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  1. Theophrastus Bombastus Aureolus Phillippus von Hohenheim, auch

    P A R A C E L S U S


    genannt

    Ein Universalgelehrter der Renaissance, Reformator der Medizin, Mitbegründer der Chemie, Naturforscher, Theologe, Mystiker, Philosoph

    °~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°~°
    Biographie Teil 1 >>>Eltern<<<

    Wir besitzen nur spärliche und lückenhafte Fakten über die tatsächlichen Geschehnisse des Lebens- und Bildungsweges des Paracelsus. Die wenigen persönlichen Anmerkungen sind in seinem Gesamtwerk verstreut. Zeitgenössische Quellen stammen meist auch aus zweiter oder dritter Hand und selbst die Paracelsus-Forscher, sind sich beispielsweise über das Geburtsdatum des Paracelsus nicht einig.

    Versuchen wir also das Gewirr von Legenden, Mutmaßungen, Dichtung und tatsächlichen Gegebenheiten zu entwirren und eine biographische Darstellung des Paracelsus nachzuvollziehen.

    Der Basler Alchemist, Magier und Mediziner Leonhard Thurneys schrieb über das Geburtsdatum des Paracelsus: „n. Chr. 1483, den 10. Novembris, auff rechten Mittag...“ jedoch ist dieses Datum sehr fraglich, wahrscheinlich eine Verwechslung, denn das ist der Tag an dem der große Kirchen-Reformator Martin Luther geboren wurde.

    Theophrastus von Hohenheim wurde entweder im Herbst des Jahres 1493 oder Anfang des Jahres 1494 in Einsiedeln in der Schweiz geboren. Sehr häufig wird der 10. November 1493 angegeben, dann hätte Leonhard Thurneys das Geburtsdatum mit einem Schreibfehler 1483 statt 1493 versehen. Teilweise wird auch der 17. Dezember 1493 genannt. Wir können es heute nicht mehr nachprüfen, da es weder eine Geburtsurkunde, noch ein Taufurkunde gibt. Selbst die Eintragungen in den von Paracelsus besuchten Universitäten sind lückenhaft und geben das genaue Geburtsdatum nicht mehr preis. Nach reichlicher Überlegung aller bekannten Tatsachen muss das Geburtsdatum Ende des Jahres 1493 oder Anfang des Jahres 1494 sein.

    Das Adelsgeschlecht der Bombaste von Hohenheim stammt aus Schwaben, wo die Familie nahe Stuttgart ihren Sitz hatte und sich urkundlich bis in das frühe 12. Jahrhundert nachweisen lässt. Der Großvater Theophrastus, Jörg Bombastus von Hohenheim, war Ordensritter und Komtur der Johanniter. In dieser Eigenschaft begleitete er seinen Landsherrn 1468 auf einer abenteuerlichen Reise ins Heilige Land. Sein Sohn Wilhelm, der Vater des Paracelsus, wurde 1481 in die Tübinger Universität eingetragen, wo er einige Jahre Medizin studierte. Dem damaligen Brauch entsprechend, zog er umher um Erfahrungen und Kenntnisse – auch der Volksheilkunde, die auf der Universität nicht gelehrt wurde – zu sammeln.

    Die Mutter des Theophrastus von Hohenheim arbeitete als Dienstleisterin des Klosters Abtei Maria Einsiedeln, ein viel besuchter Wallfahrtsort, der Pilger aus allen Gegenden Zentraleuropas anzog, um u.a. die Schwarze Madonna zu würdigen. Als der Vater, Wilhelm von Hohenheim, auf seiner Wanderung in Einsiedeln ankam, muss er wohl auf die junge Frau getroffen sein. Die weiteren Umstände sind nicht bekannt bzw. sie sind im Bereich der Spekulationen. Es wird vermutet, dass im Jahre 1490 die Hochzeit stattgefunden haben soll. Über die Mutter ist sehr wenig bekannt, sie soll wohl krank gewesen sein und verstarb recht früh.

