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Pflege

Dieses Thema im Forum "Wirtschaft" wurde erstellt von Jakob62, 5. Juni 2019.

  1. ^gaia^

    ^gaia^ Well-Known Member

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    Furchtbar. Die armen Frauen.
     
  2. Bernd

    Bernd Well-Known Member

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    Berge
    Früher kümmerten sich oft die Kinder um die Eltern. Das waren aber stock konservative, fast völkisch Zeiten. Es war dunkel und kalt.

    In erwärmenden Zeiten sind Gendertoiletten, CO2, Homoehe und Geldscheffeln wichtig. Vater und Mutter heißen Elternteil 1 und 2, sind austasuchbar und Kinder sind klimaschädlich. Inzwischen sind die verbliebenen Kindner gut ausgebildet, leben 500km weg von den Eltern und nun kümmert sich der Saugrobotter um den Haushalt, der Mähroboter um den Garten, die Haushälterin um die Waschmaschine... und bei Jacobs Cousine kümmern sich dann halt auch 2 Rumäninnen um die Eltern, bewohnen zeitweise deren Wohnung. Und das ganze bezahlen die Kinder mit ihrer Arbeit und die Eltern mit ihren Lebensersparnissen. Hmm, irgendwas ist da seltsam, aber ich komm nicht drauf.
     
  3. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

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    Die Frauen sehen das anders. Die Alternative für meine Cousine war die Verwahrlosungsstrategie der deutschen Pfleger.
     
  4. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

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    Niemand gibt seine Eltern gerne in ein deutsches Pflege KZ.
     
  5. ^gaia^

    ^gaia^ Well-Known Member

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    Natürlich sagen sie das, die Arbeitssklavinnen. Sie brauchen den Job. Im Gegensatz zu ausgebildeten Pflegekräften die sich nicht ausnutzen lassen wollen.
    Schade, dass du wieder mit Polemik kommst. Ja die Eltern sollen möglichst billig versorgt werden.
    Der KZ Vergleich ist eine unglaublicher Holocaus Verharmlosung, da solltest du dich echt schämen.
    Bei allem Verständnis dafür, das wir mit den Problemen innerhalb der Pflege zu kämpfen haben.
    Ich kompensiere schlechte Erfahrungen die ich- egal wo und mit wem- gemacht habe nicht, indem ich alles zertrete was ansatzweise damit zu tun hat.
    Mir reicht, dass Rechtsradikale sich gerne auf ihre schlechten Erfahrungen genau so vorgehen.
    Was die Pflege der Eltern angeht- ersetzt kein Pflegedienst und kein Senioren oder Pflegeheim den Eigenanteil. Man sollte seine Eltern nicht abschieben.
    Gute Pflegedienste zahlen gutes Geld und finden deswegen auch gutes Personal.
    Da ist in jeder Branche so, nur dass man durch so ein Verhalten, (Arbeitssklaven aus dem Ausland, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen) eine Verbesserung der Arbeit für deutsche Pfleger kaputt macht.
    Ja ich weiß wa jetzt kommt:
    Vermutlich weiteres schlecht machen einer gesamten Branche....
     
  6. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

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    Würdest Du Dich eher als Opfer des Pflegesystems oder eher als Täter sehen?
     
  7. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

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    Meine Schwester leidet an den Folgen eines Schlaganfalls. Es war ein erschreckend großer Akt, überhaupt eine Pflegestufe für sie zu bekommen, jetzt Pflegegrad, weil sie, wie ich, hochbegabt ist und man beim Besuch des MdK deshalb einen falschen Eindruck bekam. Inzwischen kommt täglich ein Pflegedienst zu ihr. Da ich in den vergangenen Jahren zur Unterstützung nach dem Tod ihres Mannes viel bei ihr war, kenne ich alle Pflegekräfte schon seht gut. Da ich eine medizinische Zusatzausbildung habe, habe ich auch einen guten Blick über die Motivation und Fähigkeiten der Pflegekräfte. Meine Schwester bestätigte mir, dass ihre drei besten Pflegerinnen genau auch meine erste Wahl sind/waren. Eine Russin, eine Thai und eine Deutsche. Die Thai und die Russin hat man inzwischen aus der Firma gemobbt. Die Thai wegen Neid, weil alle Kunden/innen sie wollten. Die Russin, nachdem ihre Ehefrau ein Kind bekam und die anderen Kolleginnen dadurch erfuhren, dass sie lesbisch ist.
     
