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quo vadis Gewerkschaft ?

AW: quo vadis Gewerkschaft ?

Ja.




Genau das ist der Eindruck, den die Berichterstattung der Mainstream- Propaganda erweckt. Insbesondere den GDL-Chef will man persönlich mobben. Fehlt es dem Mann an Gefügigkeit? ;)




Wäre ich Gewerkschaft, würde ich es auch so machen.




Welche unsauber arbeitenden Firmen? Was wird angerichtet?

Ich denke du hast das Interview mir Herrn Weselsky nicht gesehen, sonst würdest du anders schreiben.
Es kann einfach nicht sein, dass sich ein Mann, der einen kleinen Teil der Arbeitnehmer vertritt, zum Sprecher für alle gegen deren Willen aufspielen will.
Warum kümmert sich dieser Mann nicht um die Leihfirmen die von der DB gegründet wurden und werden um die das eigentliche Problem darstellen.
Im übrigen hat die DB wie jede Firma ein fixes Budget in dem die Ausgaben fest und knapp kalkuliert sind.
Was glaubst du wo man die Mehrkosten für die Lokführer abzweigen würde ?
Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, beim technischen oder beim Sewrvicepersonal.
Das heisst weniger Sicherheit und weniger Zuverlässigkeit. Wenn das deine Vorstellungen von einer modernen Bahn sind, dann kann ich dir lei
der nicht folgen.
 
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AW: quo vadis Gewerkschaft ?

Wer will denn bestimmen, welche Bezahlung fuer welchen Beruf gerecht ist? Die Gewerkschaften? Normalerweise verhandelt das der Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber ... und zwar nach Leistung ... und nicht nach Berufszweig.
Normalerweise wohlgesagt, aber was ist heute schon normal.
Gewerkschaften? Sind so unnoetig wie ein Kropf, nur dazu gut, damit sich deren Spitzenleute Limousinen mit Privatchauffeur leisten koennen.

also komm! Ich darf daran erinnern, dass der AG bereits eine klare Vorstellung davon hat, was er einem interessierten AN maximal zu zahlen bereit ist. Und das ist normalerweise das Übliche, wenn irgendwie möglich weniger. Das ist der Trend seit vielen Jahren. Allein die Helfershelfer, sprich die Manager, halten bislang durch ihre teilweise abartigen Gehälter den Durchschnitt scheinbar stabil. Der einzelne Bewerber hat also keine Chance, da mehr zu holen. Und natürlich ist das branchenabhängig. Und genau dabei spielen die Gewerkschaften eine zentrale Rolle. Wo es noch wirklsame gibt, und das ist inzwischen die Ausnahme, werden die AN-Interessen noch berücksichtigt, meist aber zu Lasten der nicht organisierten Kollegen. Bei der großen Masse sind sie aber längst durch viele kleine Gesetzesänderungen und Tricks enmachtet. Oder willst du bestreiten, dass der ganze Billiglohnsektor, der sich beständig ausweitet, erst so richtig entstehen konnte, eben weil es keine effektive Vertretung mehr gibt?

Dass sie nur in die Gewerkschaft eintreten müssten, ist schnell gesagt, aber für einen Niedriglöhner ist auch 1% viel. Außerdem erfahren sie dadurch in vielen Unternehmen Nachteile und es ist nicht gesagt, dass sich die Gewerkschaftsfunktionäre tatsächlich für sie einsetzen. Auch sie sind längst Teil des Establishments, satt, eingebunden und bestens versorgt. Mehr als eine medienwirksame Show zur Aufrechterhaltung ihrer Daseinsberechtigung kommt da kaum noch. Wie hat Max Uthoff so schön gesagt: "die Demütigungsenirichtung für die Arbeitnehmerschaft, die SPD". Sie war der politische Hebel.

Ab heute streiken die Lokführer wieder, bis in die nächste Woche hinein. Und warum? Um den tatsächlich unterbezahlten Lokführern zu mehr Geld zu verhelfen? Nein, darum geht es nicht. Die Verhandlungen wurden abgebrochen, weil Gewerkschaftsbonzen sich untereinander beharken und um ihren Zuständigkeitsbereich kämpfen. Gewerkschaften sind auch längst Potemkinsche Dörfer. Fassaden, die der Aufrechterhaltung des Märchens vom MItbestimmungsrecht der AN dienen. Deinem letzten Satz stimme ich also völlig zu. So, wie es derzeit läuft, sind sie kontraproduktiv.
 
AW: quo vadis Gewerkschaft ?

