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Kannibalismus

poleev

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1. August 2011
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Das Verspeisen von Artgenossen ist ein weit verbreitetes Phänomen im Tierreich. Daraus machten auch die menschlichen Vorfahren keine Ausnahme. Es wäre aber irrtümlich zu denken, daß Kannibalismus bereits überwunden und verschwunden ist: er wurde nur verdrängt, kulturell transfrormiert, und wird weiterhin praktiziert, allerdings werden solche Fressorgien meistens im übertragenen Sinne abgehalten, so z.B. im Gerichtssaal oder an den Universitäten.
Woran denken die meisten Deutschen, wenn sie das Wort "Gericht" hören: An eine Richtigstellung, d.h. Wahrheitsfindung bzw. Verhaltenskorrektur, oder eher an eine Mahlzeit?
Das russische Wort für Gericht im juristischen Sinne bedeutet etwas anderes, und zwar суд leitet sich ab von суждение Urteil, Meinung, und рассудок Verstand, Vernunft.
Im Land der Menschenfresser, die ihre wahre Natur und Motive verdrängen, schreiben sie an den Fassaden ihrer Justizgebäude "Gericht" anstatt "Speisesaal". Die deutschen Richter sind ausnahmslos verkappte Menschenfresser (das erklärt, warum sie rabenschwarze Mäntel tragen), die ihre ahnungslose Opfer zum Gericht ziehen, um sie im Kreis ihrer "Kollegen" zu verspeisen und ihre Gedärme zu begutachten. Spielen mit Gedärmen ist auch Lieblingsbeschäftigung ihrer Gegenspielen - den Ärzten (die gewöhnlich in weiß bekleidet sind). So passt auf euch auf, wenn ihr wieder einmal zum Arzt gehen müssen ;-).
An die kannibalischen Ursprünge einiger christlichen Riten wurde bereits hingewiesen (Poleev, 2007). Wenn jemandem eine Idee erfasst und er davon besessen wird, wird seine Wahrnehmung betrübt, sein Realitätssinn nachlässt und Realität wird durch eine Fantasiewelt (fantastische Welt- und Selbstdarstellung) ersetzt. Das kann dazu führen, daß Leute wie Anders Behring Breivik, der sich zu Kreuzritter erklärt hat, ein Massaker veranstalten. Andererseits ist er ein karikaturhaftes Spiegelbild seines Volkes bzw. seine Widerspiegelung in einem Spiegelbruchstück, Symptom einer sozialen Krankheit (die sich aus krankhaft übersteigender Angstabwehr entwickelte), und sein verzweifelter Racheakt an seine verständnislose Volksgenossen ist eine Reaktion auf übermäßige Bevölkerungswachstum und manifeste Erscheinung des Kannibalismus (in diesem Fall handelt es sich um unvollendete Verhaltenskette, die nach der Beutefanghandlungen (Jagen + Töten) unterbrach und nicht bis zum Verspeisen der Beute vollzogen wurde). Sein Buch ist im Internet frei erhältlich (Breivik, 2011):.
Die auf Industrialisierung und Technisierung beruhende Marktwirtschaft als ein System der Wahren- und Geldverherrlichung, in dem die toten Sachen einen Kultstatus erlangen, führt konsequenterweise zur Versachlichung der Menschen, begünstigt nekrophile Entartung der Wahrnehmung, Verbreitung von sexuellen Perversionen und Gewaltexzessen. Waffenproduktion und Kriegstreiberei sowie innenstaatlicher Terror sind charakteristische Merkmale marktwirtschaftlich ausgerichteten Gesellschaften, weil jeder Krieg eine kannibalische Handlung darstellt. Nicht zufällig wählen Anhänger dieser Kulte entsprechende Symbole: Totenkopf (SS, Skull&Bones, Grufti- bzw. Gothicsubkultur), Kruzifix (Katholizismus), Raubvögel (BRD, USA).
Die marktwirtschaftlichen Erzeugnisse sind Symbole archaischer Destruktivität; sie sind Werkzeuge, mit denen ihre Erzeuger sich selbst und die Umwelt um sich herum zerstören. Während besagte Wirkung bei einigen Dingen offensichtlich ist, so z.B. beim Essbesteck oder Bagger, ist sie bei anderen Gegenständen getarnt. Es sind aber immer gleiche Instrumente, mit deren Hilfe die Menschenfresser ihre Ziele erreichen. Wenn es um ein Fahrzeug geht, so kann man damit echte oder eingebildete Beute zielsicher verfolgen. Der Menschenfreund, der Hund, ist ein verlässlicher Gefährte eines Jägers. Diesen urzeitlichen Jäger erkennt man wieder in einem Staatsanwalt, der immer noch die Wach- und Jagdhunde bei sich hat, die Polizisten; zusammen jagen sie andere Menschen nach. Ein Internetbrowser heißt nicht zufällig „Safari“. Die flimmernden Bildschirme der Fernsehgeräte, in denen, wie in einem Backofen, viele Gestalten eingeschlossen sind, und überdurchschnittlich oft Schießereien und bewaffnete Konflikte gezeigt werden, reflektieren und repräsentieren Scheiterhaufen, Brandstätte und Feuerstellen urzeitlicher Kannibalen. Die tödbringende Wirkung von Pestiziden, Beruhigungspillen und Manuskripten kann kaum jemand bestreiten außer ihren Produzenten und von ihnen gekauften Werbeagenturen und Medien. Aus allen diesen Fragmenten entsteht ein kannibalisches Gebilde: Eine Gesellschaft, in der die Gemeinschaft und der Gemeinsinn zerfallen sind, und in der die Hartz IV-Reformen stattfinden, die unausweichlich Erinnerungen an Genozide und totalitären Terror vergangener Epochen wecken. Im totalen System findet Kannibalismus seine vollständige Verwirklichung, die Machtausübung und das Einverleiben des Individuums erreichen ihre äußerste Form, werden zur totalen Macht. Es erübrigt sich zu sagen, daß Überbevölkerung sowohl Kannibalismus als auch Totalitarismus begünstigt.
Parasitismus ist eine sekulare Form des Kannibalismus. Der Mensch beginnt sein Leben als Parasit im Mutterleib, nach der Geburt bleibt er lange Zeit an ihrem Leib hängen: Zuerst als Säugling, später als heranwachsendes Kind. In ihrer psychogenetischen Entwicklung behalten viele Menschen stereotypisches Verhalten ihres Lebensabschnitts, wann sie gezwungenerweise unselbständig und auf Hilfe ihrer Versorger angewiesen waren. Während sie älter werden, entdecken sie, daß sie weiterhin parasitieren und andere Menschen ausnutzen können, statt selbst zu arbeiten, um sich selbst und andere Menschen zu versorgen. Eine typische parasitische Karriere machte Angela Merkel. Parasitismus als gesellschaftliches Phänomen ist weit verbreitet; außer bereits erwähnten Justizparasiten, gibt es zahlreiche andere Bevölkerungsgruppen, die ihr Lebensunterhalt mit Täuschung und Betrug bestreiten, wobei sie sich selbst totsicher sind, daß sie eine gesellschaftlich sinnvolle und wertvolle Rolle spielen; dazu zählen Politiker, Kaufmänner- und Frauen der Finanzbranche, Berufssprortler, Verwaltungsbeamte, viele Ärzte, Künstler, Journalisten, Wissenschaftler u.v.m.

