Nun will ich Euch mal etwas Lustiges schreiben.
In stillen - oder auch nicht so stillen - Stunden versuche ich mich als Poetin ( brrrrr - an sich nix Lesenswertes )
Eh klar, wenn was anliegt ....
Und so fabrizierte ich dieses Gedicht aus gegebenem Anlass:
Spiegel - Spiegelbild
Ich lache dich an,
Spiegelbild.
Lache mich aus!
Torheit zeigt sich im Narrenkleide,
geziert mit den Schellen der Lust,
in bunt geschlitzten Hosenbeinen.
Schlage du das Rad auf dem Markte!
Küsse die Markentenderin!
Das ist die ganze Lebenslust -
das ist des Lebens wahrer Sinn!
Erst heute fiel mir nach langem Sinnieren ein, dass ich da ja Heine verepigonierte, oder - ähnlich wie Freund Brecht - ihn in anderem Zusammhang als Vorlage verwendete.
Na und da wir ja nun gerade bei Heine sind, werdet Ihr gleich sehen:
ungestraft macht frau keinem Heine nach. Und dabei geschah das völlig ohne Absicht von mir.
Heinrich Heine
Doktrin
Schlage die Trommel und fürchte dich nicht,
und küsse die Marketenderin!
Das ist die ganze Wissenschaft,
das ist der Bücher tiefster Sinn.
Trommle die Leute aus dem Schlaf,
trommle Reveille mit Jugendkraft,
marschiere trommelnd immer voran,
das ist die ganze Wissenschaft.
Das ist die Helgelsche Philosophie,
das ist der Bücher tiefster Sinn!
Ich habe sie begriffen, weil ich gescheit,
und weil ich ein guter Tambour bin.
Also: ich bin lieber mit Heine ein guter Tambour als mit mir ein Schalksnarr.
an Freund Becir:
Du siehst, auch ich unterscheide mich in nichts von Dir - Du kennst die Anspielung schon - : auch ich rede vorzugsweise und mit Leidenschaft von mir.
Liebe Heinegrüße
Marianne