Ich denke du hast das Interview mir Herrn Weselsky nicht gesehen, sonst würdest du anders schreiben.
Es kann einfach nicht sein, dass sich ein Mann, der einen kleinen Teil der Arbeitnehmer vertritt, zum Sprecher für alle gegen deren Willen aufspielen will.
Warum kümmert sich dieser Mann nicht um die Leihfirmen die von der DB gegründet wurden und werden um die das eigentliche Problem darstellen.
Im übrigen hat die DB wie jede Firma ein fixes Budget in dem die Ausgaben fest und knapp kalkuliert sind.
Was glaubst du wo man die Mehrkosten für die Lokführer abzweigen würde ?
Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, beim technischen oder beim Sewrvicepersonal.
Das heisst weniger Sicherheit und weniger Zuverlässigkeit. Wenn das deine Vorstellungen von einer modernen Bahn sind, dann kann ich dir lei
der nicht folgen.

Doch, das Interview habe ich zufällig gesehen und habe vorher und nachher beobachtet, wie der Mann in den Medien persönlich angegriffen wird, indem ihm egoistische Motive, Machthunger und "Wahnsinn" unterstellt werden.

Daß sich in unseren gewohnten Organisationsstrukturen immer ein Mensch im Namen vieler "aufspielt", ist normal. Daß eine sachliche Debatte gerne durch eine persönliche Diffamierungskampagne ersetzt wird, ist auch normal. Beides spricht nicht für die bislang erreichte kulturelle Stufe unserer sogenannten Gesellschaft, der es an Gemeinschaftsgefühl mangelt und die sich deshalb immer wieder in Kämpfen verzettelt.
 
AW: quo vadis Gewerkschaft ?

also komm! Ich darf daran erinnern, dass der AG bereits eine klare Vorstellung davon hat, was er einem interessierten AN maximal zu zahlen bereit ist. Und das ist normalerweise das Übliche, wenn irgendwie möglich weniger. Das ist der Trend seit vielen Jahren. Allein die Helfershelfer, sprich die Manager, halten bislang durch ihre teilweise abartigen Gehälter den Durchschnitt scheinbar stabil. Der einzelne Bewerber hat also keine Chance, da mehr zu holen. Und natürlich ist das branchenabhängig. Und genau dabei spielen die Gewerkschaften eine zentrale Rolle. Wo es noch wirklsame gibt, und das ist inzwischen die Ausnahme, werden die AN-Interessen noch berücksichtigt, meist aber zu Lasten der nicht organisierten Kollegen. Bei der großen Masse sind sie aber längst durch viele kleine Gesetzesänderungen und Tricks enmachtet. Oder willst du bestreiten, dass der ganze Billiglohnsektor, der sich beständig ausweitet, erst so richtig entstehen konnte, eben weil es keine effektive Vertretung mehr gibt?

Dass sie nur in die Gewerkschaft eintreten müssten, ist schnell gesagt, aber für einen Niedriglöhner ist auch 1% viel. Außerdem erfahren sie dadurch in vielen Unternehmen Nachteile und es ist nicht gesagt, dass sich die Gewerkschaftsfunktionäre tatsächlich für sie einsetzen. Auch sie sind längst Teil des Establishments, satt, eingebunden und bestens versorgt. Mehr als eine medienwirksame Show zur Aufrechterhaltung ihrer Daseinsberechtigung kommt da kaum noch. Wie hat Max Uthoff so schön gesagt: "die Demütigungsenirichtung für die Arbeitnehmerschaft, die SPD". Sie war der politische Hebel.

Ab heute streiken die Lokführer wieder, bis in die nächste Woche hinein. Und warum? Um den tatsächlich unterbezahlten Lokführern zu mehr Geld zu verhelfen? Nein, darum geht es nicht. Die Verhandlungen wurden abgebrochen, weil Gewerkschaftsbonzen sich untereinander beharken und um ihren Zuständigkeitsbereich kämpfen. Gewerkschaften sind auch längst Potemkinsche Dörfer. Fassaden, die der Aufrechterhaltung des Märchens vom MItbestimmungsrecht der AN dienen. Deinem letzten Satz stimme ich also völlig zu. So, wie es derzeit läuft, sind sie kontraproduktiv.

Jaja, heute ist alles anders als es sein sollte ... "koyaanisqatsi" sagten schon die Hopi Indianer.
 
