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  1. Als das Getümmel sich gelegt hatte und noch keine fünf Tage verflossen waren, berieten sich die, die wider die Magier aufgestanden waren, miteinander über die gesamte Lage des Reiches . Dabei wurden Reden gehalten, die manchen Hellenen unglaublich sind, aber darum doch gehalten wurden. Otanes nämlich war der Meinung, die Regierung des Reichs in die Hände aller Perser zu legen, und äußerte sich darüber so:

    "Ich halte es nicht für gut, dass wieder einer von uns Alleinherrscher werde; denn es ist weder angenehm noch gut. Ihr wisst ja, wie weit des Kambyses Übermut gegangen ist, und ebenso habt ihr ja auch den Übermut des Magiers empfunden. Wie aber könnte die Alleinherrschaft eine wohlgeordnete Sache sein, wo jeder tun kann, was er will, ohne alle Verantwortlichkeit? Denn selbst den besten Mann von allen, wenn er in eine solche Herrschaft einträte, würde sie außerhalb des Kreises seiner gewohnten Anschauungen versetzen. Denn Übermut entsteht in ihm in Folge der ihm zu Gebote stehenden Güter, Neid aber ist schon von Anfang an dem Menschen angeboren. Wenn einer nun diese beiden Dinge hat, so hat er damit alles Schlimme: denn teils von Übermut gesättigt, teils aus Neid verübt er mancherlei Frevel. Und doch sollte ein Herrscher frei von allem Neid sein, da er ja alle Güter besitzt; so aber zeigt er gerade das Gegenteil davon gegen seine Mitbürger, denn er beneidet die Besten, weil sie wohl und am Leben sind, während er an den schlechtesten Bürgern seinen Gefallen findet. Verleumdungen anzunehmen ist er gern geneigt. Was aber am wenigsten zusammenpasst: Wenn du ihn mit Maß bewunderst, so nimmt er es übel, dass man ihn nicht mehr verehrt; verehrt ihn aber jemand allzu sehr, so nimmt er es demselben als einem Schmeichler übel. Das Ärgste aber ist das, was ich nun angeben will: er rüttelt an den väterlichen Einrichtungen, er tut den Frauen Gewalt an und tötet ohne Verhör und Urteil. Wenn aber das Volk herrscht, so hat dies zuerst den schönsten Namen von allen, die Gleichheit vor dem Gesetz. Zum anderen aber tut es nichts von dem, was der Alleinherrscher tut: Es besetzt die Ämter durchs Los, und jedes Amt ist zur Rechenschaft verpflichtet; alle Entscheidungen aber überlässt es der Allgemeinheit. Darum gebe ich nun meine Meinung dahin ab, wir wollen die Alleinherrschaft aufgeben und dem Volk alle Macht überlassen; denn in dem Volke ist alles enthalten

    Diesen Antrag stellte Otanes. Megabyzos dagegen wollte die Regierung einer kleinen Zahl überlassen und sprach sich darüber so aus: "Was Otanes gesagt hat, um die Alleinherrschaft zu beseitigen, das soll auch von mir gesagt sein. Wenn er aber die Macht auf das gesamte Volk übertragen will, so hat er damit den besten Antrag verfehlt: denn es gibt nichts Unverständigeres und Übermütigeres als ein großer Haufe, der zu nichts nütze ist. Für uns wäre es in der Tat unerträglich, wenn wir, dem Übermut eines Alleinherrschers entgangen, in den Übermut eines zügellosen Volkes gerieten. Denn wenn jener etwas tut, so tut er es mit Verstand, in der Masse des Volks aber ist gar kein Verstand. Denn wie kann man Einsicht bei dem erwarten, der weder eine Unterweisung erhalten, noch überhaupt das kennt, was schön ist und sich gehört, sondern sich auf die Geschäfte stürzt ohne Verstand, gleich einem reißenden Bergstrom? Die Volksherrschaft also sollen die nehmen, die es übel mit den Persern meinen; wir aber wollen einige der besten Männer in einen Ausschuss wählen und diesen die Macht übertragen, denn unter diesen werden wir ja auch selbst enthalten sein. Die besten Männer aber werden natürlich auch die besten Ratschläge erteilen. Das also war der Vorschlag des Megabyzos.

