Lebkuchen (mit den speziellen Varianten der
Honigkuchen,
Pfefferkuchen,
Pfeffernüsse,
Gewürzkuchen,
Printen) ist ein süßes, kräftig gewürztes, haltbares
Gebäck, das in vielfältigen Formen und Varianten vorkommt. In vielen Kulturen ist er ein fester Bestandteil des
Weihnachtsgebäcks, nur wenige Sorten werden insbesondere auf Jahrmärkten und Volksfesten ganzjährig angeboten. Die Bäcker zählen Lebkuchen zu den
Dauerbackwaren.
Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Lebkuchen:
Braune Lebkuchen backt man aus knetbaren Teigen mit hohem Mehlanteil, hierzu zählen Pfeffernüsse, Spitzkuchen, Printen, viele Formgebäcke wie Lebkuchenherzen und dergleichen.
Oblatenlebkuchen werden aus einer weichen, mehlarmen oder sogar mehlfreien Masse hergestellt, die auf
Oblaten gespritzt wird, sie sind also enge Verwandte der
Makronen.
Der Ausdruck
Pfefferkuchen verweist, wie auch das englische
gingerbread (wörtlich „Ingwerbrot“) und das französische
pain d’épices (wörtlich „Gewürzbrot“), auf die kräftige Würzung (vgl. hierzu
Hasenpfeffer), die Bezeichnung
Honigkuchen auf das zumindest früher wichtigste Süßungsmittel. Pfeffer stand seit dem Mittelalter als Synonym für viele (vor allem überseeische) Gewürze; Pfeffer im eigentlichen Sinne enthielten und enthalten Pfefferkuchen in der Regel nicht. Nur zu den
Pfeffernüssen wird normalerweise auch (weißer) Pfeffer zugegeben.