AW: quo vadis Gewerkschaft ?

also komm! Ich darf daran erinnern, dass der AG bereits eine klare Vorstellung davon hat, was er einem interessierten AN maximal zu zahlen bereit ist. Und das ist normalerweise das Übliche, wenn irgendwie möglich weniger. Das ist der Trend seit vielen Jahren. Allein die Helfershelfer, sprich die Manager, halten bislang durch ihre teilweise abartigen Gehälter den Durchschnitt scheinbar stabil. Der einzelne Bewerber hat also keine Chance, da mehr zu holen. Und natürlich ist das branchenabhängig. Und genau dabei spielen die Gewerkschaften eine zentrale Rolle. Wo es noch wirklsame gibt, und das ist inzwischen die Ausnahme, werden die AN-Interessen noch berücksichtigt, meist aber zu Lasten der nicht organisierten Kollegen. Bei der großen Masse sind sie aber längst durch viele kleine Gesetzesänderungen und Tricks enmachtet. Oder willst du bestreiten, dass der ganze Billiglohnsektor, der sich beständig ausweitet, erst so richtig entstehen konnte, eben weil es keine effektive Vertretung mehr gibt?

Dass sie nur in die Gewerkschaft eintreten müssten, ist schnell gesagt, aber für einen Niedriglöhner ist auch 1% viel. Außerdem erfahren sie dadurch in vielen Unternehmen Nachteile und es ist nicht gesagt, dass sich die Gewerkschaftsfunktionäre tatsächlich für sie einsetzen. Auch sie sind längst Teil des Establishments, satt, eingebunden und bestens versorgt. Mehr als eine medienwirksame Show zur Aufrechterhaltung ihrer Daseinsberechtigung kommt da kaum noch. Wie hat Max Uthoff so schön gesagt: "die Demütigungsenirichtung für die Arbeitnehmerschaft, die SPD". Sie war der politische Hebel.

Ab heute streiken die Lokführer wieder, bis in die nächste Woche hinein. Und warum? Um den tatsächlich unterbezahlten Lokführern zu mehr Geld zu verhelfen? Nein, darum geht es nicht. Die Verhandlungen wurden abgebrochen, weil Gewerkschaftsbonzen sich untereinander beharken und um ihren Zuständigkeitsbereich kämpfen. Gewerkschaften sind auch längst Potemkinsche Dörfer. Fassaden, die der Aufrechterhaltung des Märchens vom MItbestimmungsrecht der AN dienen. Deinem letzten Satz stimme ich also völlig zu. So, wie es derzeit läuft, sind sie kontraproduktiv.

Ich fühle mich völlig uninformiert, was die wirklichen Verhältnisse der Zugbegleiter angeht. Angeblich geht es laut Weselsky ja darum, diese auch an den tariflichen Vereinbarungen teilhaben zu lassen. Oder habe ich das falsch verstanden ?
Mich hat in meiner berufstätigen Zeit schon immer genervt, wenn die ÖTV zu Streiks aufrief und große Demos veranstaltete, obwohl die überlasteten, unterbezahlten Angestellten in Krankenhäusern und Pflegeanstalten sicher von mir bei ihren Forderungen unterstützt werden mussten. Mein Problem war dann immer, dass die Trittbrettfahrer der ÖTV-Resultate die Lehrer waren, die sicher nicht zu den unterprivilegierten Verdienern der Nation gehören. Jetzt sehe ich das Problem, dass ja auch für die (ach so armen) Flugkapitäne gekämpft wird. Ich nehme mal an, dass die Überlastung dieser Berufsgruppe schon aus Sicherheitsgründen nicht existent ist.
Perivisor
 
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AW: quo vadis Gewerkschaft ?

Doch, das Interview habe ich zufällig gesehen und habe vorher und nachher beobachtet, wie der Mann in den Medien persönlich angegriffen wird, indem ihm egoistische Motive, Machthunger und "Wahnsinn" unterstellt werden.

Daß sich in unseren gewohnten Organisationsstrukturen immer ein Mensch im Namen vieler "aufspielt", ist normal. Daß eine sachliche Debatte gerne durch eine persönliche Diffamierungskampagne ersetzt wird, ist auch normal. Beides spricht nicht für die bislang erreichte kulturelle Stufe unserer sogenannten Gesellschaft, der es an Gemeinschaftsgefühl mangelt und die sich deshalb immer wieder in Kämpfen verzettelt.

Wenn du das Interview gesehen hast, dann frage ich dich was er damit meinte
als er sagte "es geht nicht nur um die Lokführer alleine, sondern um das Bahnpersonal als Ganzes".
Egal wie du und so mancher Funktionär es auch sehen will, solange die Gewerkschaft zusieht wie Millionen unter der Armutsgrenze arbeiten müssen, dafür aber gewissen, in diesem Fall elitären Gruppen helfen, noch mehr zu verdienen hat dieser Verein die Daseinsberechtigung verloren .
Was bleibt sind die Hahnenkämpfe und der Postenschacher einiger eitler Funktionäre.
Die Arbeiterschaft sollte nicht auf die bösen Unternehmer, Banker und Ausbeuter schimpfen, sondern zuerst in den eigenen Reihen für Ordnung sorgen.
 
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