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Wozu Monogamie?

nun, zur bigamie bzw polygamie unter der informationssperre gegenüber den partnern zu anderen partnern bin ich als bekennender wahrheitstrampel nicht fähig , insbesondere die seelische offenheit und vertrautheit ist mir das wesentliche einer beziehung, die sexualität verstehe ich eher als mystisches ritual was diesen "vertrag" zwischen zwei menschen immer wieder bestätigt und erneuert. gibt es da probleme so ist es meist ein spiegel zu den strukturellen problemen in der beziehung. viele beziehungen dagegen sind auf bestimmter weise so gut wie gar keine beziehung ... eher unterhaltung . ich habe die erfahrung gemacht dass ich sehr darunter leide wenn meine partnerin in polyamorischer weise diese rituale mit anderen männern teilt. so betrachte ich auch die besitzrechte an meine partnerin als meinen wichtigsten besitz , die sprache und dass mein gibt dies ja klar wieder. (wobei ich hier strikt differenziete zum eigentum, jeder ist sein eigener eigner und kann autonom die besitzrechte verleihen und wieder einziehen).
umgekehrt unterstell ich meiner partnerin ebenfalls das sie ähnlich leidet in umgekehrter situation. das gibt mir meine empathie klar vor. einen menschen welchen ich liebe will ich beglücken aber nicht verletzen und quell seines leides sein. bedingt durch diese gegenseitige beeinflussungen der einzelnenbeziehungen halte ich polyamorienach eigenen konkreten erfahrungen nur für temporär möglich. für eine stabile beziehungsstruktur taugt es ähnlich wenig wie ein drei körpersystem in der physik....
 
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nun, zur bigamie bzw polygamie unter der informationssperre gegenüber den partnern zu anderen partnern bin ich als bekennender wahrheitstrampel nicht fähig , insbesondere die seelische offenheit und vertrautheit ist mir das wesentliche einer beziehung, die sexualität verstehe ich eher als mystisches ritual was diesen "vertrag" zwischen zwei menschen immer wieder bestätigt und erneuert. gibt es da probleme so ist es meist ein spiegel zu den strukturellen problemen in der beziehung. viele beziehungen dagegen sind auf bestimmter weise so gut wie gar keine beziehung ... eher unterhaltung . ich habe die erfahrung gemacht dass ich sehr darunter leide wenn meine partnerin in polyamorischer weise diese rituale mit anderen männern teilt. so betrachte ich auch die besitzrechte an meine partnerin als meinen wichtigsten besitz , die sprache und dass mein gibt dies ja klar wieder. (wobei ich hier strikt differenziete zum eigentum, jeder ist sein eigener eigner und kann autonom die besitzrechte verleihen und wieder einziehen).
umgekehrt unterstell ich meiner partnerin ebenfalls das sie ähnlich leidet in umgekehrter situation. das gibt mir meine empathie klar vor. einen menschen welchen ich liebe will ich beglücken aber nicht verletzen und quell seines leides sein. bedingt durch diese gegenseitige beeinflussungen der einzelnenbeziehungen halte ich polyamorienach eigenen konkreten erfahrungen nur für temporär möglich. für eine stabile beziehungsstruktur taugt es ähnlich wenig wie ein drei körpersystem in der physik...
Ich finde mich in fast allem wieder, was du hier schreibst.
Dennoch habe ich mir selbst schon mal die Frage gestellt, ob ein derartiger Besitzanspruch nicht doch weniger Ausdruck einer besonderen Beziehung, als vielmehr ein Zeichen ist, dass man mit sich selbst nicht zu 100% im Reinen ist bzw. nicht vollständige Selbstsicherheit genießt und in der Folge - unbewusst - durch diesen Ausdruck von Besitz in Form von einer derartigen monogamen Vereinbarung etwas mehr Sicherheit gewinnen will gegenüber der vielfachen gleichgeschlechtlichen Konkurrenz.
 
