AW: Wir brauchen Tipps...
Ach ja, die meisten Tipps werden - wie
Gebrauchsanweisungen - so gegeben/
geschrieben, dass kein Mensch sie (sofort)
verstehen kann ...
Vermutlich hab ich mich missverständlich ausgedrückt.
Ich versuch es nochmal anders:
Meiner Meinung nach liegt das glückliche Geheimnis des Lebens
in jedem einzelnen seiner Aspekte.
Und damit der Schlüssel zu diesem Geheimnis,
welches - nehme ich an - für jeden ein ganz eigenes ist.
Eben weil alles unterschiedlich und eigen ist.
Es geht nicht um allgemeine Optimierung,
während deren Vorantreibens man so tut,
als spräche man mit Individuen.
Das ist alles nur Trick einer Einstellung,
die kontraproduktiv zur Freyheit steht.
Wäre sie das nicht,
käme sie nicht mal im Ansatz auf die Idee,
den Imperativ zu benutzen.
Ansonsten ist es ja eine Allerweltsweisheit,
die da formgebunden und zweckintendiert benutzt wird.
Selbst inhaltlich betrachtet,
braucht man die nicht breit treten -
da ist jeder selbst genug betroffen von,
um sich eigenes Urteil zu bilden.
Ob früher oder später ist ohne Belang.
Wenn also jemand - damals wie heute -
für nötig hält, Selbstverständliches in Imperativform
als etwas Besonderes auszugeben,
das er suggeriert für sich lehrbemächtigt zu wissen,
derweil er sich benimmt,
als ob die anderen mindestens noch nicht genug wissen -
hm - an der Stelle frag ich mich regelmäßig:
'Für welche Art Welt- und Menschenbild
stehen solche Symptome grade nochmal?
Ach so, jaaaa ..... da soll was verkauft werden.'
Wogegen nichts zu sagen wäre,
wenn nicht ausgerechnet individuelle Freyheit verkauft würde.
Erzähl einem Menschen, wie er sein Glück findet -
tu es meinethalben mit so plumpem Imperativ,
dass kein süchtig Suchender die Unsicherheit riskiert,
sich so tief auf formale Ebene herabzulassen,
die peinlich offensichtliche Plumpheit zu thematisieren -
und du hast ihn am Sack.
Jedenfalls so lange, wie er Fünkchen Hoffnung hat,
sein Glück im Außen zu finden.
Des Kaisers neue Kleider.
Wären die Beteiligten wirklich so ehrlich,
wie sie vorgeben zu sein -
die einen als Verbreiter, die anderen als Empfänger
(wie alles, ist auch das ein fluktuierender Gefügeteil),
sie müssten eigentlich alle Weisheiten ausradieren
und jeweils drüberpinseln:
'Bin da und bin nicht da.'
Aber worüber sollte man dann noch reden?
Wer behauptet, es ginge nur um Inhalt, hat vergessen,
dass ohne Manifestationen nichts passieren würde.
Ja, so meine ich das.
Und was meintest Du, das ich nicht verstanden habe?