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Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

statt den/die anderen auszugrenzen, sollten wir uns vielmehr gegenseitg fördern und zusammenschließen.
das würde eine änderung bringen und auch den allmächtigen "staat" in ein völlig neues licht rücken.​

Ja, Kathi!
 
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AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

Ich kann Dir gut folgen, Kaawi!

Sehr interessant wär allerdings die Frage, ob
die Weltwirtschaft ganz ohne die bisherigen
weit verbreiteten Gewouhnheiten des Güterverbrauchs
noch funtkionieren würde. Wie sieht die Wirtschaftswelt
aus, wenn wir nur noch "aktiv konsumieren" und/oder
schöpferisch arbeiten/leben?

Wie man Kinder künstlerisch kreativ werden
l ä s s t, ist ein weiterer hochinteressanter
Bereich dieses Themas. Völlig frei gewähren
lassen!?

Übrigens: Ich weiß nicht, ob frau/man den Staat,
die Bürokratie, Parteien und/oder Politiker für
unser Konsumverhalten (voll) zur Verantwortung
ziehen könnte? - Das ist auch eher eine rhetorische
Frage ...

meint
Reinhard70

Hallo Reinhard,

es ist immer schön, wenn einem jemand folgen, und gleichzeitig bei sich selbst bleiben kann!

Wenn ich geschrieben habe, daß der passive Konsum irgendwann überflüssig werden könnte, meine ich einen jahrzehnte bis jahrhunderte dauernden Prozeß, den aber kein Staat, keine Politiker und keine Bürokratie zu beginnen und zu gestalten uns abnimmt.

Unser persönlicher Umgang miteinander ist die Triebfeder, in welche Richtung unsere Gesellschaft schwenkt. Ganz so optimistisch wie ich klinge bin ich aber leider nicht.

Im Umgang mit Kindern und der Förderung ihrer mitgebrachten Kreativität bin ich auf keinen Fall dafür, ihnen völlig freien Lauf zu lassen. Das ist mMn eine falsch verstandene Freiheit, die mehr mit alleinelassen als mit Elternpflichten, um mal nen konservativeren aber treffenden Ausdruck zu wählen, zu tun hat.

Eine Erziehung, die keine Grenzen setzt, ist, wie ich mal gelesen habe, wie das Bewegen auf einer Treppe ohne Geländer.

Liebe Grüße , Kaawi
 
AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

Hallo,
es wird so viel geschrieben, da komme ich kaum noch hinterher in dem von mir eröffneten Thread "Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?" zu reagieren.
Das Geseiere von älteren Herren das schon grüne Fäden zieht über Künstler lasse ich mal links liegen und gehe auf das von kathi angestoßene Thema 'Leistungsdruck' ein, denn das hängt wahrscheinlich direkt mit dem passiven Konsum und der verhinderten Kreativität zusammen.
Kommt der Leistungsdruck wirklich von außen, von der Gesellschaft oder kommt er von innen, ist anerzogen und übernommen. Leistungsdruck heißt doch in der Arbeitswelt nichts anderes als ganz viele materielle Werte schaffen und das bedeutet viel Geld. Das will jeder haben. Wenn man da verzichten kann fällt auch der Leistungsdruck weg. Wenn es die Überzeugung gibt man braucht die ganzen materiellen Güter nicht als Statussymbol um jemand zu sein, dann fällt auch die Bereitschaft sich einem Leistungsdruck auszusetzen weg.
Viele Menschen auf der Welt machen das vor, allen voran die Zen-Buddhisten mit ihrer Meditationsform Zazen.

Kenne das natürlich auch, sich selber Druck machen weil es anerzogen ist und somit wie eine objektive Erwartung erscheint, ist es aber nicht. Überleben kann man auch mit Fähigkeiten die kein Geld bringen sondern ein gutes Gefühl unabhängig vom passiven Konsum, Fähigkeiten das Leben selbst zu gestalten, kreativ zu sein. Damit kann man sogar sehr qualitativ und luxuriös überleben und das Dasein gestalten ohne den Leistungsdruck als Motor zu brauchen.
Glaubt man an eine geistige Entwicklung als das höchste Gut im Leben wie die Buddhisten ist ein materieller Besitz eher Ballast und Behinderung. Neige zu diesem Glauben denn mein Ziel ist der letzte Atemzug im hohen Alter bei relativer geistiger und körperlicher Frische um eins zu werden mit mir und der Welt sowie in die ewige Zufriedenheit einzutauchen. Dafür ist nur der innere geistige Zustand entscheidend und alles außen drumrum belanglos.
Aber soweit ist es noch nicht, noch gilt es das Spiel in der westlichen Welt mitzuspielen wenn man gewinnen möchte.
Jedoch was ein Gewinn ist und wie man dazu kommt kann man teilweise selbst entscheiden und muss nicht vorgegeben werden.

gruß fluuu
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

was ein Gewinn ist und wie man dazu kommt kann man teilweise selbst entscheiden und muss nicht vorgegeben werden.​

gruß fluuu

Ja! - Es gibt ja auch so etwas wie "geistigen Gewinn".
- Nicht wahr?

