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Rassismus hinter jeder Laterne? Gutmenschen davor?

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Ich denke nicht, dass es sich steuern lässt, ob man sich angegriffen fühlt oder nicht, aber seinen Umgang mit Feindseligkeit, ob nun eingebildet oder real, kann man verändern, und das ist doch auch die große Chance des Virtuellen: wir können uns Zeit lassen und brauchen nicht gedankenlos aus dem Affekt heraus zu reagieren. Wenn es einem an einer Stelle zu blöde wird, geht die Aufmerksamkeit eben zu einer anderen, so bleibt man locker dabei ohne sich zu sehr zu verstricken.
Ja, sich angegriffen fühlen, also sich in die Rassismusecke oder in die Moralapostolen Ecke gedängt kann man sicher nicht steuern, nur den Umgang damit.
Wie Du schreibst zB indem man sich mal rausnimmt um eine unüberlegte Reaktion zu vermeiden. Das get ntürlich nicht immer, manche Themen triggern einen mehr als andere. Aber man kann sich selbst refelektieren, also hin und wieder einen kurzen innerlichen "Check" machen, bezüglich eigener Vortellugen von anderen zum Beispiel.
Das geht ja durchaus über das Internet hinaus. so in Richtung: Bin ich sebst ein pawlowscher Wauzi, oder stecke ich selbst Schubladen, oder stelle mir vor in eine gesteckt zu werden, obwohl das niemand tut.

Grundsätzlich finde ich es auch immer hilfreicher, Erklärungen in der Sache statt in persönlichen Mängeln zu sehen, letzteres steigert die Feindseligkeit doch nur noch zusätzlich
Ja, wobei das sicher mit den Gründen zusmmenhängt warum Leute in Foren schreiben.
Ich bin schon ziemlich sicher, dass man manche Themen auch nicht mehr anklickt, weil man weiß, was einen dort erwartet, oder dass der eine oder andere nichts schreibt, weil die Gefahr groß ist, das etwas missverstanden wird. Oder weil man ohnehin weiß was man für eine Meinung vertritt und darüber nicht "streiten" will.
Meine Erklärung für die meist angespannte, wenn nicht sogar verächtliche Forumsstimmung liegt einfach darin, dass hier Leute miteinander zu kommunizieren versuchen, die im sog. realen Leben vermutlich rein gar nichts miteinander zu tun hätten,weil einfach die verbindende Aufgabe, das gemeinsame Ziel fehlt.
Ja vermutlich- das ist allgemein in Foren so- außer es handelt sich um Interessensgemeinschaften. Mir fällt eben auch ein anders Forum ein, dass ich kenne, indem einfach alle weggebissen wurden/werden, die nicht gepasst haben/ passen.
Letztlich ist das natürlich irgendwie nicht wichtig, niemand muss sich im Internet mit fremnden Menschen austauschen, ich habe mir nur zwei Vorwürfe heraus gegriffen um eure Meinung dazu zu lesen.
Und davon abgesehen finde ich, dass das ein wenig ein Spiegelbild der heutigen Gesellschaft ist.
 
Nochmal zum Schriftzug:
Ein Kommentar unter dem Artikel machte mich stutzig.
Eben nachgeprüft....
Dieser Schriftzug ist von den Nazis verboten worden, weil es "Judenlettern" waren.
Was falsch war.

Der eigentliche Grund für das Verbot war die Überlegung, dass für das Ausland bestimmte Schriften, die in Frakturschrift gedruckt waren, für jene besetzte Bevölkerungsgruppen, die ansonsten Antiqua-Schrift zu lesen gewohnt waren, nur schwer oder gar nicht lesbar waren. Das Frakturverbot war also eine pragmatische Entscheidung der Nationalsozialisten: Wollte man zur ›Weltmacht‹ aufsteigen, musste man auch eine Schrift verwenden, die die ganze Welt lesen konnte.

Dem nationalsozialistischen Erlass vom 3. Januar 1941 wurde besonders in der Nachkriegszeit Folge geleistet. Die Anzahl der in Fraktur gedruckten Bücher nahm innerhalb kürzester Zeit rasant ab, so wurde der Duden 1941 ein letztes Mal in Fraktur gedruckt und ihr Anteil geht heute (abgesehen von rechtsradikalen Propagandablättern) beinahe gegen Null. Eine der wenigen Ausnahmen bildet der 1994 in Schwabacher Schrift gesetzter Band »Meine Chancen« von Jacques Derrida, der sich explizit als Auflehnung gegen das Fraktur-Verbot von 1941 versteht.

Das nur am Rande, fands gerade interessant das zu Lesen.
 
Ja: Das heißt aber nunmal: Führerhaus.....
Und Führerhaus Fahrer spricht deutsch klingt auch irgendwie falsch.
Das sagt doch kein Mensch, daher find ich das jetzt auch nicht sehr originell.
Ob der Fahrer nun Rassist ist oder Neo Nazi oder nur ein Typ mit schlechtem Humor, weiß ich nicht.
Kennt eigentlich jemand die Kleider Marke : Thor Steinar?
https://de.wikipedia.org/wiki/Thor_Steinar

Sollte man.
 
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Es ist allerdings so - meine Sicht - daß in jeder Diskussion die sog. "Persönlichkeit "mitschwingt. Was ich damit meine: Wir gehen mit einem "Vorverständnis" in die Sache, wobei Interessen (Erfahrung: Erfolg/Mißerfolg) gar nicht so klar sind. Wer ändert schon auf diesem Hintergrund "gern" seine Meinung, Sicht?


Ja, aber die Persönlichkeit wird doch erst relevant, wenn jemand etwas bei sich selbst bzw in seinem eigenen Umfeld ändern will, und dafür sucht man sich dann eben die Leute raus, von denen man sich nicht manipuliert oder angegriffen fühlt oder lässt andernfalls nur inhaltliche Inspiration zu.
Gut beraten ist man allerdings die Begrenztheit gleich mit einzuplanen, irgendwann kommt immer der Punkt, wo man aneinander vorbei denkt oder schreibt, so zumindest meine Erfahrung mit dem Netz.


@gaia Dankeschön für Deine Ausführungen und ganz allgemein für Dein großes Engagement für mehr Austausch hier!
 
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