saus und Braus zu leben und nur noch auf einen passenden Auslöser wartet, um dem Luxus endlich absagen zu können.....

Also, bleibt als Erklärung für den Öko übersteigerte Egozentrik entweder in der Art "ich verändere die Welt !" oder in der Art "auch wenn die Welt in den Abgrund gefeiert wird und ich mit untergehe, so war ich zumindest nicht mit auf der Party". Und somit bleibt nicht viel von der scheinbaren moralischen Überlegenheit der Ökos übrig.
 
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.....Jep! Glaubt man den Zahlen der "WHO", starben im "Jahr 2015" mehr Menschen an "Überernährung", als im selben Zeitraum Menschen mangels "Unterernährung" verhungerten.
"Jep!" Und welch "positive Entwicklung" und welch "Gedeihen von Mensch"!
Auch starben "Weltweit" mehr Menschen an "Altersschwäche", als an "ansteckenden Krankheiten oder Seuchen"!.....
'Oijoi!' Wenn das umgekehrt wäre, dann wär's aber 'ne "negative", was?
 
Die Natur hat es so eingerichtet.:)

Wäre das der Fall, dann wäre die Natur amoralisch und bräuchte einen Moralapostel, der ihr gehörig den Marsch bläst. Wen schlagen Sie vor?

Nein, als menschliche Bedürfnisse finden sich physische Grundbedürfnisse, Wohlstand, Unterhaltung, Anerkennung, Selbstverwirklichung, Sicherheit, etc..... Das ist "Umweltschutz" höchstens ein notwendiges Mittel, um eines jener Bedürfnisse (besser) nachzukommen.

Der Erhalt der Gesundheit zählt dazu. Umweltschutz ist dann notwendig, um Gesundheit überhaupt erhalten zu können.


Grüß Gott!
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt Szenarien, in denen gute Vorbilder etwas bewirken. Aber eben auch jene, in denen sie nichts bewirken. Beim globalen Umweltschutz wie bem einfachen Analogon des Spieles, das ich erwähnte, sind die Spielregeln eben so, dass die guten Vorbilder nichts Positives bewirken - außer eventuell Autopsychohygiene. Es hängt also vom Spiel bzw den Spielregeln oder den Spielern ab, ob es Sinn macht Vorbild zu sein oder eben nicht.
Also das ist für mich jetzt 'erschreckender' 'Komplett-Blödsinn'!
Denn in welchen "Spielregeln" soll denn festgeschrieben und in welchen "Szenarien" vorgegeben sein, 'Mensch' könne und/oder dürfe sein Denken und Sichten und Vorstellungen daraus nicht wirklich "positiv entwickeln", und deshalb(?) "nichts Positives bewirken"?!
'Okay', außer in denen, die er sich selber zusammen'gedacht?', -gemurkst hat?
Müßig, hier jetzt noch einmal zu fragen, inwiefern denn dann nun "positiv entwickelt"?
Und muss aber also sowieso (einmal mehr) feststellen, dass auch hier der Begriff 'Denken'... kommt der hier bei Dir überhaupt irgendwo vor?
 
Einige Eckpunkte:
1.) Zum Beispiel können in der Gegenwart über 7 Milliarden Menschen gleichzeitig leben. Das war zu früheren Zeiten nicht möglich.
2.) Die Säuglings- und Kindersterblichkeit ist (auch global) so gering wie nie zuvor.
3.) Die Lebenserwartung ist (auch global) so hoch wie nie zuvor.
4.) Der technologische Stand ist hoch entwickelt wie nie zuvor.

Klar, der Dauersuderant wird diese Fakten ignorieren wollen und mit diversen Szenarien (Kriege, Hungersnöte, Epidemien, etc...) einreden wollen, dass ja alles so schlimm sei.
Aber, es hat auch niemand behauptet, wie Welt wäre perfekt (was immer "perfekt" hier bedeuten solle).
1.), 2.), 3.) und 4.) sind aber Fakten - und das sogar, OBWOHL es Kriege, Hungersnöte und Epidemien, etc.... gibt.