  8. ^gaia^

    ^gaia^ Well-Known Member

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    20. Januar 2018
    Beiträge:
    3.293
    Ich bin kein Opfer ( mehr), weil ich mir den richtigen Arbeitgeber gesucht habe.
    Ich würde nie mehr stationär arbeiten und das wegen dem Pflegesytem, das Probleme wie du sie erwähnst hervorbringt. Und eigentlich möchte ich auch nicht normal mbulant pflegen- als den Autofahrmarathon mitmachen.
    Meine Welt ist die 1:1 Pflege. Im Prinzip ein bisschen das, was die Rumäninnen machen, nur gut bezahlt, mit entprechender Arbeitszeit, Urlaub und einem Team.
    Jeder von un muss durch eine Doppelvorstellung- PDL/ Teamleitung Geschäftführung und beim Klienten.
    Wusstest Du das es Krankenkasen gibt, die alten menschen wieder erunterstufen, wohl wissend das die sich nicht trauen sich zu wehren?
    Im Heim haben wir den Leuten immer gesteckt, dass sie sich dumm stellen müssen, damit die eine möglichst hohe Pflegestufe bekommen, die sich durch mehr Zeit bemerkbar macht.
    Wir haben eine Klientin die entweder eine halbe Stunde "Recht auf Pflege" am morgen hat oder eine Stunde, wenn Duschtag ist. Abends hat sie eine viertel Stunde.
    Wir machen da viele Dinge freillig. Haare färben, rasieren, Umtopfen, Blumen pflegen. Wäsche sortieren und zusammenlegen...Gemüse schneiden Vorhänge aufhängen, usw,usw. Sie hat eine Habseitenlähmung nach eiem Schlaganfall.
    Ein normaler ambulanter Pflegedienst macht das nicht mit, der macht das was im Leistungskomplex steht, wenn überhaupt- denn der muss sich an die Zeitvorgabe halten.
    Wir nicht. Das liegt daran, dass wir anders arbeiten.
    Daher weiß ich auch dass es nicht nur am Personal liegt, sondern am System- und die ösung ist nicht Pflege billiger zu machen-so dass Pflegen der Job derjenigen wird, die nichts anderes finden.
    Das ich immer wieder Pfleger kennengelent habe, die ich für komplett ungeeignet bis gefähröich fand, ist davon unbenommen.
    De kriegt man aber nicht weg, indem man den Wert der Arbeit senkt.
     
  9. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    6.041
    Da ich deutsche Frauen in Sozialberufen erfahrungsgemäß sehr häufig für eher ungeeignet halte, wirst du verstehen, gaia, dass ich das anders sehe als du. Gute Erfahrungen eher bei BWL oder Jura.
     
  10. Amsel.

    Amsel. Active Member

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    144
    Ort:
    Kassel + Berlin
    nach ein paar Jahren eigener ausgiebiger Erfahrung damit, kann ich heute keinem verdenken, der sagt, daß er das nicht tun möchte.
    man hat überhaupt kein eigenes Leben mehr. man bringt sich selber an den Rand der Erschöpfung und darüber hinaus. es ist auf eine Art auslaugend, die man schwer vermitteln kann. das muß man selber eine ausreichend lange Zeit gemacht haben, um es nachvollziehen zu können. das ständige präsent sein Müssen, das 5 mal am Tag den Wecker stellen, damit keine Mahlzeiten-Zeit oder sonstiges verpasst oder gar verschlafen wird. .. überhaupt schlafen ... ich schlafe seit Jahren nicht länger als 3 Stunden am Stück. eher kürzer. und abends lieg ich mehrere Stunden lang wach im Bett, bis ich endlich einschlafen kann. schon wieder die paar Stunden zählend, bis ich wieder Brote schmieren muß... und immer dasselbe, jeden Tag. jeden Tag.
     

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