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Was denkt ihr über Hochsensibilität?

Nein. Ich möchte nicht werben. Mich interessiert eure Meinung darüber:
1.) - seht ihr das Thema wissenschaftlich? Wie erklärt ihr euch das Auftreten?
2.) - seht ihr das Thema spirituell?
3.) - was sagt ihr zu verknüpften Themen wie ADHS und Autismus?

Hallo hochsensibel !

zu 1.) Ich verbinde das Thema mit Psychologie und Psychiatrie (falls wer das Gras wachsen hört); das Auftreten halte ich für genetisch bedingt.

zu 2.) Nein.

zu 3.) Eine Verknüpfung kann ich nicht widerlegen.

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Die Vorteile der Hochsensibilität an sich:

man freut sich auch an kleinen Dingen und liebt schnell.​

Die Nachteile der Hochsensibilität an sich.

Man ärgert sich auch an kleinen Dingen und hasst schnell.​

LG Zeili
 
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Ich kann nur für mich sprechen, da ich bezweifle, dass alle Hochsensiblen so sind wie ich. Außerdem habe ich keine Diagnosen, mache keine Therapie und werde nicht von anderen als hochsensibel wahrgenommen. Trotzdem würde ich gerne aus meiner Sicht darauf antworten.
Man ist emotional verletzlich, das stimmt schon, aber das ist eigentlich nur ein Symptom, eine Folge des Eigentlichen. Das Eigentliche ist auch an sich gar kein Problem oder Schicksal. @hochsensibel hat es so ausgedrückt, dass man sich anders und nicht passend fühlt. Das ist zwar auch nicht falsch, aber sich anders zu fühlen ist weder eine Schwäche, noch ein Problem. Es ist doch so: Menschen sind wie natürliche Zahlen - jeden gibt es nur ein mal. Es gibt keine Menge von gleichen natürlichen Zahlen oder Menschen. Was ist das für eine Gesellschaft, in der ausgerechnet derjenige medikamentös behandelt wird, der sich dieser Wahrheit gewahr wird? Es ist eine zum Zweck einer kontinuierlichen Zerstreuung ideologisierte. Was gleich sein kann, sind Aussagen wie: 1 + 3 und 2 + 2. In einem von auf hochsensibels HP verlinkten Test soll man die folgende Aussage mit "ja" oder "nein" beantworten. "Hungergefühle stören nachhaltig meine Konzentration und beeinträchtigen meine Stimmung." Wer sie mit "ja" beantwortet, steigert in diesem Test seine Wahrscheinlichkeit auf ein Testergebnis, das sagt, man sei sensibler als der Durchschnittsmensch. Aber ich musste lachen, denn meines Wissens kann diese Frage nur Einer mit "nein" beantworten, der amphetaminsüchtig ist. Das nur nebenbei.
Das Problem ist nicht, anders zu sein, sondern von sich auszugehen bei der Beobachtung seiner Umgebung. Man bekommt Schuldgefühle für alles mögliche und findet kein Ventil dafür. Man erkennt zwar Missstände, wagt es aber nicht, sie zu thematisieren, weil man glaubt, alle anderen können gut damit leben und haben Angst vor (positiver) Veränderung. Man verstrickt sich immer mehr in Gewissenskonflikte bei den Abwägungen zwischen dem Ansprechen eines im Raum befindlichen Elefanten oder des Gewährens ignoranter Lebenszufriedenheit der Mitmenschen. Das eigentliche Problem bei Hochsensibilität ist, denke ich, dass man das Umfeld zu sehr schonen will.

Das Problem ist also mangelde Ruhe. So jemand, wie Du die Person beschreibst, muss sich beruhigen. Aus der Ruhe kommt Vernunft. Ein weiteres Problem sehe ich im mangelndem Selbstwertgefühl. Da hilft nur denke, ich, viel unter Menschen zu kommen und das Gespräch suchen.
 
Ich glaube, wenn jemand ein Problem mit Hochsensibilität hat, sollte er sich an einen Schauspieler bzw eine Schauspielerin wenden. Das sage ich aus eigener Erfahrung. die kennen sich mit Selbstwertgefühl aus, und können viel über Körpersprache und richtige Artikulation sagen. Sie können einem vermittlen, wie man richtig auftritt, wie man zu einer Persönlichkeit wird.