Ich finde mich in fast allem wieder, was du hier schreibst.
Dennoch habe ich mir selbst schon mal die Frage gestellt, ob ein derartiger Besitzanspruch nicht doch weniger Ausdruck einer besonderen Beziehung, als vielmehr ein Zeichen ist, dass man mit sich selbst nicht zu 100% im Reinen ist bzw. nicht vollständige Selbstsicherheit genießt und in der Folge - unbewusst - durch diesen Ausdruck von Besitz in Form von einer derartigen monogamen Vereinbarung etwas mehr Sicherheit gewinnen will gegenüber der vielfachen gleichgeschlechtlichen Konkurrenz.
ja klar - wäre ich mit mir selbst so wie ich bin völlig zufrieden so würde ich weder beziehungen noch sonstigen besitz benötigen oder anstreben.... da ich trotzdem danach strebe werde ich wohl nicht mit mir alleine völlig zufrieden sein. ich hatte ja hier in den letzten tagen schon von platons symposium und der rede der diotima berichtet wonach der eros als hässlicher mangel bzw unvollständiges nach den schönen als vervollkomnung langt.... und klar bin ich in sorge um meinen wertvollen besitz - daher achte und pflege ich ihn... ein narr wer es nicht täte.. als hinweis - als alter linker habe ich über dieses thema schon gamz amders geschrieben - aber das war eine selbstverleugnung und schlichtweg falsch mit bitterer erfahrung...
 
ja klar - wäre ich mit mir selbst so wie ich bin völlig zufrieden so würde ich weder beziehungen noch sonstigen besitz benötigen oder anstreben.... da ich trotzdem danach strebe werde ich wohl nicht mit mir alleine völlig zufrieden sein. ich hatte ja hier in den letzten tagen schon von platons symposium und der rede der diotima berichtet wonach der eros als hässlicher mangel bzw unvollständiges nach den schönen als vervollkomnung langt.... und klar bin ich in sorge um meinen wertvollen besitz - daher achte und pflege ich ihn... ein narr wer es nicht täte.. als hinweis - als alter linker habe ich über dieses thema schon gamz amders geschrieben - aber das war eine selbstverleugnung und schlichtweg falsch mit bitterer erfahrung...

Und nun willst du dich als neuer Rechter beweisen mit einer süßen Erfahrung?
 
Und nun willst du dich als neuer Rechter beweisen mit einer süßen Erfahrung?
wenn dies für dich den unterschied zwischen rechts und links definiert dann wird es wohl für dich so sein. http://www.n-tv.de/panorama/Die-freie-Liebe-tat-oft-ziemlich-weh-article14554251.html
besitz impliziert für mich in erster linie verantwortung für etwas zu übernehmen. ich differenziere hier nochmals vom privateigentum. dies sind auch cafe to go becher welche nach genuss sorglos ihres status enthoben in die gegend geworfen werden. zusammen mit work and go und love to go ist es heute kein indiz linker gesinnung mehr. dazwischen gab es noch eine ökologische revolution welche das prinzip verantwortung in die welt brachte....
 
Für diese Diskussion werde ich mich mal nach einer halben Ewigkeit mal wieder beteiligen.

Ich glaube nicht an Besitzdenken in der Liebe, sondern an Freiheit, ich will auch nicht, dass jemand für mich verantwortlich ist, das bin ich für mich. Die einzige Ausnahme sind hier Kinder, für die man deshalb verantwortlich ist, weil man sie ohne zu fragen, gezeugt und (die Frau) geboren hat.

Die Monogamie ist für mich ebenso wie die Polygamie eine mögliche Beziehungsform. Wofür man sich entscheidet, wird von der eigenen Persönlichkeit abhängig sein und natürlich auch in welchem Kulturkreis man sich befindet, wie überhaupt die Möglichkeiten zur Entfaltung sind. Wertvorstellungen werden ja auch immer maßgeblich dadurch beeinflusst, wo man aufwächst, was man von außen erfährt und ob gewisse Freiräume überhaupt gegeben sind oder nicht.
Manche Menschen sind ein Leben lang glücklich damit, wenn sie einen Menschen lieben und von diesem Menschen wieder geliebt werden. Sie finden darin seelisch und körperlich ihre Erfüllung. Für die passt Monogamie. Andere hingegen spüren in sich die Anlage, dass sie mehrere Menschen lieben können und wollen und ebenso in der Sexualität dadurch eine Erweiterung erfahren. Für diese gibt es weder den von Earl Grey beschriebenen Schmerz, noch ein daraus resultierendes Leid, sondern sie erfahren die Liebe und das Begehren zu mehreren Menschen als eine zu ihnen gehörige Facette.

