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Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne

AW: Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne

Zitat:
Zitat von Roman70
negerkinderpäppelnd-tränendrüsendrückenden, öko-kerzerlschluckenden und humorlos-nazikeulenschwingenden Nestbeschmutzer-Gutmenschenweichereiervolltrotteln betrieben wird. (Letzteres zur Demonstration, dass es supereinfach ist, solche diffamierenden Wortungetüme zusammenzubasteln - das kann jeder


Ja, sogar du, wie du eindrucksvoll bewiesen hast!

Das war ja GERADE mein Punkt! Ich KÖNNTE das natürlich auch, ich find' sowas aber BLÖÖÖÖÖD!

Zitat von Roman70
Verdammt, von wegen "kurz", das war jetzt echt wieder eine sinnlose Fleißaufgabe, ich weiß...


Nein, das war keine sinnlose Fleißaufgabe, du hast einfach nur deinen in dir aufgestauten Ärger über mich abgebaut, und das ist gut so.

Nein, das ist NICHT gut so, denn zumindest ICH bin nicht der Meinung, dass das Internet jener Ort sein soll, wo Menschen im Schutze der (vermeintlichen!) Anonymität Verbalinjurien austauschen, die sie sich wohl in einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht NICHT auszusprechen getrauen würden. Ich lese solche Foren, um die Gedanken anderer Menschen kennenzulernen, und nicht deren Kreativität bei der Beleidigung und Herabsetzung Andersdenkender. "Netiquette"?!

Insofern danke für den Schwenk zu deinen biografischen Anmerkungen. Da ich kein Mitglied der Grünpartei bin, fühle ich mich nicht berufen, für sie zu sprechen; aber dass sie sich mittlerweile (in Österreich und Deutschland) zu einer linksliberalen Partei entwickelt hat, für Menschen denen die FDP zu neoliberal, die CDU/ÖVP zu verzopft und die Sozis zu strukturkonservativ sind (jetzt mal sehr schematisch schubladisiert), finde ich sehr positiv. Ja sicher, sie sind nicht mehr die Ökopartei der 80er Jahre, aber wären sie das geblieben, gäbe es sie längst nicht mehr - weil wir heutzutage doch alle IRGENDWIE grün sind, nichtwahr - in Österreich sind seit Tschernobyl ja sämtliche Parteien Gegner der Atomenergie, DA kann man sich also nicht mehr positionieren/profilieren. Auch insofern fand ich diesen Thread recht interessant, weil diese Energie-Diskussion in der Schweiz offenbar ganz anders läuft! (Hätte gerne mehr dazu erfahren...) - Mit einer monothematischen Politik mögen zwar NPD und FPÖ erfolgreich sein (an ALLEM sind die Ausländer schuld, und wenn nicht die Ausländer, dann "die in Brüssel"), das würde für die Grünen mit dem Thema Umweltpolitik aber sicher nicht (mehr) funktionieren.

Dein Verweis auf Eibl-Eibesfeldt führt mich dann wieder zurück auf jene Frage, die ich dir schon mehrfach gestellt habe: was KONKRET empfiehlst du uns denn nun, auf der Basis eines solchen Biologismus, zu tun? Atomkraftwerke zusperren, Banken zusperren, Supermärkte zusperren, Grenzen dichtmachen, Welthandel einstellen, "zurück auf die Bäume, ihr Affen"..., stellst du dir eine radikale Gesellschaftsveränderung in diese Richtung vor? Mit der Beschimpfung von Menschen, die Schulen in Afrika bauen (um bei dieser typischen "Gutmenschen-Tätigkeit" zu bleiben), wird ja noch nix besser... Zumindest also mal eine klitzekleine Andeutung einer Ahnung vom Zipfelchen einer umsetzbaren Strategie, sei es regional/national/global, ganz gleich, irgend ein konstruktiver Gedanke, ja...??? (Denn womöglich bist du ja der bessere "Sozialutopist"?)

Grüße,
Roman

(Ach ja, auch zu mir eine biografische Anmerkung: ich kam nach meiner Geburt für eine Weile in den Brutkasten - wenn es nach den Kriterien einer "natürlichen Auslese" ginge, gäbe es mich also wahrscheinlich schon lange nicht mehr...)
 
