• Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Überall Zukunftsängste

Werbung:
AW: Überall Zukunftsängste

Ich wünsche einen schönen guten Morgen,

Wenn man völlig wach ist, das heißt nicht geistig verschlafen, ist zu bemerken, wie sich Pessimismus und Ängste zunehmend verbreiten. Sicher, man muss zuerst die allgemeine Weltsituation einbeziehen. Das sind Klimawandel, kriegerische Auseinandersetzungen, Kriminalität, Verwahrlosung und vieles mehr. Aber obwohl es gilt, Maßnahmen zu ergreifen und vieles dagegen zu tun, geht es nicht allein darum, latente Ängste auszuräumen. Mut wird selten durch Notmaßnahmen geweckt.

Mut ist eigentümlich: Er hängt mit Tröstung zusammen. Zudem ist er individuell höchst verschieden gelagert.

Manche Menschen verlieren nie ihren Mut, kennen kaum Furcht und Angst. Anderen Menschen dagegen ist Furcht und Angst gewissermaßen in die Wiege gelegt, begleitet sie ständig, ist ein Wesenszug. Nicht selten ist jemand (unabhängig vom Geschlecht) der geborene Angsthase und nicht selten verbirgt sich hinter einer tollen Gestalt ein Waschweib, und hinter einer unscheinbaren Natur eine gewaltige Mutgröße.

Merkwürdig ist nur: Angst, Furcht und Pessimismus teilen sich viel leichter und stärker mit als unverwüstlicher Mut, besonders dann, wenn dieser noch nicht ausgeprägt ist. Jeder Mensch schwankt zwischen innerer Zuversicht und Verzagtheit. Angst, Furcht und Pessimismus sind nur die ganz stark ausgeprägten Formen innerer Verzagtheit, und diese lässt sich bekämpfen. Muss sogar bekämpft werden.

Meiner Meinung nach ist es hier besonders hilfreich, wenn sich ein Mensch innere Tröstung durch religiösen Glauben und spirituell positive Inhalte aufbauen kann. Positiv ist Gottglaube, negativ die „erkenntnistheoretische Erkenntnis“, dass er nicht relevant sei. Das ist so, wie wenn man nicht auf ein Gesamtes oder die Ökologie der Natur eingehen würde.

Liebe Grüße - reinwiel
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Überall Zukunftsängste

Meiner Meinung nach ist es hier besonders hilfreich, wenn sich ein Mensch innere Tröstung durch religiösen Glauben und spirituell positive Inhalte aufbauen kann. Positiv ist Gottglaube, negativ die „erkenntnistheoretische Erkenntnis“, dass er nicht relevant sei.

Gottesvorstellung als Trostmechanismus, na gut. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass man da einer Einbildung aufsitzt.
Dass diese trotzdem seelisch wirksam sein kann, ist unbestritten - es gibt ja auch einen Placebo-Effekt.
Erkenntnistheoretisch bleibt Gott jedenfalls unötig.

Das ist so, wie wenn man nicht auf ein Gesamtes oder die Ökologie der Natur eingehen würde.

Dieser Vergleich ist unzulässig, denn dass Ökologie bzw. "Naturgesamtheit" existieren, kann man sich im Freien leicht klarmachen. Für Gott gilt das nicht, er ist bestenfalls eine unbewiesene Hypothese.

LG, pispezi :zauberer2
 
AW: Überall Zukunftsängste

In der Wortwahl: "Erkenntnistheoritsch bleibt Gott jedenfalls unnötig" und zuvor "Für Gott gilt das nicht, er ist bestenfalls eine unbewiesene Hypothese" klingt durch, als liege darin absolute Objektivität, die letzt mögliche Wahrheit, unumstößlich. Unumstößlich ist das alles nur so lange, bis etwas Anderes an seine Stelle tritt.

Es kommt darin nur ein höchst subjektives Dafürhalten zum Ausdruck, auch wenn sich in diesem Dafürhalten massenhaft viele Menschen befinden. Es ist deswegen nicht überzeugender oder zielführender, gerade dann nicht, wenn man seine Meinung objektiv klingend so stützen muss: "Es ist (aber) sehr wahrscheinlich, dass man da einer Einbildung aufsitzt".

Geht in Ordnung, dass ich unter diesen Vorzeichen als leichtfüßiger Schwärmer und Phantast eingestuft werden kann. Aber dessen ungeachtet halte ich allen ehrlich um Realismus bemühten Menschen vor die Nase, dass sie nicht von vornherein beliebig das ausgrenzen sollten, was ihnen gerade nicht gefällt.

Es gilt, ein wenig über seinen Schatten zu springen, denn objektiv gibt es genug Tatsachen, Untersuchungen und auch wissenschaftlich am laufenden Band erzeugbare Phänomene.

Wenn man davon nichts weiß, ist es entschuldbar. Wenn man davon aber nur nichts wissen will, weil die eigene Meinung dagegen steht, weil man Vorurteile hat und alte schultheoretische Arbeit als Maßstab heranzieht, dann ist es doch leicht möglich, dass man da vielen anderen Einbildungen aufsitzt.

Der Mensch macht dann die größten Schritte, wenn er lernt, anders zu denken oder noch viel besser intuitiv zu werden.
Liebe Grüße - reinwiel
 
Werbung:
AW: Überall Zukunftsängste

In der Wortwahl: "Erkenntnistheoritsch bleibt Gott jedenfalls unnötig" und zuvor "Für Gott gilt das nicht, er ist bestenfalls eine unbewiesene Hypothese" klingt durch, als liege darin absolute Objektivität, die letzt mögliche Wahrheit, unumstößlich.

Hallo Reinwiel,
in diesen beiden Formulierungen etwas Unumstößliches (Dogmatisches?) zu sehen, erfordert schon viel bösen Willen.
Es kommt doch in beiden klar zum Ausdruck, dass die Gotteshypothese lediglich unnötig und unbeweisbar ist. Wenn ich sie danach für überflüssig halte, ist das fern von jeder Dogmatik und Verkünderei, die hier doch ansonsten sehr im Schwange ist - wogegen ja auch Du sonst nichts hast, wies scheint.
Jaaa, wenn die "richtigen" Inhalte verkündet werden, kann es gar nicht dogmatisch und unumstößlich genug sein, nöööch?

LG, pispezi :zauberer2
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zurück
Oben