Literaturverweise:
Jack D. Forbes. A World Ruled by Cannibals: The Wétiko Disease of Aggression, Violence, and Imperialism, 1979.
Hedwig Röckelein (Hg.): Kannibalismus und europäische Kultur. Forum Psychohistorie 6.Tübingen: Ed. diskord, 1996.
Yi Zheng. Scarlet Memorial: Tales Of Cannibalism In Modern China, 1998.
S. Aron, L. Passera, and L. Keller. Evolution of social parasitism in ants: size of sexuals, sex ratio and mechanisms of caste determination. Proc Biol Sci. 1999 January 22; 266(1415): 173.
Klaus Truschner. Kannibalismus - wirtschaftlicher Störfaktor in der Schweineproduktion, 2001.
Sugg, R. 2006. Good Physic but Bad Food': Early Modern Attitudes to Medicinal Cannibalism and its Suppliers.'. Social History of Medicine 19(2): 225-240.
Andrej Poleev: Zukunft einer Idee, 2007.
Stephan Orth. General gesteht Kannibalen-Rituale vor dem Kampf, 25.01.2008.
Alexander V. Osadci. Social Parasitism, 2009.
Anders Behring Breivik. 2083 A European Declaration of Independence, 2011.
Petra Klages. Serienmord und Kannibalismus in Deutschland: Fallstudien, Psychologie, Profiling, 2011.

Weiterführende Links im Internet:
The Skull and Bones - Yale University
Gruppe für die Legalisierung des Kannibalismus - "Die Deutsche Kannibalenpartei".
Kannibalismus - Wikipedia
Parasitism - Wikipedia.
Kannibalismus im Kosmos.
 
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AW: Kannibalismus

Was ich nicht verstehe, wieso diese Kannibalen sowas nötig haben? Wirkt es sexuell erregend, wenn sie die Toten ''fressen''? Noch fragwürdiger ist, wie sie überhaupt herausfinden, dass sie Kannibalen sind? Bei Homosexuellen ist es klar verständlich, es hat meiner Ansicht nach etwas mit Attraktivität und Anziehung zu tun. Und sowas kann man auch nicht als Krankheit ansehen.
 
AW: Kannibalismus

Parasitismus ist eine sekulare Form des Kannibalismus.

Quatsch!

wikipedia liefert einen Artikel
http://de.wikipedia.org/wiki/Kannibalismus

1 Allgemeines
2 Etymologie
3 Kannibalismus im Tierreich
4 Kannibalismus in Ethnologie und Geschichte
4.1 Vor- und Frühgeschichte
4.2 Antike
4.3 Mittelalter und Neuzeit
5 Medizinischer Kannibalismus
6 Tradition, Ritual und Religion
6.1 Endokannibalismus und Exokannibalismus
6.2 Beispiele
6.3 China
7 Forschungskontroverse
8 Kannibalismus und Krankheitsübertragung
9 Kannibalismus in Extremsituationen
10 Kannibalismus und Sexualität
11 Autokannibalismus
12 Rechtsfälle zum Kannibalismus im modernen Europa
13 Kannibalismus in Mythen und Literatur
14 Kannibalismus im Film
15 Quellen
16 Literatur
17 Weblinks
 
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