Gruß
Reinhard
 
AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

Eine Erziehung, die keine Grenzen setzt, ist, wie ich mal gelesen habe, wie das Bewegen auf einer Treppe ohne Geländer.​

Liebe Grüße , Kaawi

___________________

Das musste ich in meiner vierköpfigen Familie
- mit zwei Töchtern - auch lernen, obwohl eine
starke Neigung zum "Antiautoritären" vorhanden
war.

Es grüßt gerne zurück
Reinhard70
 
AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

Wenn man passiven Konsum und Kreativität in einen Zusammenhang bringen möchte, wählt man mMn am besten als gemeinsamen Kontext die Freizeitgestaltung. Wie verbringt die Mehrzahl der Menschen ihre Freizeit?

Wenn man die beiden Möglichkeiten passiver Konsum und Kreatives Gestalten (es gibt natürlich noch mehr, Sport, Bildung,etc) gegenüberstellt, wird man wohl auf die breite Masse bezogen zu dem Schluß kommen, daß mehr stumpfsinnigen als kreativen Tätigkeiten nachgegangen wird.

Warum also entscheiden sich erwachsene Menschen eher für das schlechte Fernsehprogramm( denn darin ist man sich ja seltsamerweise einig, daß das Programm immer schlechter wird) als für jedermann zugängliche Tätigkeiten wie
Nähen, Modellbau, etc.

Ich finde es wichtig, daß wir das Thema als gesellschaftliche Herausforderung und nicht als persönliche an den Einzelnen behandeln, nicht umsonst steht es ja unter der Überschrift "Politik" und nicht "Kunst".
 
AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

Ich finde es wichtig, daß wir das Thema als gesellschaftliche Herausforderung und nicht als persönliche an den Einzelnen behandeln, nicht umsonst steht es ja unter der Überschrift "Politik" und nicht "Kunst".

ein konkreter Vorschlag für die gemeinsame Marschrichtung

unter Kreativität in diesem Zusammenhang
verstehe ich das Kombinieren von Altem zu Neuem

Wegwerf-Fertigprodukte erschweren diese Art von Kreativität,
es sei denn,
man kann sie ausschlachten
und dann die Einzelteile irgendwie verwenden

gleiche Produkte verschiedener Hersteller sollten zueinander kompatibel sein,
wie das bspw. bei einer Stereoanlage möglich ist
 
AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

was ein Gewinn ist und wie man dazu kommt kann man teilweise selbst entscheiden und muss nicht vorgegeben werden.​

gruß fluuu

Ja! - Es gibt ja auch so etwas wie "geistigen Gewinn".
- Nicht wahr?

Gruß
Reinhard


für jeden, der Gewinne macht, stellt sich ja früher oder später die Frage: wohin mit dem Ertrag?

Finanzexperte redbaron rät ihnen zu einer konservativen Anlagestrategie auch im geistigen Bereich: schon seit Jahrhunderten gelten Immobilien als besonders sicher...

Der Rote Baron
 
AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

Finanzexperte redbaron rät ihnen zu einer konservativen Anlagestrategie auch im geistigen Bereich: schon seit Jahrhunderten gelten Immobilien als besonders sicher...

Der Rote Baron

Mit "geistigen Immobilien" meinst Du vielleicht riesige
Universitätsbibliotheken, Red Baron?

Oder dicke Zitatenbücher - die sich aus meiner Sicht
allerdings wunderbar bewärhrt haben?

ODER WAS? Meinst Du vielleicht den mehr oder weniger
beweglichen Geist alternder Menschen? Na ja!? Da gibt es
sicher auch Investoren, die möglicheriweise gar nicht schlecht
dabei rauskommen.

:):):)
 
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AW: Ist passiver Konsum das Übel und Verhinderung der Kreativität?

...mh, geistiger Gewinn genauso wie Kreativität ist eben kein materielle Stoff den ein Anlageberater der sich nur mit Geld auskennt in Immobilien anlegen kann.
Das ist je gerade der Witz dieses Threads, dass es in der Politik nicht nur um materielle Güter geht für den Erhalt der Gesellschaft sondern eben auch um ideelle Dinge.
Selbst eine riesige Bibliothek mit vielen Büchern und Speichermedien voller Informationen nutzen dem Menschen nichts wenn es bloß vorhanden ist und nicht für den geistigen Prozess des Studierens genutzt wird. Nicht das Buch ist der Wert sondern es gelesen und verstanden zu haben. Wenn dann das Gelesene in irgendeiner Form im praktischen Lebenswandel positive Anwendung findet ist der Wert nicht zu toppen.
Das gute Gefühl, das Lebensgefühl ist der höchste Wert meiner Ansicht nach und wenn das durch geistigen Gewinn zu erreichen ist lassen sich viele materielle Ressourcen sparen.

gruß fluuu
 
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