    Das also war der Antrag des Megabyzos. Zum dritten legte Dareios seinen Antrag mit folgenden Worten vor: Mir scheint es, Megabyzos hat vollkommen Recht in dem, was er über die Masse des Volkes gesagt hat, aber Unrecht mit dem über die Herrschaft der Wenigen. Denn unter den drei vorliegenden Formen der Regierung, auch unter der Annahme ihrer jeweiligen Bestform: eine vorzügliche Volksregierung oder eine Herrschaft der Wenigen oder eine Alleinherrschaft, glaube ich immerhin, das die letzte bei weitem den Vorzug verdient. Denn offenbar kann doch nichts besser sein, als wenn einer, der der beste ist, herrscht; denn mit einer solchen Gesinnung begabt wird er über die Massen des Volkes tadellos walten, während sein Ratschläge wider feindselig gesinnte Männer so am besten verschwiegen bleiben. Bei einer Herrschaft der Wenigen pflegt aber, weil mehrere für das allgemeine Wohl ihre Tüchtigkeit üben, unter diesen eine starke Privatfeindschaft zu entstehen. Denn da jeder einzelne der erste sein und mit seiner Ansicht Ansicht durchdringen will, so geraten sie leicht in große Feindschaft miteinander. Daraus entstehen Parteiungen und aus den Parteiungen kommt Mord aus dem Mord aber kommt es zur Alleinherrschaft und dann eben zeigt es sich, um wie viel besser dieselbe ist. Wenn hinwieder das Volk herrscht, so ist es gar nicht anders möglich, als dass Schlechtigkeit aufkommt. Ist nun Schlechtigkeit in die öffentlichen Angelegenheiten gedrungen, so entsteht allerdings keine Feindschaft zwischen den Schlechten, wohl aber feste Freundschaften. Denn die, welche es auf das Verderben des Ganzen absehen, stecken sich zusammen und handeln gemeinsam. Dies geht dann in der Weise fort, bis einer an die Spitze des Volkes sich gestellt hat und dem Treiben solcher Menschen ein Ende macht. Darum wird nun eben dieser vom Volke bewundert, und in Folge dieser Bewunderung erscheint er bald als Alleinherrscher. Und so zeigt sich auch darin, dass die Alleinherrschaft am besten ist. Soll ich aber alles in einem Wort zusammenfassen, so frage ich: "Woher ist uns denn die Freiheit gekommen und wer hat sie uns gegeben? Ist sie vom Volke oder von einer Herrschaft Weniger oder von einem Alleinherrscher gekommen? Demnach bin ich der Meinung, wir, die wir durch einen Mann frei geworden sind, halten uns auch daran, und außerdem schaffen wir nicht ab die Bräuche unserer Väter, die gut sind; denn das wäre nicht gut.

    Diese drei Anträge nun lagen vor; dem letzteren jedoch traten die vier anderen von den Sieben bei. Als aber Otanes, der eine Gleichheit bei den Persern einzuführen wünschte, sah, dass er mit seinem Antrag unterlag, erhob er sich und sprach zu ihnen folgendes: "Ihr Männer, die ihr mit mir euch verschworen! Es ist wohl klar, dass einer von uns König werden muss, mag er nun durch das Los dazu bestimmt sein, oder so, dass wir es dem Volk der Perser überlassen, wen es wählen will, oder auf irgend eine andere Weise. Ich will darüber nun mit euch nicht streiten denn ich will weder herrschen, noch beherrscht werden. Aber unter der Bedingung stehe ich von der Herrschaft ab, dass ich keinem von euch untertänig werde, weder ich selbst, noch alle meine Nachkommen. Als er dies gesagt hatte, und die sechs ihm diese Bedingung zugestanden, ließ er sich nicht weiter mit ihnen ein, sondern trat aus ihrem Kreis. Und so ist auch jetzt dieses Haus das einzige in Persien, welches frei ist und nur in so weit der Herrschaft untertänig, als es selbst will, insofern es die Gesetze der Perser nicht überschreitet. Die übrigen von den sieben hielten nun Rat miteinander, wie sie auf die gerechteste Weise einen König einsetzen könnten.