Als alternative sehe ich die Möglichkeit, wenn es einem schlecht geht, gratis einen Priester aufzusuchen. Der verlangt nicht 70 euro in der Stunde, sondern gar nichts. Und sie bekomen schnell einen Termin. Sie können ihn auch ständig aufsuchen und es kostet nichts.

Was bringt ein Priester? Sie können mit ihm reden, ihm alles erzählen. Er wird ihnen zuhören. Völlig kostenlos.
 
Beispiel: Alles was anders (lauter, gieriger etc.)
ist als ICH, stört ''meinen Kreis''.

Lösung: ICH meide das ANDERE, wo es möglich ist.
Wo es nicht möglich ist, ''härte'' ICH mich ab
- bspw. durch ''bewusstes Aufnehmen und Seinlassen''.

ICH fühle also den ''fremden Schmerz''
und übe/lerne ihn zu ertragen, bzw. zu neutralisieren.


ICH lerne so ICH zu bleiben
und mir kein WIR aufzuzwingen.
 
Das Problem ist also mangelde Ruhe. So jemand, wie Du die Person beschreibst, muss sich beruhigen. Aus der Ruhe kommt Vernunft. Ein weiteres Problem sehe ich im mangelndem Selbstwertgefühl. Da hilft nur denke, ich, viel unter Menschen zu kommen und das Gespräch suchen.
Es ist jetzt elf Jahre her, da sagte mir mal jemand: "Ich weiß, was dein Problem ist - du schläfst nicht." und ich dachte nur: "Scheiße, was weißt du schon!". Wenn man nach einem Contra fragt und eine Antwort bekommt, ist es unangemessen, zu entgegnen, der Antwortende habe Hilfe zu suchen oder in Anspruch zu nehmen. Alles hat sein Pro und Contra und ich bezweifle, dass es mir wegen meinem Bewusstsein schlechter geht als Menschen, die es nicht haben. Sensibel zu sein, ist eine Gabe und eine Verpflichtung zugleich. Aber kein Problem, wie ich schon sagte.
Ich "muss" mich übrigens nicht beruhigen, im Gegenteil, ich muss mich konzentrieren. Ich fühle mich überhaupt nicht dazu verpflichtet, mein Wesen einzuschränken, nur damit ich auf andere nicht ruhelos wirke. Ohnehin höre ich oft, ich sei die Ruhe selbst, also muss ich gar nichts. Wenn ich Dinge wahrnehme, die ich kritisch hinterfragen kann, und das nebenbei bemerkt auch leidenschaftlich gern tue, dann baut sich dadurch doch kein Leidensdruck auf, nur weil es nur sehr vereinzelt Menschen gibt, die meinen Gedanken folgen können. Es fühlt sich an wie das Nachgehen eines Hobbys. Es wäre eine vorprogrammierte Katastrophe, wenn ich versuchen würde, das zu unterlassen. Nicht umsonst habe ich gelernt, luzid zu träumen, nachdem ich es in meiner Pubertät mal versucht habe. Die Gedanken sind, wenn sie bewusst und klar sind, nicht drückend und zerrend. Ich empfinde es so, dass es dem eigenen Wohlbefinden abträglich ist, wenn man die Flut an Eindrücken zu verdrängen sucht - durch Meditation z.B..
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist jetzt elf Jahre her, da sagte mir mal jemand: "Ich weiß, was dein Problem ist - du schläfst nicht." und ich dachte nur: "Scheiße, was weißt du schon!". Wenn man nach einem Contra fragt und eine Antwort bekommt, ist es unangemessen, zu entgegnen, der Antwortende habe Hilfe zu suchen oder in Anspruch zu nehmen. Alles hat sein Pro und Contra und ich bezweifle, dass es mir wegen meinem Bewusstsein schlechter geht als Menschen, die es nicht haben. Sensibel zu sein, ist eine Gabe und eine Verpflichtung zugleich. Aber kein Problem, wie ich schon sagte.
Ich "muss" mich übrigens nicht beruhigen, im Gegenteil, ich muss mich konzentrieren. Ich fühle mich überhaupt nicht dazu verpflichtet, mein Wesen einzuschränken, nur damit ich auf andere nicht ruhelos wirke. Ohnehin höre ich oft, ich sei die Ruhe selbst, also muss ich gar nichts. Wenn ich Dinge wahrnehme, die ich kritisch hinterfragen kann, und das nebenbei bemerkt auch leidenschaftlich gern tue, dann baut sich dadurch doch kein Leidensdruck auf, nur weil es nur sehr vereinzelt Menschen gibt, die meinen Gedanken folgen können. Es fühlt sich an wie das Nachgehen eines Hobbys. Es wäre eine vorprogrammierte Katastrophe, wenn ich versuchen würde, das zu unterlassen. Nicht umsonst habe ich gelernt, luzid zu träumen, nachdem ich es in meiner Pubertät mal versucht habe. Die Gedanken sind, wenn sie bewusst und klar sind, nicht drückend und zerrend. Ich empfinde es so, dass es dem eigenen Wohlbefinden abträglich ist, wenn man die Flut an Eindrücken zu verdrängen sucht - durch Meditation z.B..
Wie ich sehe, hat Dich mein Beitrag ziemlich aufgeregt. Das wollte ich nicht.
 
