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Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliche politische Fragen" wurde erstellt von Eulenspiegel, 5. Juli 2012.

  1. Bernd

    Bernd Well-Known Member

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    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!

    Was es alles gibt, die staatliche griechische Postbank wettete auf den Zusammenbruch des eigenen Landes.



    http://www.sueddeutsche.de/geld/fra...fte-griechen-wetten-auf-eigene-pleite-1.17818
     
  2. moebius

    moebius Well-Known Member

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    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!


    Ja ja, nicht wenige Zocker und Spiel-Süchtige proft-ieren noch vom Zusammenbruch des eigenen Staates im System des global-digitalen Finanz-Kapitalis-mus ....:lachen::lachen::lachen:
     
  3. Johann Wilhelm

    Johann Wilhelm Well-Known Member

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    Beiträge:
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    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!

    Ist Gerechtigkeit das Recht des Stärkeren?

    Schuld hat der, der sich verantworten muss.
     
  4. moebius

    moebius Well-Known Member

    Registriert seit:
    11. März 2009
    Beiträge:
    42.487
    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!


    Ich weiss zwar nicht, was Sie unter dem Stärkeren verstehen, aber Gerechtigkeit ist aus meiner unmaßgeblichen trans-zen-dental-fiesolophischen Perspektive ein rechts-philosophischer/ethischer Begriff, der zumindest nichts mit dem Recht des Stärkeren im physisch-biologischen Sinne zu tun hat, auch wenn der Begriff des Naturrechts zunächst an einen biologistischen Natur-Begriff denken lässt, was aber in der Geschichte des naturrechtlichen Fragens/Denkens wahrscheinlich nie der Fall war ...:dontknow:

    Vgl. dazu auch ausführlicher:

    Ernst BLOCH, Naturrecht und menschliche Würde und den folgenden Gedanken des Juristen Martin KRIELE:

    "So verschieden im einzelnen auch die Vorstellungen über die Gerechtigkeit sein mögen, sie alle lassen sich doch auf ein letztes Prinzip zurückführen, auf das Rechtsprinzip schlechthin, nämlich: Jeder Mensch hat gleichen Anspruch auf Freiheit und Würde. das ist der letzte Grundsatz des Naturrechts."

    Diese naturrechtlich-rechtsphilosophische Tradition ist beispielsweise in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im Deutschen Grundgesetz explizit verankert ...​
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Mai 2013
  5. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!

    Kein Wunder, dass insbesondere deutsche Politiker meistens schuldlos sind, weil sie die Schuld los sind, wenn sie auf die "mögliche" Zukunft ihrer Bürger setzen und diese "staatsanleihen ohne einen eigenen Geldstaat".

    Der gutgemeinte Rat - Halt dich 'staat' bekommt damit eine 'ganz gelassene' Bedeutung.....

    Also Johann Wilhelm, bleiben wir ruhig und stellen radikal real nüchtern fest:

    Selbst in der 'Philosophie der Schulden-Mathematik' wäre es doch zum Beispiel doppelt (nicht) möglich, auch nur ein einziges „wilhelm/tel“ als Berlus-Skonti-Rabatt von der Steuer abzusetzen.......

    ..........denn der Apfel (als zukünftiger 'Groschen') fällt nicht weit vom Stammbaum seiner Vorentscheidung (als ehemaliger 'Ver-Droschen')......

    Bernies Sage
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Mai 2013
  6. Johann Wilhelm

    Johann Wilhelm Well-Known Member

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    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!

    Unter dem Recht des Stärkeren verstehe ich die Etscheidungsgewalt durch Macht. Die Geschichte zeigt, dass sich dieses Recht immer durchgesetzt hat.

    Das ist dann wahrscheinlich auch mit Naturrecht gemeint, denn es ist ein Prinzip, das in der Natur so verankert ist.

    Jeder Mensch kann Ansprüche erheben, da die Menschen unterschiedlich sind, sind es auch die Ansprüche. Ein Naturrecht kann meiner Meinung nach, nur ein Recht sein, das aus der Natur abgelesen werden kann. In der Natur gilt das Recht des Stärkeren, dem sich der Schwächere fügen muss. Würde ist eine Eigenschaft, die Menschen zugeschrieben wird oder ein Gefühl. Was Menschen Menschen zuschreiben, ändert sich und Gefühle sind vergänglich.
    Wieviel Freiheit Menschen haben, hängt davon ab, wieviel ihnen von anderen gewährt wird und wieviel sie sich selbst geben. All das ist höchst unterschiedlich, also nicht gleich.
     
  7. QUIRL

    QUIRL New Member

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    Ort:
    Nähe Tübingen, D
    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!

    Nein, das Recht des Stärkeren ist die Voraussetzung für ein möglichst gerechtes Geben und Nehmen, das nie vollkommen sein darf und sein wird, weil Recht das Unrecht braucht, um überhaupt wahrgenommen werden zu können. Nur die Notwendigkeit anderer, die sich aus der Tatsache ergibt, daß nichts alleine existiert, macht das Recht des Stärkeren zu einer Pflicht, auch dem Schwächeren genug Recht einzuräumen, damit der Stärkere einen Partnern hat, den er für seine Existenz braucht.

    Die deutsche Bundesministerin der Justiz,
    Sabine Leutheusser-Schnarrenberger,
    im ZDF-Forum liebevoll "Leutberger-Schnatterhäusel" genannt,
    hat übrigens in ihrer Neujahransprache zum Jahr 2013 bekräftigt,
    daß Gerechtigkeit oberste Leitlinie
    politischen und juristischen Handels
    sei ...

    Doch für genug Gerechtigkeit bei der Rechtsprechung in einem Rechtsstaat muß schon der Einzelne sorgen, der sich deshalb nicht blind Juristen anvertrauen sollte.
     
  8. Johann Wilhelm

    Johann Wilhelm Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Ort:
    Österreich
    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!

    Was ist ein möglichst gerechtes Geben und Nehmen? Was gibt hierfür Orientierung und was legitmiert die Orientierungsquelle letztlich?
     
  9. Johann Wilhelm

    Johann Wilhelm Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Österreich
    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!

    Inwiefern ist Gerechtigkeit nicht das Recht des Stärkeren?
     
  10. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

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    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    AW: Rechtsstaat ohne Gerechtigkeit!

    Gute Frage, insofern es eine 'ausgleichende Gerechtigkeit' geben dürfte, die (Doppel-)Gegensinnlichkeiten zu erkennen erlauben gestatten, einerseits in der (instinktiven) Verstärkung des Zugleich und andererseits begleitet von der (impulsartigen) Schwächung des Abgleich.

    Bernies Sage
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Mai 2013
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