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Wenn eine Informationssendung von Astronomie und Astrophysik handelt, wieso muss man dann Flacherdler einladen, nur um

deren Geschwurbel einem breiten Publikum zu zeigen? Wer sich für seriöse Information interessiert, hat wenig Interesse, seine Zeit

mit derlei Schwurblern zu verschwenden. Und Sendezeit ist auch nicht billig. Also wieso sich von Schwurblern und deren Anhängern

dafür missbrauchen lassen?


Wenn das Thema der Sendung "Fake News und deren Aufklärung" ist, dann kann man das ja machen.

Aber wenn ich beispielsweise eine Sendung über Biologie ansehen möchte, dann halte ich die Einspielung

der Meinungen von Kreationisten für äußerst unpassend.

Frage dich doch selbst:

In er Schule wurde dir wahrscheinlich gelehrt, dass 1+1=2 ist. Dauerte vielleicht 1 Minute.

Hättest du dir gewünscht, dass dir zusätzlich Stunden über etliche Stunden hinweg "alternative Ansätze"

dazu präsentiert worden wären? Denn es gibt ja nicht nur einen "alternativen Ansatz", sondern unzählige,

in denen 1+1=0 oder 7 oder pi oder Donnerstag, Auto, Biene oder Liebe ergäbe. Müsste man ja nicht pushen,

sondern lediglich vorführen. Und du hättest dir dann aussuchen können, was davon dir am liebsten ist.

Oder bei Geografie, für die einen liegt Wien im Osten von Österreich, aber alternative Ansätzen entsprechend,

könnte es auch unter der Erde, in Uganda oder am Mond liegen. Und du suchst dir aus, was dir am besten

gefällt. Wenn du eines Tages mit dem Zug nach Wien reisen sollst, dann kannst du dich ja um eine Mondrakete

umschauen, damit du hinkommst.


Ja, aber warum immer und überfall den Leuten mit Vorführung von Irrsinn belästigen? Reicht es nicht, wenn es

ihn gibt? Muss man ihn den Leuten auch noch permanent unter die Nase reiben? Genau das ist ja die

Strategie von Desinformanten. Sie hoffen, dass Leute auf ihren Mist hereinfallen, wenn man ihn nur ausreichend

oft präsentiert. Und leider ist diese Hoffnung nicht ganz unberechtigt.


Die Gesellschaft hält das schon aus, aber warum muss man Falschinformation bewerben, nur weil eine Gesellschaft das wahrscheinlich aushalten würde?

Man könne auch vor und in Schulen Suchtgifte bewerben. Würde ja nicht plötzlich jeden Schüler zum Junkie machen.

Ein paar Schüler werden bestimmt von solchen Suchtgiften angesprochen, nur hält das eine Gesellschaft schon aus.

Dennoch halte ich diese Idee für äußerst entbehrlich und schädlich.


Die Bewerbung von Desinformation lässt nicht weniger, sondern noch mehr Menschen zurück.

Denn durch ihre Phantasiewelt bekommen sie das Gefühl, dass sie aus diesem Zustand gar nicht mehr raus müssten und dass

die reale Welt die "falsche" wäre.


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