Wie ich sehe, hat Dich mein Beitrag ziemlich aufgeregt. Das wollte ich nicht.
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Außerdem wirft deine Reaktion die Frage auf, wie deine Frage nach dem Problem von Hochsensibilität gemeint war und ob es vielleicht gar keine Verständnisfrage, sondern eine Suggestivfrage war. Wenn du schon eine Meinung hast, wozu dann noch Fragen stellen, die das nicht erkennen lassen?
 
Das Problem ist also mangelde Ruhe. So jemand, wie Du die Person beschreibst, muss sich beruhigen. Aus der Ruhe kommt Vernunft. Ein weiteres Problem sehe ich im mangelndem Selbstwertgefühl. Da hilft nur denke, ich, viel unter Menschen zu kommen und das Gespräch suchen.
Johann Wilhelm,
trifft die folgende Aussage auf dich zu oder nicht: "Hungergefühle stören nachhaltig meine Konzentration und beeinträchtigen meine Stimmung."?
Dein Beitrag hat mich aufgeregt, wobei "aufgeregt" ein zu starkes Wort ist. Ich würde sagen, er steht nicht im Zusammenhang mit dem, was du von mir zitiert hast, sondern sieht wie vorgefertigt aus. Du beziehst dich in deiner Antwort auf keine einzige Aussage aus meinem Text, maßt dir aber an, mir Unvernunft und ein mangelndes Selbstwertgefühl und einen Mangel an sozialem Kontakt nachzusagen. Wenn jemand so über dich schreiben würde, würdest du es positiv aufnehmen? Du solltest als aktives Forenmitglied wissen, dass ich im rl täglich unter Menschen bin, ehrenamtlich unterrichte. "Da hilft nur, das Gespräch zu suchen.?! Wie bitte? Wie kommst du darauf, ich hätte einen solchen Gesprächsbedarf, dass du ihn als die letzte Hilfsmöglichkeit darstellst? Also das alles ist nicht nur ganz schön dick aufgetragen von dir, sondern in Anbetracht der Tatsache, dass du mich nicht kennst und mir gegenüber nur ein Forenuser bist, auch frech. Wie jeder andere auch, habe ich das Recht, mir meine Gesprächspartner auszusuchen, sowie die Gesprächsthemen und ob und wie lange ich über bestimmte Dinge schweige. Nicht alle Gespräche und schon gar nicht alle Menschen sind hilfreich oder erlebst du das in deinem Leben anders, dass du keine Gewissenskonflikte hast, einen derartig schlechten Rat zu veröffentlichen?
 
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Meine hilfsbereite Antwort auf Johann Wilhelms Frage in diesem Faden hat gar keine Bitte um Rat beinhaltet. Deswegen war ich in diesem Fall besonders perplex.
 
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