Fazit: die Menschheit gedeiht momentan wie nie zuvor.
Also waeren 8, 9 oder mehr Milliarden Menschen zusammengepfercht auf diesem Planeten noch positiver?
Die Saeuglings- und Kindersterblichkeit war hoch in Epidemiezeiten (verursacht vom Menschen).
Ob eine hohe Lebenserwartung so positiv fuer den Menschen ist? Eine hohe Lebenserwartung heisst nicht unbedingt hohe Lebensqualitaet.
Auch ein hoher technologischer Stand ist erfahrungsgemaess nicht positiv fuer den Menschen. Ich denke da an Nuklearwaffen (zB).

Zwischen Sudern und Logik ist ein Unterschied.
 
Also waeren 8, 9 oder mehr Milliarden Menschen zusammengepfercht auf diesem Planeten noch positiver?

Du stellst die Frage, ob "gutes Gedeihen" gut oder schlecht sei. Das ist eine völlig andere als die Frage, ob etwas gut gedeiht oder nicht.
Ich meine, deine Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Ich denke aber, in der Regel finden die Menschen es nicht so gut, wenn auf der Erde plötzlich nur mehr halb so viele Menschen leben könnten.

Die Saeuglings- und Kindersterblichkeit war hoch in Epidemiezeiten (verursacht vom Menschen).

Richtig, und gab es früher oder heutzutage mehr Epidemien, die statistisch relevante Teile der Menschheit (>1%) hinwegrafften ?
War die Säuglings- und Kindersterblichkeit früher oder heute größer ?


Ob eine hohe Lebenserwartung so positiv fuer den Menschen ist? Eine hohe Lebenserwartung heisst nicht unbedingt hohe Lebensqualitaet.

Natürlich nicht, aber noch weniger unbedingt eine geringere. Und in der Tat gibt es eine gute Korrelation von Lebensqualität und Lebenserwartung.
Die Länder mit der höchsten Lebensqualität sind in der Regel auch die mit der höchsten Lebenserwartung.


Auch ein hoher technologischer Stand ist erfahrungsgemaess nicht positiv fuer den Menschen. Ich denke da an Nuklearwaffen (zB).

Natürlich, aus einer Million technischen Entwicklungen pickt man sich eine Bestimmte heraus und stellt diese als "represäntative Stichprobe" vor. Aber nein, das ist ein Winkelzug. Und selbst inhaltlich nicht unbedingt richtig. Dass Menschen unter den Folgen von Nuklearwaffeneinsätzen (sowohl kriegerisch wie auch forschungsmäßig) gelitten haben und eventuell noch leiden, sei unbestritten. Aber, die Nuklearwaffen waren und sind nur ein Werkzeug. In der naiven Sicht wäre die Alternative, dass ohne Nuklearwaffe es nichts gegeben hätte und dass alle die, die an den Folgen der Einsätze starben oder zuindest litten, weiter fröhlich und gesund lebten. Nur, so ist es nicht. Hätten die USA die Nuklearwaffen nicht gehabt und folglich sie nicht auf Hiroshima und Nagasaki abwerfen können, wäre dann der Krieg trotzden einige Tage danach zu Ende gewesen ? Wäre wirklich weniger Leid geschehen ? Und auch im kalten Krieg - wäre er wirklich so glimpflich angelaufen, hätten die beiden Seiten nicht Angst vor der schnellen und weitgehenden Auslöschung durch das Nuklearwaffenarsenal der Gegenseite Angst haben müssen ?
Waren Kriege vor der Erfindung von Nuklearwaffen oder auch Schusswaffen weniger grausam und leidvoll ? Ich meine, solche Gedanken muss man schon zu Ende denken bevor man sie als Argument benutzen will.

Zwischen Sudern und Logik ist ein Unterschied.