    (Herodot Historien 3,80-84)
  2. Heraklit : "Krieg ist der Vater aller Dinge"
    Überall findet unvermeindlich "Polemos" (Krieg, Streit, Kampf, usw) statt. "Polemos" (Krieg, Streit, Kampf) könnte man mit der universellen Kraft festsetzen, die "Leben" erschafft und den "Tod" bringt - "Sythesi" (Zusammensetzung, Verknüpfung von Bestandteilen) und "Aposynthesi" (das Gegenteil, Zersetzung usw.). "Polemos" (Krieg, Streit, Kampf) findet im Universum statt, in der Natur und das zeigt uns eindeutig die Geschichte. Große Galaxien "verschlingen" die Kleineren, schwarze Löcher saugen Planeten oder auch ganze Sonnensysteme auf usw. [siehe in meinen Blog :Gott und der Tod (2)]

    Stelle dir die Szene vor, du bist auf einer Insel im Süden und sitzt auf einem Berg, der sehr nah am Strand ist. Die Sonne sendet ihre warmen Strahlen nieder, doch durch den leichten Wind wird es angenehm, der leichte Wind wird am Körper spürbar. Das zwitschern der Vögel und der atemberaubende Blick aufs Meer bringen dir Zufriedenheit und Freude. Alles ist so friedlich und harmonisch... doch stimmt das wirklich ?

    Vögel jagen und fressen die Insekten auf, die Schlange verschlingt die Maus und der Adler frisst die Schlange. Im Meer werden die kleine Fische von den Grossen aufgefressen und über dem Meer fliegen Möwen, sie wollen die grösseren Fische auffressen. Auch der Wind "kämpft" mit den Klippen und die Wellen mit den Felsen, bis sie in "millionen" Jahren langsam eine neue Gestallt annehmen. Das was wir im Endeffekt als Frieden und Harmonie begreifen, ist in Wirklichkeit Gleichgewicht von vielen deutlich sichtbaren und unsichtbaren physischen "Kriegen"- "Polemos" !

    Sogar in deinem Körper findet "Polemos" statt, dein Immunsystem kämpft gegen exogene und esogene Faktoren. Ergebnis dieser Ausseinandersetzung ist die Gesundheit, oder wenn dein Körper und die Antikörper schwach sind, die "Niederlage" - Krankheit (in manchen fällen sogar der Tod). Es läuft noch ein Krieg und dieser Krieg findet in uns und zwar im psychischen Niveau statt. Zwischen unseren "größeren" und "kleineren" Trieben, Pathos [siehe : Gott und der Tod (2)].


    "KLEINIAS: Ist ja doch auch bei diesem letzteren, lieber Freund, der Sieg über sich selbst, gerade der erste und herrlichste von allen Siegen und das Sichselbstunterliegen unter allem das Schimpflichste und Schlimmste zugleich, und dies deutet doch darauf hin, daß Krieg in einem jeden von uns gegen sich selber sei".

    Der Triumpf in diesem innerlichgeführten Krieg ergibt den größten Sieg. Der Gewinner wird als "Kreitton eautou" ernannt. Die Niederlage, kann bis zu "Traumwelten", in sogennanten "Opferrollen" ("ach alles ist so scheisse"), in Anhänger von Dogmen und Ideologien werden, und letztendlich sogar zu Neurosen und psychischen Schäden enden.


    Doch der natürliche Begriff "Polemos" wurde durch die Theokratien und die Ideologien ganz verdreht. Durch ihre Dogmen wurde das Gesunde und starke durch das Ungesunde und Schwache ersetzt und erzwungen. Doch das ist ein anderes Thema, das wir ein anderes mal sorgfälltig untersuchen werden.
  3. HERAKLIT : "Da sie geboren sind, nehmen sie auf sich zu leben und den Tod zu haben (-vielmehr auszuruhen-) und Kinder hinterlassen sie, daß neuer Tod geboren wird".

    Das absolut gültige Naturgesetz ist der ständige Wandel, der ewige Fluss ... unzählige Planeten, Sterne, Galaxien ... sterben jede Sekunde ab -Im Sinne, dass überall "Polemos" (Krieg, Streit, Kampf) stattfindet, der Leben erschafft und den Tod bringt- und durch deren Tod, werden neue geboren. Sie nehmen eine neue Gestalt an . Berge erheben sich und mit der Zeit lösen sie sich wieder auf, werden zu "Staub", bis sie sich wieder erheben, "ta panta rhei" also (alles fliesst : Heraklit) !

    Diese allgegenwärtige Wahrheit - Wirklichkeit - ist gleichzeitig auch unsichtbar. "Schlechte Zeugen" die "Augen und Ohren" des Menschen, wenn deren Seele töricht ist. Die Seele ist nicht fähig, diesen "logos" wahrzunehmen... die "Barbarenseelen" gewinnen kein Verständnis, "das alles nach diesem logos geschieht" (Heraklit). Sie sind wie "Schlafende". Im Sinne, dass die Menschen die "Wahrheit" nicht sehen wollen, sie wollen lieber leugnen. Quelle dieses Konflikts ist die Angst ! Das "Ego". Das "Ich", dass das Leben nur als Eigentum sehen will, dass aber auf eine gewisse Art und Weise kein Eigentum ist, sondern eine "Gemeinsamkeit". Denn auch das ist ein Ausdruck des "Weltgesetzes". Des "Logos", der gefallen findet, sich anders auszudrücken.