    In der modernen Psychologie sind die frühen Jahre für die gesamte Entwicklung des Menschen von entscheidender Bedeutung. So können wir heute davon ausgehen, das der Vater des Theophastus von Hohenheim wohl keine besondere Autorität gegenüber seinem Sohn entwickelt haben soll, jedenfalls wäre sonst die Charaktereigenschaft des Paracelsus – die Initiative, das Selbstbewusstsein, die Selbstständigkeit des Denken, Handeln und Tuns vom Vater schon frühzeitig unterdrückt worden. Wahrscheinlich haben sich das abenteuerliche und naturverbundene Verhalten des Vaters auf den Sohn übertragen.

    Die hohe Intelligenz des Paracelsus muss jedenfalls angeboren und weiter von seinem Vater als Lehrer ausgeformt worden sein.

    Teil 2 der Biographie folgt
  2. Prof. Jürgen Habermas

    "Zwischen Naturalismus und Religion"
    Philosophische Aufsätze aus dem Suhrkamp Verlag - 370 Seiten geben detailiert Auskunft über die Dialektik zwischen Naturalismus und Religion.
    Ein gigantischer Wissensschatz wird Schritt für Schritt, Begriff für Begriff so nach und nach erschlossen. Neben seinen vielen anderen wertvollen Büchern, wie "Wahrheit und Rechtfertigung", "Erkenntnis und Interesse", "Kommunikatives Handeln" usw. ist es für mich am Eindringlichsten und Interessantesten.
    Die Thematik umfasst den Nerv der Zeit in der post-metaphysischen Ausblendung und neo-atheistischen Verdummung der Gesellschaft neben dogmatischen Orthodoxien. Die Sachlichkeit und Tiefendimensionaliät beeindruckt schwer, die Wortgewandheit und der sprachliche Stil sind enorm, die historischen Beleg exakt....
    Für all jene, die sich umfassend über alle philosophische Bereiche informieren wollen, mein Tipp....
    ISBN 3-518-58-58447-2

    "Wahrheit und Rechtferigung"
    auf über 350 Seiten legt Habermas ungeschmickt die Tatsachen der Erkenntnistheorien und ihrer Wahrheiten offen.
    Von Kant über Hegel, bis in die Zeit der Pragmatiker und Realisten werden alle Aspekte dargelegt....
    Wer Habermas wirklich verstehen möchte, sollte sich auf unermüdliche Arbeit und ein maximales Maß an Respekt und philosophischer Weitsicht einstellen. Mir ist dieses intellektuelle Format bisweilen unbekannt gewesen. Weltmeisterlich!!!
    ISBN-3-518-29323-0
  3. Meine Theorie:

    Auch jene Ungläubigen glauben.
    Sie glauben, dass sie ungläubig wären.
    Dem ist nicht so.

    Ohne Glauben wäre KEINE Handlung möglich.
    Ohne Glauben wäre KEINE Heilung möglich.
    Ohne Glauben zerfällt das Bewusstsein von sich selbst (Selbst_Bewusstsein) und bringt eine Hin- und Hergerissenheit, Zerrissenheit des Individualwesens hervor.
    Vergessen wir NICHT, dass jeder von uns diese Individualität an und für sich hat.
    Individualität bedeutet = einzigartig zu sein = EINZIG, aber nicht immer artig.

    Daher ist der Glauben an sich selbst der elementaren Faktor einer Selbstverwirklichung.
    Ohne daran zu glauben, dass ich es tun kann (eine beliebige Sache), bleibt man in einer re_aktiven Zurückhaltung gefangen - was so viel bedeutet, dass man nur auf gesellschaftliche oder natürliche Tatsachen re_agiert.

    Die ganze Lebendigkeit erfordert es aber, dass man seine Wahrnehmungs- und Erkenntnislücke nicht leugnet, welches stets wie das Lügen ist, sondern dass man diese Lücke entweder
    A) offen lässt, damit man sich nicht noch weiter begrenzt, als es die Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit überhaupt zulassen oder
    B) dass man jede Lücke mit einem Glauben füllt, welches wieder das Gefühl der GANZHEIT vermittelt.

