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Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

Frei nach einem Yiddischen Witz: "Gib dem Zufall eine Chance - Kauf dir a Los!" :clown3:

:blume2: :jump6::tanzen::schaf:
 
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AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

Frei nach einem Yiddischen Witz: "Gib dem Zufall eine Chance - Kauf dir a Los!"

...​

:ironie: Wahrscheinlich :dontknow: ist zufälligerweise alles vorher bestimmt ...:lachen::lachen::lachen:

Fragt sich bloß: durch was/wodurch :dontknow:

Heureka
- wie gut, daß ich nichts weiß - und nicht :jump3: (= Rumpelstilzchen) heiß ....:lachen::lachen::lachen:
 
AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

Genau darum geht es mir. Auch wenn mir bisher nur wenige zustimmen, bleibe ich bei dieser These, da sie mir stimmiger ist.

du kannst ja bei deiner these bleiben, denn sie ist ja -prinzipiell- nicht falsch.

im grunde zielst du inne ähnliche richtung, zitat:

Viele reden zwar dagegen an, weil sie nicht mal eine bestimmte Zeit Nachdenken investieren möchten, doch die *Pubertät* zum Beispiel, ist, was den Menschen betrifft, ein Phasenfenster, um eine integrierte Vorherbestimmung zu ergründen (Selbstfindungsphase), was auch zur eigenen Berufung oder zum eigenen Beruf führt/führen kann.

Wenn jedoch Schicksal *gespielt* wird (Meist sind es am Anfang Eltern/Regeln/Systeme/Verbote), dann tritt dieser Mensch nicht den vorherbestimmten Weg an sondern den Schicksalsweg, wodurch wiederum Zufälle entstehen.

fazit: die prägung erzeugt das schicksal...

ich sage, es hängt von deiner befindlichkeit ab.

Genau das tust du, von Einzelschicksalen sprechen. Du hättest es zwar gerne auf alle gemünzt, was genau der Fehler von Münzungen ist, die in die Statistik einfließen, um eine Regel als Norm zu festieren, doch im Ganzen Prinzip für alle, gilt nur, was auch tatsächlich für alle gilt und das gänzlich ohne Ausnahme, denn Ausgrenzungen dürfen dabei nicht gemacht werden.

ich spreche nicht von einzelschicksalen, sondern von einem prinzip, welches auch experimentell erforscht und untermauert wurde.

es wird in der psychokineseforschung u.a. mit von einem herrn j.b. rhine entwickelten zener-karten experimentiert, das sind die bekannten karten mit den verschiedenen symbolen, die erraten werden müssen ohne dass man sie sieht. in jedem zweiten, mystisch angehauchten hollywoodschinken sieht man die.

die trefferquote war bei den experimenten bei jenen personen besonders hoch, die psychokinetischen phänomenen aufgeschlossen und offen gegenüberstanden, also übersinnliche phänomene für möglich hielten, diejenigen, die derartigen hokuspokus von vornherein ablehnten hatten eine signifikant niedrigere trefferquote.

den selben effekt gabs auch zwischen den leuten, die dran glaubten, sie hätten es drauf und jenen, die daran zweifelten, treffer zu erlangen.

zudem fand rhyne bei einer auswertung seiner experimente von 1934 bis 1942 (also schon ein recht langer zeitraum) heraus, dass die experimente einem "absinkungs-" oder "declineeffect" unterworfen sind, sprich, dass die trefferleistung zwischen der ersten und zweiten hälfte der experimentalsitzungen absanken, was höchstwahrscheinlich auf die ermüdung der personen zurückzuführen war.

dies alles lässt einen schluss auf den zusammenhang mit der psychischen verfassung zu, auch ohne dass eine formel gefunden wird, die das vorausberechnen kann.

du kannst das auch sehr gut selbst beobachten. ich hab in dem anderen zufallsthread ja auch das beispiel mit den spielen gebracht. du kannst den beitrag ja mal lesen und falls du demnächst mal ein brett-, würfel- oder kartenspiel zockst, kannst du dich ja daran erinnern und das einfach mal an dir selbst ausprobieren und beobachten. du wirst feststellen, dass es klappt, wahrscheinlich nicht mit dem bewussten einfluss, aber mit dem feststellen eines erkennbaren zusammenhangs.

dieses prinzip trifft auch bei menschen zu, die ihre vergangenheit nicht loslassen können. es geht hier ja nicht nur um "das große schicksal", sondern auch um alltagszufälle, welche eben keine sind. man könnte nun vermuten, dass das prinzipiell auch auf "das große schicksal" anwendbar ist bzw. nicht nur das kommen der nächsten karte, sondern auch das von bahnbrechenden ereignissen verspürt werden kann... ich geh davon aus, aber dafür benötigt man wohl eine große menge mehr informationen zum verarbeiten als nur den gegenüber mit der karte in der hand... oder nen speziellen zugang zu vorhandenen informationen, der -vielleicht- noch nicht gefunden wurde.

