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Euer Umgang mit Suizidgedanken

AW: Euer Umgang mit Suizidgedanken

Die Religion hat den suizid als Sünde eingestuft und will auch ihren Schäfchen diesen Ausweg verstellen.

Ich bin kein "Schäfchen der Religion". Und ich kenne keine moderne Gesellschaft, die ihren Bürgern den Selbstmord verbietet.

Trotzdem kenne ich Menschen, die mehr oder weniger oft ernsthaft daran denken, ihrem Leben selbst ein Ende zu setzen.

Die fühlen sich so schlecht, dass sie darin einen möglichen Ausweg sehen.

Ich glaube aber, dass es auch einen anderen Umgang mit dem Gefühl gibt, "sinnlos" zu sein. Nämlich den, dieses Gefühl ernst zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen, was es einem sagen will. Vermutlich will es einem sagen, dass die Art, wie man wichtige Dinge seit langem angeht, wirklich sinnlos ist.

lg Frankie
 
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AW: Euer Umgang mit Suizidgedanken

Mal eine kleine thematische Abweichung.

Ort: Online-Egoshooter
Beteiligte: Zwei Teams je 8 Spieler
Ziel: Mehr Kills als das gegnerische Team
Spielstand nach 5 von 20 Minuten: 6:21

Folgendes Szenario: Das eine Team ist sehr stark und hat das andere Team so weit zurückgedrängt, daß dieses nicht mehr aus seiner Startposition (dem sogenannten Respawn) herauskommt. Das Betreten des Respawnraumes ist verpönt, das nennt sich dann Respawnkilling. Der einzige Zugang zum Spielfeld gelingt nur durch zwei Türen. Diese sind aber vom Gegner belagert und jeder Kopf der rausgestreckt wird, wird sogleich mit Kugel- und Granatenhagel quittiert. Es ist also jeder Versuch dort rauszukommen ein Himmelfahrtskommando, man könnte auch Selbstmord dazu sagen.

Eingeleitete Gegenmaßnahme: Kein Ausbruchversuch mehr wagen. Nichts zwingt uns zu diesem sinnlosen Abschlachten lassen. Wir warten bis die ihren Kopf hier rein stecken um ihn dann wegzuballern. Wir liegen zwar hinten, doch die Gier wird sie treiben. Gesagt getan.

Es dauerte ein paar Minuten, dann steckte der erste seinen Kopf durch die Tür - 7:21 ...

nach Ende der 20 Minuten stand es 27:22 wir hatten das Spiel noch gedreht und gewonnen. Doch danach wurde unser ganzes Team vom Server gekickt.

Die Erfahrungen die man bei solchen Egoshootern macht sind für ein Soziologiestudium nur zu empfehlen. Nicht nur die Widersprüchlichkeit die in dem Spielziel ruht, Du wusst deinen Gegner davon abhalten mit dir zu spielen, sondern auch der direkt beobachtbare Gierfaktor, ich will die meisten Kills, sind ein paar Gedankengänge wert. Wie gelingt es einem dort eine Balance herzustellen, zwischen einem Mit- und Gegeneinander, denn ohne einen Gegner keinen Kill. Ich muß ihn also nur ein bißchen töten, übertreibe ich es, verliere ich meine Kills, was eigentlich auch ein Selbstmord wäre.

Schlecht sind solche Spiele nur dann, wenn nicht darüber reflektiert wird.

Soweit meine kleine thematische Abweichung. Doch vom Prinzip gehört es schon hierher, wie ich finde.
 
@ frankie und @ windreiter

Das muß ich jetzt nicht verstehen, oder?:confused:

Ich versteh nicht, worauf sich frankies Sinnlosigkeitsgefühl bezieht, ich versteh aber auch nicht, was Windreiter mit seinem Beitrag sagen will.

Vielleicht steh ich auf der Leitung, aber ich weiß wirklich nicht, worauf du anspielst mit dieser Geschichte.

:confused:
 
AW: @ frankie und @ windreiter

Ich versteh nicht, worauf sich frankies Sinnlosigkeitsgefühl bezieht, ich versteh aber auch nicht, was Windreiter mit seinem Beitrag sagen will.

Vielleicht steh ich auf der Leitung, aber ich weiß wirklich nicht, worauf du anspielst mit dieser Geschichte.