Richtig, und fehlt der Kritik die berechtigende Logik, ist sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nur ein Sudern.
 
... Der Mensch übt weniger den Absprung als die Ausbreitung.
Es wird doch schon kräftig geträumt, andere Planeten besiedeln zu wollen. Stephen Hawking hat 2015 gesagt, die Menschheit würde keine 1000 Jahre mehr auf der Erde überleben, 2017 reduzierte er diese Frist auf ein paar hundert Jahre.

Das, was du "Zurückhaltung" nennst, ist entweder ein Ergebnis der Umstände (z.B. Nahrungs- oder Platzmangel bremst die Ausbreitung) oder aber der für unsere Maßstäbe langsame Lebenszyklus. "Ungebremste Kopfzahlvermehrung" gibt es überall dort, wo gerade nichts ebendiese bremst. Je nach Spezies verdoppelt sich die Kopfzahl binnen Minuten oder aber binnen Jahrzehnten oder auch Jahrhunderten.
Es kann sein, dass es "die Umstände" sind, welche eine Spezies daran hindern, sich beliebig oft zu verdoppeln, egal in welchem Zeitraum. Es kann aber auch sein, dass manche Spezies intelligent genug sind, um diese "Umstände" nicht zu behindern. ;)

Überall in der lebenden Welt werden Ressourcen nicht nur schnellstmöglich, sondern auch so vollständig wie möglich verwertet. Ein Tier frisst, bis es satt ist - gibst du einem Hund täglich eine Dose Futter, teilt er sich das Futter auch nicht über den Tag ein - er wird zunächst mal fressen bis er satt ist. Wenn dann noch was übrig bleibt, frisst er den Rest, wenn er wieder Hunger bzw Appetit bekommt. Denn (ähnlich wie bei anderen natürlichen Ressourcen) was man nicht selbst jetzt verwertet, hat man in der Regel nicht später zur Verfügung, sondern wird davor von jemand Anderem verwertet.
Eichhörnchen, Honigbiene und manche Vögel könnten Gegenbeispiele zu der These von der schnellstmöglichen und vollständigen Ressourcenverwertung sein aber diese berührt eh nicht das Thema einer "ungebremsten Vermehrung", die im Kollaps enden muss.
 
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Natürlich, aus einer Million technischen Entwicklungen pickt man sich eine Bestimmte heraus und stellt diese als "represäntative Stichprobe" vor. Aber nein, das ist ein Winkelzug. Und selbst inhaltlich nicht unbedingt richtig. Dass Menschen unter den Folgen von Nuklearwaffeneinsätzen (sowohl kriegerisch wie auch forschungsmäßig) gelitten haben und eventuell noch leiden, sei unbestritten. Aber, die Nuklearwaffen waren und sind nur ein Werkzeug. In der naiven Sicht wäre die Alternative, dass ohne Nuklearwaffe es nichts gegeben hätte und dass alle die, die an den Folgen der Einsätze starben oder zuindest litten, weiter fröhlich und gesund lebten. Nur, so ist es nicht. Hätten die USA die Nuklearwaffen nicht gehabt und folglich sie nicht auf Hiroshima und Nagasaki abwerfen können, wäre dann der Krieg trotzden einige Tage danach zu Ende gewesen ? Wäre wirklich weniger Leid geschehen ? Und auch im kalten Krieg - wäre er wirklich so glimpflich angelaufen, hätten die beiden Seiten nicht Angst vor der schnellen und weitgehenden Auslöschung durch das Nuklearwaffenarsenal der Gegenseite Angst haben müssen ?
Waren Kriege vor der Erfindung von Nuklearwaffen oder auch Schusswaffen weniger grausam und leidvoll ? Ich meine, solche Gedanken muss man schon zu Ende denken bevor man sie als Argument benutzen will.
Haetten......
Waere.......
Haette meine Tante einen Schniesel, dann waere es mein Onkel.
 
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