In diesem Aspekt kommen wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Ausgrenzung und Regel ist kein Ganzheitsprinzip sondern eine rationale Normierung. In einem Prinzip für alle müssen alle erfasst werden.

wie vor...
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

So, wie ich es verstehe, meint Schicksal das, was uns widerfährt, unabhängig davon, warum, ob gesteuert, zwangsläufig oder zufällig. Den Zufall gibt es ohne jeden Zweifel, er ist berechenbar, wenn die Ausgangssituation bekannt ist. Was bei den Lottozahlen, einem eindimensionalen Wert, noch kinderleicht ist, wird bei den hochkomplexen Situationen eines menschlichen Lebensweges für ein bestimmtes Ereignis so unwahrscheinlich, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Planung (von wem auch immer) wieder zu vermuten ist. Ich plädiere für folgendes: Unseren Alltag beeinflussen viele Zufälle; es gibt aber auch sehr viele Situationen, die determiniert sind - und wahrscheinlich auch solche, die geplant wurden. :reden:
 
AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

Ich plädiere für folgendes: Unseren Alltag beeinflussen viele Zufälle; es gibt aber auch sehr viele Situationen, die determiniert sind - und wahrscheinlich auch solche, die geplant wurden. :reden:


Das stimmt mit den Forschungsergebnissen von Dr. Michael Newton überein! :)
Es macht aber nur Sinn, wenn man es wenigstens für MÖGLICH hält, dass wir Seelen sind, die immer wieder inkarnieren, um das Menschsein zu erfahren und bestimmte Fähigkeiten zu entwickeln.
 
AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

.....Zufall = "akausaler Prozess???"! Oder nach "Spinoza"; "Der Zufall ist ein Asyl
der Unwissenheit".....

m.f.g. plotin
 
AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

1. .....Zufall = "akausaler Prozess???"!
2. Oder nach "Spinoza"; "Der Zufall ist ein Asyl
der Unwissenheit".....

m.f.g. plotin

Zu 1:
Was heißt vor dem Hintergrund der 4-fachen Kausalitäts-Differenzierung durch Meister ARISTOTELES "akausaler Prozeß" ...:dontknow:

Zu 2.:
Ja, aber was heißt in diesem Kontext "Wissen" , wenn Meister SPINOZA von "Unwissenheit" redet ......:dontknow:
 
AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

So, wie ich es verstehe, meint Schicksal das, was uns widerfährt, unabhängig davon, warum, ob gesteuert, zwangsläufig oder zufällig.

Unseren Alltag beeinflussen viele Zufälle; es gibt aber auch sehr viele Situationen, die determiniert sind - und wahrscheinlich auch solche, die geplant wurden. :reden:

was soll deine aussage jetzt aussagen? dass alles möglich sein kann?
das ist ganz schön allgemein gehalten finde ich, weil klar kann alles möglich sein. stellst du dir ein chaotisches universum ohne jeden plan vor? :)

Zu 2.:
Ja, aber was heißt in diesem Kontext "Wissen" , wenn Meister SPINOZA von "Unwissenheit" redet ......:dontknow: [/CENTER]

spinoza spielt auf die möglichkeit an, dass dem zufall durchaus zusammenhänge zu grunde liegen könnten und bei kenntnis derselben möglicherweise auch eine kausalität von scheinbar unzusammenhängenden ereignissen erkennbar sein könnte (theoretisch)... jedenfalls versteh ich so den satz...

mein (schon mal geposteter) lieblingssatz zum zufall ist ja der:

der zufall ist das rätsel, welches das schicksal dem menschen aufgibt... :)
 
AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

...
1. stellst du dir ein chaotisches universum ohne jeden plan vor? :)

2. spinoza spielt auf die möglichkeit an, dass dem zufall durchaus zusammenhänge zu grunde liegen könnten und bei kenntnis derselben möglicherweise auch eine kausalität von scheinbar unzusammenhängenden ereignissen erkennbar sein könnte (theoretisch)... jedenfalls versteh ich so den satz...

3. mein (schon mal geposteter) lieblingssatz zum zufall ist ja der:

der zufall ist das rätsel, welches das schicksal dem menschen aufgibt... :)

Zu 1.:
Wer die neueren Publikationen zum Universum kennt, der weiß, daß Chaos und Ordnung/Plan keine sich ausschließenden Gegensätze sind.
Ich denke beispielsweise an die folgenden Publikationen:
a) Manfred EIGEN/Ruthild WINKLER, Das Spiel. Naturgesetze steuern den Zufall, München 1975
b) Ilya PRIGOGINE, Vom Sein zum Werden. Zeit und Komplexität in den Naturwissenschaften, München 1979
c) Ervin LASZLO, Kosmische Kreativität, Frankfurt/M.-Leipzig 1995
d) Ib RAVN (Hrsg.), Chaos, Quarks und schwarze Löcher. Das ABC der neuen Wissenschaften, München 1995
d) Carl Friedrich von WEIZSÄCKER, Zeit und Wissen, München-Wien 1992

Zu 2.:
Ja, allerdings war Meister SPINOZA noch ein Metaphysiker des 17. Jahrhunderts....

Zu 3.:
Ja, und dieses Rätsel kann zumindest durch die empirischen Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie, Hirnforschung) nicht gelöst werden, was aber nichts :D....äääähhhh...... macht ...:lachen:
 
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AW: Gibt es Zufall oder ist alles "vorbestimmt"?

... und wer die älteren Publikationen kennt, der weiß, dass die Sonne sich um die Erde dreht.
 
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