    Durch die Angst machen die Menschen den Schritt ins Übernatürliche, ins Absurde. Weil sie diese Wahrheit - Wirklichkeit- nicht sehen wollen, sie wollen "träumen" und erfinden den Gott und die Wunder. Eine außerkosmische Kraft die außerhalb der Naturgesetze steht und Vorschriften fordert, die ausserhalb der Naturgesetze liegen. Blinde sehen wieder, Taube hören, Leprakranke werden geheilt usw. Die "Schlafenden" gehen so weit, dass sie den Tod nicht akzeptieren. Sie verweigern den Tod und erfinden durch ihre Fantasie "das Leben nach dem Tode", die Auferstehung der Toten, Paradies, Hölle ... und das "auserwählt sein". Im Sinne, dass nur bestimmte Menschen das ewige Leben erhalten, weil sie bestimmte Vorschriften und Regeln befolgen und weil sie an den wahren Gott glauben !
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    Diese Einstellung, dieses krankhafte Verhalten, kann nichts anderes als die Verweigerung der Naturgesetze und die Respektlosigkeit gegenüber der Natur sein

    -Durch die Angst und durch die Dogmen, schätzen die "Schlafenden" das geschenk Leben nicht. Deshalb können sie unbewusst das geschenk Leben nicht wirklich geniessen. Sie sind verwirrt. Sie suchen nach den "Sinn des Lebens" und finden den Sinn nicht (sie verstehen nicht). Die Zeit vergeht und "suchen" weiter, doch leider finden sie den Sinn nicht. Deshalb glauben sie, dass es einen Sinn nach dem Tode gibt. Sie geniessen das Geschenk Leben nicht und warten auf den Tod, damit das richtige "Leben" beginnt. Letztendlich mutieren sie in "lebende Leichen" (eher in "schlafenden")-

    Es gibt Menschen, die tun so als ob sie nicht Verstehen, oder sie sind so dumm das sie nicht verstehen, was sie für einen Schaden mit ihren Predigten und Dogmen an leicht gläubige Menschen anrichten, die ihre Predigt annehmen. Wie wollen denn die Prediger über ein Leben nach dem Tode predigen, wenn sie nichts vom Tot sein wissen können ? Ein "Modell" das absolut aufs Selbstbelügen basiert. Die Prediger meinen: "Der Glaube lindert die Angst vor dem Tode". Ich behaupte: Ein Mensch, der an einem Leben nach dem Tode glaubt, mindenstens genau so viel Angst hat, wie ein Mensch, der nicht an ein Leben nach dem Tode glaubt, wenn nicht, dann sogar mehr ! Denn der Gläubige, muss noch mit seinen Glauben kämpfen. Als Beispiel nenne ich Jesus höchst persönlich.

    (Matthäus: 26, 36-42)
    "Darauf kam Jesus mit den Jüngern zu einem Grundstück, das man Getsemani nennt, und sagte zu ihnen: Setzt euch und wartet hier, während ich dort bete.
    Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedäus mit sich. Da ergriff ihn Angst und Traurigkeit (!!!),
    und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht mit mir!
    Und er ging ein Stück weiter, warf sich zu Boden und betete: Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.
    Und er ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?
    Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
    Dann ging er zum zweiten Mal weg und betete: Mein Vater, wenn dieser Kelch an mir nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, geschehe dein Wille".



    (Heraklit) "Mit der Begierde zu kämpfen ist schwer ; was sie will, erkauft sie mit der Seele".
    Jesus leugnete sich selber, weil er sich selbstbelogen hat, deshalb suchte er auch nach Gleichgesinnten, um eine Bestätigung für sich zu erbringen. Er wollte "weiterschlafen", damit sein Glaube nicht "zerfällt". Deshalb ließ er sich von seinem Wunschverlangen treiben und strebte nach dessen Befriedigung, in dem er sich selbstbelügte (Außerwählt sein, Sohn Gottes, Leben nach dem Tode, Paradies). Er mußte mit seine dunklen Gedanken (Wunschvorstellung, Glaube) kämpfen.

