AW: Angst vor der Beziehungswahrheit
Wie der heutige Mann verdrängt? Indem er sich fest einredet: Was die Frauen angeht, da bin ich nicht so, wie all die andern Männer sind. Und somit ist er dann der alternative Mann, da sie als Frau einen richtigen, der Stimmung in die Bude bringt und den sie somit (heraus aus ihrer Angst vor aufkommender Langeweile) niemals anerkennen würde, nicht haben kann. Ich hoffe, dass er weiß, was er tut, der alternative Mann, und vor allem, dass er sich nicht beklagt, wenn er es vor Depressionen nicht mehr aushalten kann. Die Depressionsverbreitung in der Männerwelt zeigt uns somit an, dass es den Mann (geboren in der Fantasie vorwurfsvoller Frauen, die die Langeweile fürchten), den diese Männer nicht verkörpern wollen, eine ausgestorbene Spezies ist, oder es ihn, als ein Fantasieprodukt, überhaupt nicht geben kann. Also ihr Frauen, hängt an dem, was ihr da so in eurer Fantasie kritisiert, unter dem Motto: „Typisch Mann!“ nicht etwas zu viel Wunschvorstellung von euch dran, und ihr somit, notgedrungen, euren alternativen Kumpel erkennt an, der sich immer wundert, dass ihr euch bei ihm ausheult, aber er niemals bei euch landen kann. Was soll sie auch mit so einem, er ist ja gar kein richtiger Mann, ein richtiger wäre der, der ihr Antworten auf ihre Lebensfragen geben kann, auch dann, wenn sie ihn dabei, des öfteren, schief schaut an, da sie so viel Wahrheit nicht auf Anhieb vertragen kann.
Die wahre Frau kann nur eines von einem Mann haben wollen, nämlich die Reifung (entgegen dem Alterungsprozess) und den logisch aufgezeigten Weg zur Unsterblichkeit, durch seinen klärenden Geist, der sie auch endlich auf ihre unsterbliche Verbindungslust, die sie noch niemals wirklich herausgefunden hat, hinweist. Alles andere, was er ihr diesbezüglich als Alternative dazu anbietet (wegen seiner geistigen Unfähigkeit), wird sie von Grund auf ablehnen, auch wenn sie ihm gegenüber, zum Trost (= hinwegtröstend über seine Unfähigkeit) und aus Rücksichtnahme, anderes verlauten lässt. Ja dieser ganze Umstand ihn mächtig stresst, dass sie, bemitleidend vor ihm auftritt, und niemals die Wahrheit über ihren Anspruch aus sich heraus lässt.
Wegen ihrem Gefühl, dass sie von dem alternativen Mann einfach nicht geliebt werden kann, ist jeder Mann, für sie ein austauschbarer Mann. Und die Folge ist sodann: Weil Männer, von ihrer praktischen Dienstleistung her, austauschbar sind, deswegen wollen Frauen, immer mehr, etwas Besonderes sein, und lassen sich somit, immer weniger, auf die Dienstleistung gegenüber einem Mann ein.
Wir leben im Materialismus des Matriarchats, in dem die Männer ständig dazu aufgerufen sind den Frauen ihre Liebe zu beweisen, bis die Frauen dann die Nase von den Männern voll haben, die da glauben, ihnen ständig etwas beweisen zu müssen (nein, diese gehören nicht mehr zu ihren Genüssen). Wobei die Frauen sich ganz natürlich sagen: „Für wen stellt er sich eigentlich, als dummer Mann, so an, gerade so, als ob er mehr als eine Frau kann?“ Und somit liegt sein Liebesbeweis bei ihr auf Eis, und das macht ihn innerlich, heimlich bis unheimlich, heiß, wobei er sich aus kalt und heiß (dem Wechselbad der Gefühle) einfach nicht mehr herauszuretten weiß. Dieser Umstand ist nun aber sein Weg zum erregt verunsicherten Tattergreis, schuld ist der fehlgeschlagene Liebesbeweis. Doch alles kehrt sich nun eben einmal um, denn sie pflegt ihn jetzt direkt ins Grab hinein, und das ist doch gar nicht mal so schlecht, denn ihr notgedrungener Liebesbeweis, er ist vom Resultat her, unfehlbar gerecht. Ja, jeder Liebesbeweis hat eben nun mal seinen Preis.
Der Mensch ist zumeist froh über das, was er hinter sich gebracht hat. Doch ab einem gewissen Zeitpunkt hat er nur noch Angst vor dem, was er, aller Voraussicht nach, noch vor sich hat, immer handlungsunfähiger werdend, will er dann nur noch genüsslich verdrängen, ja er hat das Leben satt. Ist es somit der Zombiemensch, der auf Erden fußgefasst hat? Ja wir sind, durch den wahren Geist, wiederzuerweckende Systemleichen, und haben gelernt, nachdem was all die Lästigen von uns wollen, wie man es anstellt, dass sie uns alle nicht mehr erreichen.
Ich bin zu, und du?
Und nun ist von mir Kritik erwünscht, von jeder emanzipierten Frau, die das, was ich hier sage, als groben Unfug abtun kann, denn schließlich kennt sie ja nur den naiven bzw. den alternativen (= alter-na-tiven = Alter-nah-tiefen = Alter, welches ihr naht, vertieft) Mann, der alles als richtig bestätigt, was sie (aus ihrem verdauenden Bauchgefühl heraus) sagt, und sich innerlich darüber aufregt, dass er nicht bei ihr landen kann.
beziehungsWEISE