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AW: Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne

... in Österreich sind seit Tschernobyl ja sämtliche Parteien Gegner der Atomenergie, DA kann man sich also nicht mehr positionieren/profilieren. Auch insofern fand ich diesen Thread recht interessant, weil diese Energie-Diskussion in der Schweiz offenbar ganz anders läuft! (Hätte gerne mehr dazu erfahren...)

Hallo Roman,

wenn du etwas mehr über die aktuelle Energiepolitik in der Schweiz erfahren möchtest, so empfehle ich dir den Thread "nur die Kernenergie ..." im Unterforum "Wissenschaft & Technik" und dort insbesondere den Beitrag #194 vom 22.02.2007, aber nicht, weil er von mir stammt -grins.

https://www.denkforum.at/forum/showthread.php?p=129518&highlight=Schweiz#post129518

Gruss
Hartmut
 
AW: Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne

Danke, Hartmut, für den Hinweis, das werd ich gleich mal nachlesen!
 
AW: Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne

S.g. Roman70.

Um die Sache etwas zu deeskalieren lassen und dir Möglichkeit zu geben wieder eine normale Herzfrequenz und normalen Blutdruck zu bekommen, und weil ich der größere und schwerere von uns beiden bin, werde ich bis auf weiteres auf deine Beiträge zu diesem Thema nicht mehr Antworten.

P.S. Ich bin auch zwei Wochen zu früh auf die Welt gekommen, Gott sei Dank, den ich hatte ein Geburtsgewicht von fast 4 Kilogramm.

L.G. Belair57
 
AW: Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne

Meiner Meinung nach ist die Ursache für das aktuelle Ernährungsproblem die Finanzkrise und nicht der Biosprit. Dass jetzt allerorten der Biosprit verteufelt wird, ist eine Propagandaaktion der Öl-Industrie. Ja klingt nach Verschwörungstheorie, es ist aber offensichtlich, man muss nur die Augen aufmachen.

Abgesehen vom Biosprit gibt es übrigens noch weitere Industriezweige, die nachwachsende Rohstoffe verwenden. Neulich hab ich einen Bericht gesehen, wo eine Firma aus Mais ein plasikartiges Material herstellt, sogar durchsichtig, als Ersatz für Plastik.

Ach, und noch ein Punkt: schaut Euch mal Brasilien an. Die verwenden zu ca. 70% Biosprit. Und haben deswegen auch nicht mehr Hunger als sonst.
 
AW: Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne

Nebenbei erwähnt...

Erlaubt mir bitte einige Worte zu schreiben, die nicht direkt mit dem Problem des Welthungers zutun haben, sondern mit dem Direktor des IWF, Dominique Strauss Kahn.

Der ehemalige Minister für Wirtschaft, Finanzen und Industrie (1997-1999) in der Regierung von Lionel Jospin, unterlag bei den Wahlen zum Präsidentschaftskandidaten der Sozialisten im Jahre 2007, Ségolène Royal.
Wie viele andere auch, betrachtete ich damals diese Niederlage als einerseits unbegreiflich, aber auch als eine gravierende, mit ernsthaften Konsequenzen verbundene Fehlentscheidung der Wähler.

Heute erweist es sich als ein wahres Glück, dass dieser kompetente Wirtschaftsexperte dadurch frei war um in November 2007 zum Direktor des IWF ernannt zu werden. Für diesen wichtigen Posten wurde er übrigens von Nicolas Sarkozy vorgeschlagen - für mich etwas ungewöhnlich, dass ich dies hier erwähne, es sind die ersten "netten" Worte über den aktuellen Präsidenten Frankreichs die ich ausspreche oder schreibe.
 
AW: Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne

Übrigens auch nebenbei erwähnt, man sollte sich ins Bewusstsein rufen, dass der IWF und die Weltbank die treibenden Kräfte waren und sind, wenn es darum ging, in irgendwelchen Entwicklungsländern ganze Branchen zu privatisieren, aus wenig Schulden mehr Schulden zu machen und für kräftige Profite der internationalen Konzerne zu sorgen.

