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Die Quellen des Seins

Re: @Joachim

Original geschrieben von Chaotin
Ich habe mich viele Jahre mit all dem auseinander gesetzt und habe mir meine Einstellungen dazu gebildet. Seit ich sie nicht nur in mir trage, sondern auch an dem, was ich im Leben erleben und erfahren darf anwende, merke ich immer wieder die Bestätigung dessen, was ich denke erkannt zu haben und das macht alles für mich sehr spannend.... so darf ich auch hier das, was ich erkannt habe, hier vervollkommnen oder falls es notwendig sein sollte, meine Erkenntnisse revidieren und andere daraus ziehen. Bis jetzt haben sie sich jedoch bestätigt das zeigt mir, daß ich gelernt und erfahren habe, dafür bin ich dankbar.

Hast du keine Zweifel? Oder anders gefragt: Ist es dir nicht unheimlich dauernd recht zu haben, obwohl so vieles gegen deine Einstellung spricht!

manfred aus gelsenkirchen
 
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Darauf möchte ich antworten, daß jeder Mensch seine Erfahrungen macht, aus denen er lernt. Demzufolge hat jeder Mensch auch seine eigene Einstellung, die keinesfalls der eines anderen gleichen kann, weil auch die Erfahrungen nicht gleich sind. Was für mich richtig erscheint, bedeutet nicht, es ist für einen anderen ebenso. Für mich ist es faszinierend die verschiedenen Einstellungen zu betrachten, um das, was ich glaube gelernt zu haben, für mich als Erkenntnis zu erfahren. Daß meine Erkenntnisse nicht die eines anderen sein können, darüber sind wir uns mit Sicherheit einig.

Aus meiner Sicht hat daher jeder recht aufgrund seiner Erkenntnisse, sie sind nur anders, deshalb aber nicht falsch - lediglich verschieden. Ich denke, es kommt darauf an, die Erkenntnisse eines jeden Menschen als die seinigen zu betrachten, ohne Bewertung.

Dazu möchte ich ein indianisches Sprichwort noch anführen, das sinngemäß besagt: Jemand sollte erst zwei Monde in den Moggasins eines anderen gelaufen sein, um über ihn urteilen zu können.

Keiner hat die Gefühle, das Wissen, die Sichtweise, die Erfahrungen und die Entwicklung eines anderen, deshalb hüte ich mich vor jeglichem Urteil und arbeite täglich daran, niemandem etwas abzusprechen, denn das stünde mir nicht zu, denn ich bin nicht er und er ist nicht ich. Ich achte so gut es mir möglich ist darauf, jedem seine Einstellungen zu lassen, unabhängig meiner eigenen, denn er kann sie nur selbst ändern aufgrund seiner Erfahrungen und das gilt ebenso für mich. Genau deshalb kann mir nichts unheimlich sein, sondern lediglich spiegeln, was ich für mich noch brauchen sollte.

LG - Chaotin -
 
Original geschrieben von Chaotin
Aus meiner Sicht hat daher jeder recht aufgrund seiner Erkenntnisse, sie sind nur anders, deshalb aber nicht falsch - lediglich verschieden. Ich denke, es kommt darauf an, die Erkenntnisse eines jeden Menschen als die seinigen zu betrachten, ohne Bewertung.
Genau deshalb kann mir nichts unheimlich sein, sondern lediglich spiegeln, was ich für mich noch brauchen sollte.

Verehrte Gesprächspartnerin,

es handelt sich ebenfalls um ein Urteil, wenn man kein Urteil spricht. Die damit verbundene Aussage heißt: Alle haben gleich recht und gleich unrecht, alles ist beliebig auf beliebiger Erfahrung, .... und alles dient dem einzigen Zweck, Ihnen etwas zu liefern, was Sie brauchen können. Dabei ist Ihnen völlig egal, Werte in ihrem An-Sich-Sein zu erforschen, es geht Ihnen nur um Ihre eigene Bestätigung. Ich möchte aber nicht instrumentalisiert werden, ich bin kein Spiegel, den Sie für ihre narzistischen geistigen Selbstbefriedigungsübungen benutzen! Nein, danke!

mwirthgen
 
Selbsterkenntnis

Original geschrieben von Chaotin
*lächel* jeder ist Spiegel eines anderen, wie sonst will man sich erkennen?


Veehrte Chaotin,

mir ist es noch nie so ergangen, dass ich mich im anderen erkenne, ich muss dazu immer in mich selbst gehen. Und ich denke, es liegt daran, dass der andere von mir verschieden ist. Aber eben auch ein Individuum und deshalb keine spiegelfähige Oberfläche.

manni
 
Irrtum

Hallo Manfred,

das ist ein großer Irrtum. Mehr als in allem anderen wird einem deutlich, wer man ist und wie man ist, in den Reaktionen der Mitmenschen, sogar schon in den Reaktionen der Hauskatze ( wenn man denn eine hat *g* ).

Viele Grüße

Joachim
 
@mwirthgen

Einen schönen guten Morgen,

na da kann ich Dich nur beglückwünschen, wenn Du Dir selbst genug bist und keine anderen Menschen brauchst, die Dir zeigen, wer und was Du bist. Ein so vollkommener Mensch sollte, so man an Gott glaubt, bei ihm sein und seinen Platz auf der Erde frei machen für die, die noch zu lernen haben.

Ich bin dankbar dafür, daß ein anderer mir sagt, was ihm an mir nicht gefällt, denn das spiegelt mir das, was ich ihm ausgesandt hatte. Nur durch seine Worte kann ich es erkennen. Ob ich es für mich annehmen kann oder nicht, das obliegt meiner Entscheidung.

@Joachim

Dem stimme ich zu, denn auch Tiere schließe ich nicht dabei aus aufgrund Erfahrungen im eigenen Leben, denn Dank meines Hundes lebe ich noch, der mir die Gefahr spiegelte, in der ich mich einmal befand.


LG - Chaotin -
 
Re: Re: @Joachim

....................................aber vielleicht denke ich auch nur eindimensional.






hi,joachim!
is ja ein hammer!
<eindimensional denken>.......klingt spannend!
wie geht das?
bitte um info.werner
:cool: :cool:boahhhh.....................
 
Der eindimensionale Mensch...

...ist der Titel eines Buches von Herbert Marcuse.

Wie das geht? Als ob Du das nicht wüsstest :D

Viele Grüße

Joachim
 
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Original geschrieben von Chaotin
............................deshalb kann mir nichts unheimlich sein, sondern lediglich spiegeln, was ich für mich noch brauchen sollte.



erin schöner, ja:anmutiger meta-physischer gedanke.....die sublimierung des <unheimlichen> in eine rekursive funktion....gefällt mir gut..........lg,werner
 
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