    Wer aber durch seine Wunschvorstellungen getrieben wird, so wie z.B Jesus, und ausschließlich nach dessen Befriedigung strebt, dessen Auffassung kann eindeutig nicht akzeptiert werden. Denn seine Auffassung kann nicht als richtig oder wahr gelten. Er akzeptierte unsere "Gemeinsame Welt" nicht, deshalb wende er sich in seine eigene Welt. In seine "Traumwelt". Die Welt der Götter, Dämonen und Engel.

    Doch der Sinn von diesem Trade ist nicht, dass ich ein Profil von Jesus erschaffe. Der Sinn von diesem Trade soll dazu dienen, dass wir begreifen, dass das "Leben nach dem Tode" eine erfindung des Menschen ist. Deshalb sollten wir lieber über die Ursachen, Hintergründe und deren Wirkungen nachdenken, damit wir uns selbst nachforschen -jeder für sich selbst- und zwar jeden Tag von neuen.

    Doch was passiert letztsendlich sobald wir gestorben sind ... sobald wir Tod sind ? Auch das sollte sorgfältig untersucht werden. Fortsetzung folgt.
  4. Heraklit : Wachende haben eine Welt gemeinsam – Schlafende haben jeder eine Welt für sich.

    Notwendiges Ereignis für alle Wesen der Tod, denn sobald ein Wesen geboren wird, ist der Tod unausweichlich. Warum eigentlich will der Mensch von jeher schon, nicht überzeugt werden, dass alles mit den Tod endet ? Welche Gründe hat der Mensch, wenn er auf ein Leben nach dem Tode wartet ? Der "Schlüssel", damit dieses Rätsel gelöst wird, gibt uns Hesiod.

    In der "Theogonie" bringt Hesiod den Tod (Thanatos) mit der "Nacht" und dem "Schlaf" in Verbindung. Der Tod - meint Hesiod - ähnelt der Nacht, die den "Schlaf" bringt (Schlaf=der "Zwillingsbruder" vom Tod).
    http://opioids.com/morphine/hypnos-thanatos.jpg
    Die Nacht ist noch die, die die dunklen Gedanken des unausweichlichen Schicksals bringt, sie raubt die Seelen und bringt sie in den Tod. Warum bringt Hesiod den Tod mit dem Schlaf in Verbindung ? Was will Hesiod uns damit mitteilen ?

    Der "Schlüssel", aus dem diese Idee enstanden ist (Leben nach dem Tode), soll das Phänomen Schlaf gewesen sein. Im Reich des Schlafes verliert der Mensch seine Sinne (wenn er nicht träumt), oder er übergeht in eine andere "Art" Bewusstsein (Traum), bis er wieder zurückkehrt und wieder wach wird. Diese Unterbrechung der Fortsetzung und der Rückgang in der Anfangsphase (Wach sein), hat den Menschen hingeführt - den Schlaf und den Tod (die "Zwillingsbrüder", wie uns Hesiod mitteilt)- diese zwei Ereignisse in Verbindung zu setzen ...

    ... und letzendlich zu glauben: Wenn der Schlaf eine "Art todsein" ist, so ist auch der Tod eine Art "Schlaf". Bei beiden Fällen setzt sich die Existenz fort, aber in einer anderer Form von Bewusstsein. Die Träume hat der Urmensch nicht als etwas Ersehntes oder Unwirkliches gesehen. Das Ereignis mit den Toten zu sprechen und geliebte Personen zu sehen, hat ihn überzeugt, dass der Traum etwas Wahres- Wirkliches- ist. "Die Seele verlässt den Körper, und geht über in das Reich der Geister, Dämonen und Götter.

    Doch warum warten die Menschen auf ein Leben nach dem Tode ? Gibt es Gründe, wenn die Menschen auf ein Leben nach dem Tode warten ? Auch das sollte vielleicht enger in Betracht gezogen werden und sorgfältig untersucht werden. Fortsetzung folgt
  5. Wenn wir Kinder sind, lernen wir die Welt zu sehen durch die Augen von unsere Eltern. Gewöhnlich unterwerfen wir uns dem Bild, dass unsere Eltern für uns "hergestellt" haben, wie wir die Welt zu sehen haben. Ein Bild das dafür hergestellt ist, dass wir den richtigen Weg durch das Leben gehen. Aber was nützt dennn so ein Bild ? Schnell kommen die Ereignisse ... selten wird es von unsere Erfahrung bestätigt. Oft verlieren die Werte an gewicht durch unsere geliebten Philosophen und Denker. Lagsam fangen wir an zu zweifeln. Mit der Zeit herrscht absolut der Zweifel in uns. Der Zweifel durchdringt uns. "Alles" ist auf einmal anders !

