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Putin und sein Trupp

Putin und sein Trupp machen mobil. Sein Trupp ist die Regierungspartei „Einiges Russland“ bzw. exakter deren sogenannte Aktivisten und die Mobilmachung ist eine innenpolitische.

Hatten die Edinorossy mit ihrer allrussischen Konferenz am 21. November mit Blick auf die Duma-Wahlen 2011 den programmatischen Auftakt dazu gegeben, so trafen sie (unerwartet?) nur Tage später in wesentlichen Punkten auf Widerspruch des russischen Staatspräsidenten (http://www.denkforum.at/forum/blog.php?b=368 ).

Die Reaktion folgte prompt. Nicht von Seiten des „Stabschefs“ Boris Gryzlow, eigentlich Parteivorsitzender, sondern es meldete sich einmal mehr der „Oberkommandierende“ Wladimir Putin zu Wort.

Erst antworte er den präsidialen Ermahnungen per Exklusiv-Interview für Larry King. Da gab er den großen Staatslenker und erklärte vor allem dem US-amerikanischen Publikum, wohin die Reise Russlands gehen soll. Reiseleiter will natürlich er dabei sein.

Als Redner und Moderator auf einer Regionalkonferenz von „Einiges Russland“ am vergangenen Montag im fernöstlichen Chabarowk ließ er dann deutlichere Worte für das einheimische Publikum folgen.

„Einiges Russland“ habe auf allen Ebenen und in allen Machtorganen die Mehrheit, auch in der Zustimmung seitens der Bevölkerung vor allem im Fernen Osten. Man fürchte keineswegs begründete Kritiken und habe keinerlei Anlass zu populistischem Aktionismus.
„Wir“ bestimmen, wo es langgeht, so das Resümee des, so VEDOMOSTI, „Fernduells“ zwischen Präsident und Premier.

Beobachter wurden klarer: Ministerpräsident Putin setzt auf das Potenzial „seiner“ Partei, der führenden und allmächtigen. Medwedjew setzt auf ein Mehrparteiensystem, was jedoch nicht bedeutet, dass er nicht doch versuchen wird, mehr Einfluss auf die „Einheitsrussen“ zu gewinnen.

Örtliche Parteigrößen ließen dabei in Chabarowsk keinen Zweifel daran, was die „Bevölkerung“ umtreibt. So monierte der Leiter der Staatlichen (!) Föderalen Fischereibehörde, die „hier verwurzelten Völker“ beklagten Einschränkungen bei den Fischereiquoten. Man fange doch nur Fisch für die eigene Ernährung. Und der Gouverneur der Region Primorje Sergej Darkin kritisierte Verbote beim Holzeinschlag (Erst vor Wochenfrist hatte Russland in St. Petersburg erklärt, mehr Schutzgebiete für den Sibirischen Tiger ausweisen zu wollen. Damit einhergehen will man die Koreanische Kiefer unter Naturschutz stellen. Wälder, in denen diese Baumart dominiert, sind bevorzugte Lebensräume der fernöstlichen Großkatze.), man hindere die Einheimischen damit daran, sich Baumaterial für ihre Häuser zu beschaffen. Einfach lachhaft!

„Wir“ war das meistbemühte Wort auf dieser Zusammenkunft. Fast schon trotzig! Und dennoch blieb für die Parteifreunde eine „Enttäuschung“. Der Große Führer bekannte sich nicht! Vergebens wartete man auf eine Erklärung Wladimir Putins, Listenplatz 1 der Partei zu den Duma-Wahlen einzunehmen.
Was nicht ist, kann noch kommen!:D

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Timirjasevez
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