Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen. Apostelgeschichte 17,30
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Frömmigkeit ist eine innere Haltung gegenüber Gott, die von Respekt, Wertschätzung und Hingabe gekennzeichnet ist. Der bekannte deutsche Autor Kurt Tucholsky (1890-1935) schrieb darüber: „Eine Frömmigkeit, die nur dann, verstaubt und verrostet, aus der Schublade geholt wird, wenn und weil der Träger im Dreck sitzt, ist keine. Sage mir, zu wem du betest, wenn es dir gut geht, und ich will dir sagen, wie fromm du bist.“
Tucholsky hatte zwar selbst mit dem Glauben nichts am Hut, aber seine Worte treffen dennoch den Nagel auf den Kopf. Denn leider behandeln viele Menschen Gott wie den Rettungsdienst: In Notfällen alarmiert man Ihn, aber im täglichen Leben hat Er keine weitere Bedeutung.
Mit so einer Rolle gibt sich unser Schöpfer jedoch nicht zufrieden. Er beansprucht bei seinen Geschöpfen den ersten Platz. Wir leben an unserer Bestimmung vorbei, wenn wir Gott aus dem Alltag ausklammern und uns nur dann auf Ihn besinnen, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht. Wer wirklich mit Gott leben möchte, fragt täglich nach seinem guten Willen und dankt Ihm für alles, was Er uns in seiner Güte schenkt.
Wer nur in den Schlechtwetterzonen des Lebens betet, dem geht es nicht um Gott. Im Mittelpunkt steht vielmehr das eigene Ich, das Gott quasi als Handlanger benötigt, um wieder auf die Sonnenseite des Lebens zu gelangen. Gott erwartet jedoch, dass wir die Gemeinschaft mit Ihm wertschätzen und uns ganz nach seinem Willen ausrichten. Der Startpunkt für ein Leben in echter Frömmigkeit ist, dass wir dem Aufruf Gottes im Tagesvers folgen, Buße tun und das Geschenk seiner Vergebung annehmen. Wer das im Glauben tut, findet Freude daran, Gott zu dienen.
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