    Irgendeinmal muss ich es doch zugeben ... ausserdem wer bin ich letztendlich, wenn andere für mich denken ? Was bin ich wenn ich kein denkendes Subjekt bin ??? Ein Objekt ! Ein "Roboter". Eine "Maschine" die keine Seele hat, für die Mächtigen -Religionen, Politik, Unternehmen- Wie merkwürdig ist es dann, wenn ich nur ein teil der Masse bin ? -wenn ich z.B nur eine Zahl hier im Forum bin ? Ganz klar, ein Mensch der im "Koma" liegt, eine "lebende Leiche" ... wenn die, die denken nicht an mich denken- Der absolute Nihilismus !

    Damit ich sicher bin, gibt es nur eine Lösung für mich. Ich muss zweifeln, von diesem Punkt aus gewinne ich die Auffassung : Wenn ich zweifle, weiss ich das ich existiere ! Es ist nichts schlimmes oder gar böses, wenn ich klarheit oder "durchsichtigkeit" für mich erschaffe, wenn sich die Sicherheit anbietet, bei dem, der an alles zweifelt. Du musst ebenfalls von alleine denken : keiner kann mir garantieren, das ich existiere, wenn ich nicht "durchsichtig" für mich bin. Keiner kann meinen Platz einnehmen und für mich denken.

    Somit, diese art von "durchsichtigkeit", bildet sich : von negativ -die sie im Moment ist, wenn ich "leide", dass ich nicht durch die anderen, für die anderen existiere- in positive. Sie gewinnt "dynamik". Im augenblick wo ich zu mir selbst zugebe, dass ich ein denkendes subjekt bin. Denn kein Gedanke ist zur Zeit aufklärender für mich. "Wenn ich zweifle, ist es, weil ich existiere". Hier der Beweis für mich das ich existiere - es ist genug, wenn ich für meine rechenschaft denke und schreibe.
  6. Von da an, wo die Menschheit zu glauben anfing, dass der Mensch aus zweifacher Natur besteht -Psyche und Körper- und diese ausschließlich voneinander trennte, fängt ein ganz neues Kapitel in der Geschichte der Menschheit an, die auch deren Kulturen beeinflußte. Warum wurden die Qualitäten und Schwächen der zwei unähnlichen "Partner" (die vereinigt leben müssen), so ungleich verteilt -dass der eine Bestandteil den Tod findet, und das Schicksal des anderen nicht sicher ist ?

    Und vor allem, wie kann es sein, daß vom Wesen her, zwei so unähnliche Elemente -Bestandteile- sich miteinander vereinigen, obwohl eines bestimmt ist, das andere zu quälen ? Seien wir doch ehrlich. Wenn wir unseren "pathos" (wie z.B Gefressigkeit, Gier, Frust usw.) nicht unter Kontrolle halten können, versuchen wir uns selbst zu belügen -Wir tun uns selbstbelügen, damit wir unseren "pathos" immer wieder freien Lauf lassen können ohne Schuldgefühle zu haben. Damit wir immer wieder die gleichen Fehler machen können, ohne das wir uns schlecht fühlen- Wir versetzen uns dann in eine Art "Opferrolle" und suchen dann einen Sündenbock, und finden "Ihn". Unseren Körper ! Wir Menschen sind so skrupellos, dass wir sogar unseren "heiligen" Körper verkaufen, damit wir keine Schuld empfinden. "Ach ich Armer, ich habe gegen meinen -von Natur aus sündhaften- Körper gekämpft und habe verloren" ... und das genau ist das Problem. Obwohl die Menschen ihren Körper "verkaufen" -damit sie die gleichen Fehler immer wieder machen können, ohne schuldgefühle zu haben- identifizieren sich die Menschen trotzdem mit dem Körper (also den von Natur aus sündhaften Teil in und um uns). Somit wackelt eindeutig die innere "Harmonie. Die Menschen entfernen sich von "gnothi seauton" ! Sie sind wie "Schlafende" (Heraklit). Wenn der Egoismus des Menschen so groß ist, dass er nur in Maßen seiner Unvernünftigkeit (seiner "traumwelt") sein "Ich" erkennt, entfernt er sich vom "Logos" (Menschengericht... "Barbarenseele" hat er). Letzendlich kann diese Tragödie bis in Neurosen und psychischen Problemen enden.

