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Die Menge des Fleisches

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Wie immer bei solchen Themen artet die Diskussion in emotionale Argumentationen aus, die widersprüchliche Erkenntnisse bringen, also Streit und letztendlich Krieg, wenn diese Widersprüchlichkeit national endemisch wird.

Man könnte das Thema vielleicht anreichern, indem man den Fleischkonsum aus dem Rahmen fundamentaler Gewissensentscheidung loslöst und in unser allgemeines System der Güterwirtschaft einfügt. Als Beispiel und zur Verunsicherung nehme ich jetzt einmal ganz willkürlich auf andere Lebensbereiche Rückgriff. Jetzt im Winter z.B. Heizung, Holz, Öl, Gas, Kohle, Strom aus Atom oder Öko. Alles hat schädliche Auswirkungen auf die Natur. Um Windparks steuern und managen zu können, muss man vielleicht im Kongo roden, die Erdkruste größflächig abtragen und damit Methan Gas freisetzen, damit man Koltan gewinnen kann, welches für die Steuerung mit Elektronik nötig ist. Diese Ökonomie wird auch für blutige Unterdrückung und Konflikte verantwortlich gemacht.

Steigt man in der Früh ins Auto, verwendet man sein Smartphone, kleidet man sich mit modernen Textilien, immer bewirkt man größte Defizite in der Natur. Schafe statt Rinder produzieren auch klimaschädliche "Abgase", denn das produzieren Wiederkäuer von Rund über Schaf bis Hirsch.

Das Dilemma ist in unserer Art der Rohstoff-Ökonomie begraben. Die Globalisierung wäre kulturell, geistig und politisch auf lange Sicht ein Segen, wenn sie nicht so billig wäre und unserer minderwertigen Konsumgier entgegen käme.

Eine Grundlage dafür ist auch unsere vom System erzeugte Angst vor vermindertem Wachstum, welches eigentlich nur im Rohstoffverbrauch zum Ausdruck kommt und für uns global messbar ist.

Behoben kann dieses Dilemma nur durch Verteuerung der Transporte, Qualitätssteigerung der Produktion, Wiederverwertung/-verwendung langlebiger Waren, durch persönliche Identität, Liebe und Sinnstiftung in der Leistungserbringung bei der Produktion.

Wenn mit dem Preis des Fleisches beim Metzger alle Schäden bei der Fütterung, des Transportes, der Tierhaltung und die Kosten der Prüfung auf tiergerechte Haltung etc. abgegolten werden muss, dann reduziert sich das Volumen der Fleischproduktion wie von selbst auf ein ostasiatisches Maß.

Man verzeihe mir die Langeweile meiner ständigen Wiederholung der letzten Konsequenz meiner Meinung. Letztendlich ist die Voraussetzung für das Entstehen eines schonenden Systems das "Bedingungslose Grundeinkommen" für alle. In 30 Jahren wird es in der westlichen Welt Standard sein oder die Menschheit versinkt in unvorstellbar grausamen Konflikten. Fleischkonsum ist da nur ein, wenn auch besonders paradigmatisches Element davon.
 
Zu viel Mitgefühl? Zu viel Freiheitsliebe? Zu viel Konsequenz? Zu viel gegen Unterdrückung und Ausbeutung? Zu viel pro Leben? Zu viel Liebe? Ich denke, davon kann es gar nicht genug geben :)
Genau. Alles in Maßen. Vegetarier tun schließlich auch ihr Möglichstes, damit es mit dem Fleischkonsum nicht überhandnimmt und Fleischessern kann man auch nicht all das absprechen, was du hier aufzählst.
 
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Fleischessern kann man auch nicht all das, was du hier ansprichst absprechen.
In Bezug auf Tiere schon. Ein Tier ist für sie zum aufessen, arbeiten, um damit zu spielen, oder als Ersatz für Freunde/Familie da. Leben, Glück und Gesundheit eines Tieres interessiert sie nur, sofern sie selbst einen Vorteil davon haben. Altruismus gegenüber Tieren ist solchen Leuten fremd.
 
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