Zitat von Frischling:
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Leider ist das Grundrecht auf Religionsfreiheit aber vollkommen unvereinbar mit dem, was dem Gott der Bibel und dem Koran unterstellt wird! Der will das Unterordnen aller Menschen unter seiner Religion mit GEWALT erzwingen!
Das Problem ist komplexer. Also, ich denke, du erfasst die Komplexität des Problems mit der Religionsfreiheit nicht. Das Grundrecht auf Religionsfreiheit verbietet keinen Fanatismus innerhalb einer Religion, ganz im Gegenteil. Das Grundrecht auf Religionsfreiheit suggeriert, dass einem religiösen Menschen bei seinen Ansichten und der Ausübung seines Glaubens keine Grenzen gesetzt werden, was ich persönlich falsch finde. Wenn ich sage, dass es eine Schande für eine Religion ist, zu Gewaltausübung und Bedrohung Andersgläubiger aufzurufen, dann bin ich ein intoleranter Gegner von Religionsfreiheit. So sieht es nun mal aus.
Das Grundrecht auf Religionsfreiheit etwa in der Charta der Menschenrechte erlaubt keinerlei Handlungen, die andere Menschen unzulässig benachteiligen! Es basiert ja nicht auf den Gesetzen eines Gesetzgebergottes, der alle Menschen VERDAMMEN will, die sich nicht zum Dreifaltigen Gott der Christen bekehren. Offensichtlich bist Du unfähig, zu begreifen, welches Gift alleine in dieser Drohung steckt:
"Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber nicht gläubig geworden ist, wird verdammt werden." (Mark. 16, 15+16)
Wenn dazu den „Ungläubigen“ Höllenstrafen angedroht werden und wenn sich der Gott der Christen laut seinen Zehn Geboten an unschuldigen Kindern bis in die 4. Generation rächen will, wenn ein Vorfahre dem Gott einer anderen Religion gedient hat, ist klar, dass das Recht auf Religionsfreiheit völlig unvereinbar ist mit der Beschreibung des Gottes in der Bibel und DESSEN Gesetzen, die bis zum Vergehen der Erde gelten sollen!
Was sollen wir jetzt ändern? Das Grundrecht auf Religionsfreiheit, das logischerweise an religiösen Handlungen nur das erlaubt, was anderen nicht unzulässig benachteiligt? Oder sollen die Religionsmacher zugeben, dass die Macht, die als Allmächtiger Schöpfer der Himmel und der Erde behauptet wird, unmöglich so ungerecht, angeberisch und rachsüchtig sein kann, wie er in der Bibel behauptet wird?
Erst die Tatsache, dass ich Grenzen für meinen eigenen Glauben definiere und verteidige, gibt mir die natürliche Autorität, dasselbe von Andersgläubigen zu erwarten. Solange ich sage: jeder soll alles glauben, was er will und dementsprechend handeln dürfen, beteilige ich mich aktiv daran, Glaubenskonflikte zu schüren.
Die richtigen Grenzen hat Jesus eigentlich definiert:
„Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matth. 7, 12)
Nur muss das im Sinne gesunden Menschenverstandes ausgelegt werden und nicht im Sinne eines Gottes, der gefordert hat: „du sollst nicht töten“ und andererseits das Töten der Kinder fordert, die ihre Eltern verflucht haben:
„Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muss getötet werden.“ (2. Mos. 21, 17)
Dein erhoffter Erlöser hat leider unmissverständlich laut Matth. 5, 17-19 gefordert, auch dieses Gesetz bis zum Vergehen der Erde NICHT aufzulösen und hat es sogar ausdrücklich unterstrichen:
„Denn Mose hat gesagt: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter! und: ‚Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben. (Mark. 7, 10)
Die Bibel ist voller Gift – und Du willst das nicht wahrhaben.