Die Länder in denen es wieder ein wenig bergauf geht, sind genau jene, die den IWF rausgeworfen haben. Venezuela zum Beispiel.

Ich empfinde es als zynisch, wenn gerade der IWF daherkommt und die Hungersnot beklagt, die er selbst maßgeblich mit verursacht hat.
 
AW: Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne

zum Titel und etwas - vielleicht - off topic

Übrigens auch nebenbei erwähnt, man sollte sich ins Bewusstsein rufen, dass der IWF und die Weltbank die treibenden Kräfte waren und sind, wenn es darum ging, in irgendwelchen Entwicklungsländern ganze Branchen zu privatisieren, aus wenig Schulden mehr Schulden zu machen und für kräftige Profite der internationalen Konzerne zu sorgen.

Die Länder in denen es wieder ein wenig bergauf geht, sind genau jene, die den IWF rausgeworfen haben. Venezuela zum Beispiel.

Ich empfinde es als zynisch, wenn gerade der IWF daherkommt und die Hungersnot beklagt, die er selbst maßgeblich mit verursacht hat.

Hi xcrypto,

nun, da stimme ich mit dir überein.
Aber wen interessiert schon die Wahrheit ? wer interessiert sich schon für die Verflechtungen von Wirtschaft und Politik ?
Wer will schon gerne genauer wissen (oder annähernd genau) ?

Weil das würde nämlich einschließen:
unsere europäische Seele wird dabei nicht massiert
und
wir sind sehr wohl daran mitbeteiligt.
Das will sicherlich niemand gerne hören/lesen.

Was gerne gehört/gelesen wird:
wir haben nichts damit zu tun,
die, die arm sind, sind halt alle dumm und unfähig, bekommen zuviele Kinder
und
sind daher auch selber schuld, weil,
ja weil die Industriestaaten "zahlen doch alle eh so viel für diese armen Länder",
weil "sie erlassen denen doch eh so oft ihre Schulden"

Ach wie gut sind doch die Industriestaaten.

In der Bücherecke sind einige von mit hineingestellte diesbezügliche Lesequellen. Es gibt natürlich noch mehr.
Wer daran Interesse hat, möge sie lesen.

sartchi
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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AW: Das wachsende Problem des Welthungers - und die Biosprit-Pläne


:dontknow:
"Bauernhöfe mitten in der Großstadt
- lässt sich so das weltweite Hungerproblem lösen?"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,773724,00.html

Es gibt nur eine Lösung für das Hungerproblem, die Beschränkung der Weltbevölkerung auf die während einer "kleinen Eiszeit" weltweit ernährbare Menge an Menschen.
Im 14.Jh. konnte man in Europa von zuvor 75 Mio. nur noch knapp 20 Mio ernähren.
Diese Zahlen müssen auf heutige Produktionsverhältnisse umgerechnet werden. Jedoch ist dabei auch an einen industriellen Zusammenbruch von Strukturen in einer kleinen Eiszeit zu denken, wenn die Bevölkerungsverteilung und Versorgung durch die Industrie infolge Chaos zusammenbricht, weil es zu Kannibalismus und Hungerrevolten beim Überlebenskampf der Menschen kommt.
Es ist deshalb besonders wichtig vorher eine Bevölkerungspolitik zu betreiben die die ernährbare Menschenanzahl sicherstellt; ansonsten werden einzig und allein die Stärkeren überleben. Wer nicht erfoderlich ist wird im Überlebenskampf der Menschen dem Kannibalismus zum Opfer fallen oder von ihnen ausgemerzt werden. Das Mögliche und Notwendige sicherzustellen wird dann einzig von Interesse sein. Übervölkerte Regionen werden ansonsten andere Regionen überfallen, was zur Zerstörung von Ernährungsstrukturen führt und das Elend erhöht. Schlimmste Folgen wären zB. Zusammenbruch der industriellen Landwirtschaft, der Düngemittelindustrie und der für diese Bereiche produzierenden Industrie (Stahl, Traktoren, Nahrungsmitteltechnik etc. pp.).
Alle Wissenschaft ist nichts wert wenn es diese Probleme nicht lösen kann.
 
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