:confused:

Eine "Anspielung" :haare: suchst du vergeblich, es gibt keine.

Wer keinen Bezug zur Thematik (Euer Umgang mit Suizidgedanken) erkennen kann, der soll meinen Beitrag als sinnlos verbuchen, dann will ich das auch nicht ändern.

(Ich fühl mich an den Matheunterricht erinnert, da waren immer die Zwischenschritte wichtiger als das Ergebnis:))
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ego-shooter

hallo,
das ging mir heute durch den kopf zum thema ego-shooter:

ICH heißt: nicht DU
will ich ICH sein, dann ist das DU gerade nicht wichtig.
willst du DU sein, dann möglicherweise auf kosten meines ICH´s.
das ist der kampf des ego-shooters.
findet mensch die Balance zwischen genügend ICH und dennoch DU…dann wird´s vielleicht ein WIR….?
 
@ pispezi

Hallo kathi und frankie - liebe Mitstreiter!

Die Zeiten, in denen ich nichts sinnvoll fand, hatte ich auch schon. Ich habe sie - wie auch immer - überwinden können, u.a. mit Hilfe guter Menschen und gewisser Bücher...
Aber eines ist klar: Niemand kann mit Argumenten jemanden überzeugen, dass das Dasein sinnvoll sei.

Lasst mich Euch nur sagen, dass Ihr beide für mich sehr sinnvoll seid - indem ich Eure interessanten und klugen Beiträge hier lesen darf. :blume1::blume1:

Schließlich möchte ich noch sinngemäß Sigmund Freud zitieren:
"Wenn jemand anfängt, am Sinn des Daseins zu zweifeln, ist das ein Signal von Krankheit."
Ich würde hier sagen: Warnsignal

An frankie (bei Dir, kathi, weiß ich das noch nicht so recht):
Dass Du nicht den billigen Fluchtweg in "Gottes Schoß" antrittst, rechne ich Dir hoch an. Halte durch! :blume1:

Liebe Grüße, pispezi :zauberer2

leben heißt: nicht tot sein.
tot sein bedeutet: nicht da sein.

leben heißt: einfach DA sein...und nicht weg...das ist alles.



lieber pispezi,

zu deiner frage: ich habe nicht die "flucht in gottes schoß" angetreten...zumindest erkenne ich keine "flucht".
ob ich in "gottes schoß" gelandet bin, weiß ich nicht...keine ahnung, ob es "gott" heißt.
doch dass ich da wo gelandet bin, wo ich mich gut fühle und geborgen bin, das kann ich schon sagen.

es handelt sich dabei sicher um den großen bereich des "spirituellen", der mir gut tut und mich bereichert, wo ich anregungen und fallweise auch antworten auf meine fragen finde.

so wie z.b. das obige kleine sentenzchen.

dank dir für deine netten worte.
für mich machen sie sinn...zumindest spüre ich darin "gutes" für mich...und was will mensch mehr? ;)

liebe grüße
kathi
 
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AW: @ pispezi

leben heißt: nicht tot sein.
tot sein bedeutet: nicht da sein.

leben heißt: einfach DA sein...und nicht weg...das ist alles.



lieber pispezi,

zu deiner frage: ich habe nicht die "flucht in gottes schoß" angetreten...zumindest erkenne ich keine "flucht".
ob ich in "gottes schoß" gelandet bin, weiß ich nicht...keine ahnung, ob es "gott" heißt.
doch dass ich da wo gelandet bin, wo ich mich gut fühle und geborgen bin, das kann ich schon sagen.

es handelt sich dabei sicher um den großen bereich des "spirituellen", der mir gut tut und mich bereichert, wo ich anregungen und fallweise auch antworten auf meine fragen finde.

so wie z.b. das obige kleine sentenzchen.

dank dir für deine netten worte.
für mich machen sie sinn...zumindest spüre ich darin "gutes" für mich...und was will mensch mehr? ;)

liebe grüße
kathi

Liebe Kathi,

schön, dass mein Text bei Dir weitgehend richtig angekommen ist.

Mit dem etwas einschränkenden Satz bzgl. "Gottes Schoß" war nur gemeint, dass ich bei Dir darüber nichts weiß.
Es lag keinerlei Behauptung darin.

Liebe Grüße, pispezi :zauberer2
 
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