    Nein ! Ich weigere mich mein "Ich" zu spalten, wie es beim Idealismus und Materialismus zu sehen ist (weil es angeblich besser geprüft werden kann), in Gedanken und Körper oder in Wahrnehmung und Fühlen, in Geist und Materie. Was ist letztendlich der Geist und die Materie ohne den Menschen selbst ???


    Die Geschichte lehrt uns, daß die ideologischen Nebenwirkungen -Seele und Körper ausschließlich zu trennen- sehr groß waren, denn es folgte eine "mutation" des Geistes statt, der anfing paranoide Wege zu gehen. Plotin z.B schämte sich, weil er sich in einem Körper befand (das er einen Körper besitzt und im diesem lebt) . Er schnitt mit einem Messer sein "Glied" (Penis) ab und blieb bis zu seinem Tode behindert. Er wusch sich nie und logischerweise folgte die Krankheit. Auch das Christentum, hat den Körper als etwas sehr Elendes gegenüber der angeblich getrennten Seele präsentiert, somit wurde der Körper als das sündhafte Teil des Menschen propagiert. Diese Ideologie war so krankhaft, dass durch die Christen die weltberühmten Asklepieien (Krankenhäuser) und ihre Bäder zerstört wurden. Die Medizin selbst und das Praktizieren der Medizin und Heilkunst (von Hippokrates), wurde als "Magie" und "dämonisch" bezeichnet und deshalb verboten.

    Die Krankheit galt als die Bestrafung Gottes (in manchen Fällen als Teufelswerk). Von da an, war die einzige Medizin, das Beten und der Exorzismus. Manche Christen bestraften sich selber, indem sie sich selbst auspeitschten (den Körper, das sündhafte Teil) ! Durch diese Ideologie erhob sich die Seele so extrem feindlich gegenüber dem Körper, dass die Menschen nicht mehr verstehen konnten -und manche leider (!) immer noch nicht verstehen- welche "heillige" Bedeutung der menschliche Körper hat !

    Sogar der Eros und das Schöne wurde polemisiert und verbannt. Leider wird der Begriff Eros immer noch missverstanden. Viele Menschen glauben, dass der Eros die Sexualität verkörpert. Der Eros aber verkörpert eindeutig nicht die Sexualität. Der Eros ist die generelle Erschütterung unserer Existens, der zusammen mit dem Instinkt, die entsprechende psychische und geistige Atmosphäre umfaßt. Seine Offenbarung wird am Körper sichtbar. Als die Europäer die klassische Kunst der alten Hellenen entdeckten, rollte das gesammte Denken wieder in eine andere Richtung. Durch die Klassische Kunst wurde das Schöne und der Eros wiederentdeckt. In der Weltanschauung der alten Hellenen, galt der Körper als "heilig" (Sokrates wurde nicht ausgepeitscht. Der Körper galt als "heilig". Er hatte die Wahl : Das Konion zu trinken oder verbannt zu werden). Die alten Hellenen trieben jeden Tag Sport, sogar Sokrates trieb bis zu seinem Lebensende (etwa 80 Jahren) Sport.

    Der nackte Körpe strahlte nicht die Sexualität aus (deshalb wurden unter anderem die Skulpturen, Statuen zerstört). Der nackte Körper strahlte das absolut Schöne aus. Die Harmonie von Geist und Seele wird am Körper sichtbar. Somit wurde durch die Kunst der Eros und das Schöne wieder entdeckt.

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  7. Gabriel Marcel, Professor für Philosophie, Existentialist : Ich habe nicht einen Leib, "ich bin mein Leib"

    Heraklit : "EN TO ON"

    Jeder Mensch, hat eine einzgartige und eine ganz besondere Beziehung mit seinem Körper , und zwar einzig und allein mit seinen eigenen Körper ! Doch die Art mit dem wir über unseren Körper sprechen, kann uns leicht in die Irre führen. Ursache? Als erstes nenne ich die Sprache ! Wir glauben, dass wir den Körper erwähnen können (und zwar jeder seinem eigenen Körper) und wie einem anderen X beliebigen Objekt oder Gegenstand gegenübertreten können. Wir sagen z.B "Ich habe zwei Augen", Ich habe zwei Hände oder "Ich habe zwei Arme" - doch der Ausdruck führt uns in die Irre. Weil der Ausdruck "Ich habe zwei Arme", ungenau ist. Denn "Ich habe zwei Arme" bedeutet, dass ich zwei Dinge oder Sachen getrennt von mir habe, etwas außerhalb von mir. Die Arme ! Als wären "meine Arme" ein Gegenstand, z.B ein Auto oder eine Unterhose.
    Meine Arme aber, sind nicht wie mein "Auto" oder meine "Unterhose", also Gegenstände, Sachen, Dinge ausserhalb von mir. Meine "Arme" sind ein Teil von mir. Meine "Arme" bin "Ich" und wenn ich meine "Arme verliere" (z.B amputiert werden), bin ich nicht das gleiche "Ich" wie vorher. Meine "Arme" sind "Eins" mit mir und ich bin der, der ich bin, durch meine Arme und mit meinen "Armen" !

