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5 - Große Angst in freier Flucht

  • Autor Autor Nicandra
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Nun bist du schon die 7. Nacht draußen auf der Flucht. Auf der Flucht vor Vielem. Mit großer Angst im Gepäck, die dir in deiner Vergangenheit eingeimpft worden ist. Sogar vor anderen Hunden, vor Menschen, vor einem fallenden Blatt vom Baum oder fahrenden autos hast du Angst.

Es war doch nur ein kleiner Spalt, durch den du mit einem Satz aus 8 Metern Entfernung vom Sofa hindurchgeschlüpft bist. Sie konnte dich nicht halten. Und als ich versuchte, dich zu fassen, machte ich den Fehler, den ich immer wieder selbst bemängelt habe. Ich war zu schnell. Diese kurze Sekunde genügte dir, um zu rennen, so schnell du nur konntest.

Dann, nach dem wir vergebens gehofft hatten, dich wieder zu finden und alle Stellen informierten, so wie es sich gehört, kam diese Frau. Bisher warst du ja noch immer hier, nur verängstigt irgendwo versteckt. Doch durch diese Frau irrst du nun auf unbekannten Pfaden umher und hast nicht einmal die Chance zurückzufinden, falls dir danach wäre.

Hat sie doch tatsächlich die Polizei angerufen und 10 Minuten kulante Wartezeit aufbeordert, und das so, dass die Polizei auf ihrer Seite ist. Viele Stimmen haben mittlerweile ein Gefühl von Ärger und Wut für diese Frau, manche sprechen sogar von Anzeige, doch bei einer solchen Polizei, wie wir sie in unserem Lande haben, wäre allein der Versuch unsinnig.

Die Frau nahm dich mit in ihr Auto, fuhr nach Dammholm, ließ dich dort raus, in einer Fremde, wegen herzlosen Ausreden und hinterließ Vermutungen zurück, die keine guten Worte finden. Die Polizei behauptete, wir hätten dich wieder haben können, wenn wir nur getan hätten, was sie moduliert hatte.

Doch Hand aufs Herz: Bräuchten wir eine Polizei in unserem Land, wenn alles so perfekt und glatt liefe, wie sie es behauptet und drum mit Schuld arbeitet, sich dessen raushält und Falschaussagen lieber glaubt als tatsächlichen Umständen? Ein solcher Polizist hat erstens seinen Beruf verfehlt und wäre zweitens nie Polizist geworden, wenn seine eigene Behauptung stimmen würde.

Tja, seit dem 26. Oktober diesen Jahres bist du schon unterwegs, in Kälte, Regen, Frost und bis vor drei Tagen haben viele Menschen dich irgendwo gesehen, ohne dass sie dich haben einladen können. Die Nerven liegen Blank, das Suchen ist für die Ausschwärmenden Menschen zur Qual geworden, es gibt keine Ahnung, wo du jetzt sein könntest.

Yara - Du warst doch erst zum Probewohnen hier, und es klappte, trotz der anfänglichen Schwierigkeiten mit jedem Tag immer besser. Du kennst doch nichts außer Heime und musst nun hart durch die Natur wandern. Vielleicht schaffst du es ja doch noch irgendwann zurück, so wie Lassie.

Kommentare

N
Seit dem 6. November ist Yara wieder da. Irgendwie ist es echt eine Art Wunder, denn es wurde bereits die Hoffnung aufgegeben, selbst als der Anruf kam, wo Yara gesichtet wurde, war es das reinste Psychodrama, den Hund zum mitkommen zu überzeugen. Fast hätte es wieder nicht geklappt. Sie ist ja so scheu und hat Angst vor so vielem, aufgrund ihrer Vergangenheit, die nur 4 Jahre bezeitigt.

 


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Nicandra
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