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Fake-Philosophen

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Wer unter uns mag sich anmaßen, darüber zu befinden was einen Philosophen ausmacht? Ein Studium, Lebenserfahrung oder das Streben nach Erkenntnis? Als Kritiker der professoralen Lehre, frage ich mich manchmal, ob es noch einen sinnentlehrteren Job geben kann als Philosophieprofessor. Im Philosophiemagazin schrieb neulich ein ehemaliger Student überschwänglich über seinen ehemaligen Professor und sein "Hauptwerk". Was für eine triviale, gequirlte Scheiße. Sorry, wenn das das Maß des Messens für einen Fake-Philosophen ist, dann gibt es den definitiv nicht ...
 
Wer unter uns mag sich anmaßen, darüber zu befinden was einen Philosophen ausmacht? Ein Studium, Lebenserfahrung oder das Streben nach Erkenntnis?
Jeder darf sich für sich anmaßen, darüber zu befinden, was für ihn einen Philosophen ausmacht.
Was aber nicht heißt, dass seine Maßstäbe über sein persönliches Empfinden hinaus irgendeine Relevant hätten.
"Philosoph" ist keine geschützte Bezeichnung, insofern darf sich jeder Philosoph nennen. Aber jeder darf für sich
entscheiden, wie ernst er so eine konkrete Selbstbezeichnung nehmen will.
Als Kritiker der professoralen Lehre, frage ich mich manchmal, ob es noch einen sinnentlehrteren Job geben kann als Philosophieprofessor.
"sinnentlehrt" - ein Lapsus oder Absicht? Ich halte den "Job" als Philosophieprofessor nicht minder sinnvoll wie die Philosophie selbst.
Ohne Unterricht, sei es nun durch einen Professor, durch Bücher, Videos, Freunde, etc.....würde man, um hinter den Horizont zu blicken, zunächst immer wieder das Rad neu erfinden müssen.
Warum also nicht darauf aufbauen, was Philosophen in der Vergangenheit schon erarbeitet haben?
Und wenn man schon darauf aufbauen darf, warum dann nicht unter direkter menschlicher Anleitung?
Merke, ein Buch ist auch eine menschliche Anleitung, aber deutlich weniger interaktiv als ein Professor.
Im Philosophiemagazin schrieb neulich ein ehemaliger Student überschwänglich über seinen ehemaligen Professor und sein "Hauptwerk". Was für eine triviale, gequirlte Scheiße. Sorry, wenn das das Maß des Messens für einen Fake-Philosophen ist, dann gibt es den definitiv nicht ...
Ich kenne weder jenen Studenten noch jenen Professor - würde aber diese beiden Personen nicht als Maßstab für die Philosophie insgesamt heranziehen - egal wer jene sind oder waren.
 
Wer unter uns mag sich anmaßen, darüber zu befinden was einen Philosophen ausmacht? Ein Studium, Lebenserfahrung oder das Streben nach Erkenntnis? Als Kritiker der professoralen Lehre, frage ich mich manchmal, ob es noch einen sinnentlehrteren Job geben kann als Philosophieprofessor. Im Philosophiemagazin schrieb neulich ein ehemaliger Student überschwänglich über seinen ehemaligen Professor und sein "Hauptwerk". Was für eine triviale, gequirlte Scheiße. Sorry, wenn das das Maß des Messens für einen Fake-Philosophen ist, dann gibt es den definitiv nicht ...
Ein Philosoph sollte ein Brückenbauer sein. Spannungen und Kriege entstehen meist dadurch, dass unterschiedliche Sichten und Positionen gegeneinander gestellt werden. Die damit verbundene Lagerbildung und "blinde" Parteilichkeit lädt sich (natürlich auch oft gesteuert) emotional auf und schreit nach militanter Entladung. Die Sichten mögen den involvierten Parteigängern zutiefst einleuchtend und wahr erscheinen, sind aber, sofern auch die Sicht und die Argumentation der vermeintlichen Gegner mit einbezogen wird, schon wieder fragwürdig.
So sind die meisten parteilichen Sichtweisen - auf´s Ganze bezogen - bestenfalls nur Halbwahrheiten und somit oft destruktiv.
Philosophen sollten deshalb stets das Ganze sehen und nicht mit heißem Blut, sondern mit kühlem Kopf, vernünftige Wege aufzeigen.
Was nicht heißen soll, dass Philosophen (in der Historie) nicht auch an der Spitze von Revolutionen zu finden wären.
Wenn überfällige gesellschaftliche Umstürze angeführt werden müssen, warum nicht auch von dem einen oder anderen Philosophen.
Aus heutiger Sicht ist es mehr denn jeh erforderlich, dass Naturwissenschaft und Philosophie wesentlich mehr zusammenrücken. Gerade in der modernen Physik ist eine Entwicklung erreicht, die philosophische Tragweite hat. Das verlangt natürlich auch einen geeigneten Typus an Philosophen (weltoffen, wissenschaftsorientiert und ohne Kauzigkeit).
 
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