    Wir sagen z.B mein "Kopf", meine "Augen", meine "Schulter". Doch das ist nicht richtig. Denn mein "Kopf", meine "Augen", meine "Schulter", bin ich selber. Es ist also Falsch, wenn wir den wirklichen Zustand so Formulieren, in dem wir sagen : Das ist mein "Körper" oder ich habe diesen "Körper" usw.. Wir sollten eigentlich : Ich bin dieser "Körper", ich bin diese "Augen" oder die(se) "Schulter" bin ich usw. sagen. Was sollen wir also tun ? Sollen wir die Sprache die wir Sprechen ändern ? Nein! natürlich nicht. Wir sollen einfach Verstehen, dass wenn wir über unserem Körper sprechen, wir im endeffekt Ausdrücke benutzen, die nur teilweise als Richtig oder Wahr bezeichnen können.

    Aus dem Oberen gewinne ich eine Erkenntnis, die absolut gültig ist.
    "Ich" bin was ich bin, in diesem und mit diesem Körper. Denn ohne diesem Körper, oder außerhalb von diesem Körper, ist es Absolut unmöglich zu sein, was "Ich" bin. Somit ist mein Körper "Ich", nur dieser Körper bin "Ich", und nur "Ich" bin dieser Körper -"EN TO ON" sagt Heraklit- Dass braucht für einen vernünftigen Menschen keinen Beweis, damit er mit unmittelbarer Erfahrung seine "Einheit" begreift. Ich meine damit, das "Fühlen" seiner "Seele" in seinem Körper und den Körper in seiner "Seele". Wenn es aber zweifel gibt und Beweise von Nöten sind, hier :
    Durch das Fehlen von einem Körperteil z.B Bein oder Niere, ändert sich zusammen mit dem körperlichen Status, auch der psychische Status. Und zwar manchmal stärker und manchmal schwächer, denn es kommt auf den Umfang und die "Tiefe" der Funktion an, die den Körperteil beeinträchtigt. Die "Seele" aber, ist weiterhin so "Eins" mit dem Körper, dass ein Krüppel über Jahre schmerzen fühlt, obwohl das Körperteil fehlt, z.B der Arm oder das Bein ! Der Krüppel fühlt schmerzen, bis langsam seine Psyche und sein Bewußtsein anfängt den "neuen" Körper wahrzunehmen ohne z.B Arm oder Bein oder "Niere" usw.

    In den früheren Zeiten haben die Physiognomie und Charakterologie betont, dass unser Körper mit seinem "Bau" (Körperbau) und seinen Bewegungen, dass Gehen mit seiner Haltung , oder das Verziehen des Gesichts (Grimassen) usw. , die Abbildung des inneren "Ichs" sind. Das heißt, der Körper bringt nicht nur in Ausdruck die Abbildung des inneren "Ichs", sondern verwirklicht und erfüllt mitten im Rahmen die Gesetze der Natur.

    Und auch umgekehrt. Wie wir aus unmitellbarer Erfahrung wissen, die Angespanntheit, der Überdruß, die Hoffnungslosigkeit, das Verwelken der Psyche usw. , können jede Widerstandsfähigkeit des sogar vitalsten Körpers biegen und zunichte machen. Dies ist eindeutig eine Tatsache ! Denoch ist immernoch die Gedankenformulierung nicht ganz richtig. Weil wir wieder den Körper und die Seele voneinander getrennt haben. Das Ergebnis ist nicht das körperliche "Wrack", oder der "Einsturz" der Psyche, sondern Psyche und Körper "stürzen" zusammen ab, als "Einheit" -"EN TO ON" sagt Heraklit- Das eine steht und fällt im anderen und durch den anderen. Der "Schlag" wird von beiden "seiten" gleichzeitig wahrngenommen, und im Maßstab und im Niveau des Jeden, kommt das Ergebnis.