Für mich gibt es da kein "falsch" oder "richtig", sondern man sollte vorwiegend erkennen, wie man leben und lieben will und das dann so machen, wie es für einen passt und sich gut und richtig anfühlt.
Im Alter verschieben sich diese Wertigkeiten sicherlich auch mal wieder, mit 70 stelle ich mir Polygamie eher mühsam vor, schon alleine weil die Energie, die man dann zur Verfügung hat, eine recht überschaubare geworden ist.
 
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Für diese Diskussion werde ich mich mal nach einer halben Ewigkeit mal wieder beteiligen.

Ich glaube nicht an Besitzdenken in der Liebe, sondern an Freiheit, ich will auch nicht, dass jemand für mich verantwortlich ist, das bin ich für mich. Die einzige Ausnahme sind hier Kinder, für die man deshalb verantwortlich ist, weil man sie ohne zu fragen, gezeugt und (die Frau) geboren hat.

Die Monogamie ist für mich ebenso wie die Polygamie eine mögliche Beziehungsform. Wofür man sich entscheidet, wird von der eigenen Persönlichkeit abhängig sein und natürlich auch in welchem Kulturkreis man sich befindet, wie überhaupt die Möglichkeiten zur Entfaltung sind. Wertvorstellungen werden ja auch immer maßgeblich dadurch beeinflusst, wo man aufwächst, was man von außen erfährt und ob gewisse Freiräume überhaupt gegeben sind oder nicht.
Manche Menschen sind ein Leben lang glücklich damit, wenn sie einen Menschen lieben und von diesem Menschen wieder geliebt werden. Sie finden darin seelisch und körperlich ihre Erfüllung. Für die passt Monogamie. Andere hingegen spüren in sich die Anlage, dass sie mehrere Menschen lieben können und wollen und ebenso in der Sexualität dadurch eine Erweiterung erfahren. Für diese gibt es weder den von Earl Grey beschriebenen Schmerz, noch ein daraus resultierendes Leid, sondern sie erfahren die Liebe und das Begehren zu mehreren Menschen als eine zu ihnen gehörige Facette.

Für mich gibt es da kein "falsch" oder "richtig", sondern man sollte vorwiegend erkennen, wie man leben und lieben will und das dann so machen, wie es für einen passt und sich gut und richtig anfühlt.
Im Alter verschieben sich diese Wertigkeiten sicherlich auch mal wieder, mit 70 stelle ich mir Polygamie eher mühsam vor, schon alleine weil die Energie, die man dann zur Verfügung hat, eine recht überschaubare geworden ist.
Auch hier zeigt sich mal wieder das begriffe je nach anwender völlig untrschiedlich aufgefasst und verwendet werden....
ich sprach vom besitz der beziehung für welche ich verantwortlich bin nicht vom besitz des beziehuhgspartners. Inwiefern und ob ich menschen oder tiere als meinen besitz betrachte ist erstmal ein anderes thema welches ich allerdings ähnlich betrachte.
und spätesten wenn du demnächst zb in einem cafe vergeblich auf zuständiges servicepersonal wartest wirst du deine einstellung schon ändern. ebenso fallst du mal verunfallt irgendwo liegst und alle deine mitmenschen frei jeglicher verantwortung dir gegenüber nett grüssend vorbeifahren...... verantwortlich einer sache oder wesen gegenübeber heisst eben nicht das man dieses bestimmt sondern im auge behält sich für dessen wohl mit zuständig hält. konkret heisst es das man kinder zur freiheit erzieht und tiere welche in die eigene obhut geraten sind bald möglichst wieder auswildert.
die menschliche fähig zum mitfühlenund kooperationsfähigkeit iat genau das was uns zu das gemacht hat was wir sind.
natürlich sind polygamie , polyamorie, monagamie wie auch nihigamie usw alles mögliche sexualformen - sonst würde es sie ja nicht geben ..... ich sprach lediglich von meinen eigenen diesbezüglichen erfahrungen und empfindungen. alles beziehungsarten ist möglich und sollte bei bedürftigkeit auch probiert und gelebt werden vorrausgesetzt dass man partner findet die aus freien entschlüssen dazu geneigt sind mitzumachen. Allerdings kenne ich persönlich keine Menschen welche dies auf längere Zeit mit Glücksgewinn getan haben ...... die es irgendwann abgebrochen haben dagegen schon...
 
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