    Brauche ich einen Gott?
    Ich brauche kein Gottwesen, keine aber- und irrgläubische Dogmatik, aber ich brauche auch nicht die neo-atheistische Verdummung des naiven Realismus oder der materiellen Sophisten.
    Ich brauche Licht (die Sonne), aber nur in Maßen.
    Ich brauche Wasser, aber sauberes Trinkwasser, auch nur in Maßen (also keine Sinnflut)
    Ich brauche die Luft (vorallem den Sauerstoff) - aber das richtige Maß, der Reinheitsgehalt der Luft ist entscheidend.
    Ich brauche die Natur, meine Umwelt, in der ich mich entfalten und in der ich überhaupt existieren kann.
    Ich brauche ein soziales Umfeld von warmherzigen, freien und offenen Weltbürgern.
    Ich brauche die Liebe, also jene nicht weiter definierbare Unwahrscheinlichkeit, ein außergewöhnlich schöÖönes und wohlwollendes Gefühl geben zu können und auch empfangen zu wollen!

    Und ich brauche noch viel mehr, damit ich existieren kann. (Nahrung, Kleidung, wohlwollendes Klima usw...)

    Daraus folgt:
    Das GANZE Leben, unsere Existenz ist auf Wechselwirkung und Beziehung programmiert. Zwischen diesen Wechselwirkungen muss man jedoch eine Balance halten. In den östlichen Philosophien des Konfuzius, des Laotse, auch in den östlichen Religionen des Hinduismus und auch in der NICHT-dogmatischen "Religionsphilosophie" des Buddhismus nennt man dies Harmonie.

    Als Musiker weiß ich, wie wichtig die Harmonie in der klanglichen Struktur ist.
    Musik ist Schwingung, ist (Luft-)Bewegung, erzeugt Resonanzen.
    Auch der Mensch ist ein resonantes Wesen. Wir sind immer in Bewegung, das Blut fließt, das Herz schlägt - auch dies sind Schwingungen, die Resonanzen erzeugen.

    Was will ich damit sagen?
    Gott ist für mich die abstrakteste aller variablen Begrifflichkeiten, die man eben NICHT mit rationellen oder relativierenden Definitionen determinieren kann. Nach Kant kann man weder die Existenz eines Gottes beweisen, noch kann man die NICHT-Existenz eines Gottes beweisen.

    Die ursprünglich atheistische Grundhaltung verlieft zwischen Agnostik und Pantheistmus bzw. Animismus. Seit der neo-atheistischen Verdummungswelle bezeichne ich mich auch NICHT mehr als Atheist, weil so einfach kann und will ich mich nicht reduzieren.

    Wenn man den Begriff "Gott" mit Natur, Kosmos, Liebe, Harmonie, Lebendigkeit usw. zusammenfügt, kommt man meiner Meinung nach viel näher an die Wahrheit, als es jede Verleugnung, jede Reduktion, jede Relativierung je könnten.

    Fortsetzung folgt!

    Denn der neo-atheistische Kreuzzug bringt Probleme und Konflikte mit sich, die ich weiter verfolgen werde.

    Lieben Gruß
    Axl

    PS: Wäre sehr nett von Euch, wenn Ihr mir einen Kommentar zu der Eingangsfrage kurz beantworten könntet...

    Bitte jeder für sich selbst.

    Brauchst Du einen Gott?
  4. DENKSCHRIFT EXTRA
    Version: 1.3.2 ohne Lektorat

    Der ideelle Realismus – oder die maximale Chance zum Wählen.

    von

    Axel Weiß
    aka Aktivdenker Axl

    Der Mensch als denkendes und fühlendes Wesen kann seiner sinnlichen Gewissheit nur mit Wahrheit oder Verneinung entgegentreten.
    Welches wird wohl Euer Part sein?

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Schönen guten Tag, es freut mich sehr, dass Sie hierher gefunden haben!

    Die Denkschrift EXTRA ist eine Sonderausgabe und befasst sich diesmal mit der Thematik des ideellen Realismus – oder die maximale Chance zum Wählen. Es geht hierbei nicht um Politik, auch nicht um Weltanschauungen, dafür ist die Theologie da. Es geht ebenso nicht um Gesellschaftsansichten, dafür haben wir die Soziologie – NEIN, hier geht es um Philosophie des Ganzen.

    Meine Denkschrift EXTRA ist keine abgeschlossene und dogmatische Anweisungen oder Belehrungen. Vielmehr versteht sich diese Schrift als Denkimpuls, als Denkanstoß, als Meinungsbildungsanreiz. Es ist wichtig, dass sich jeder selbst darüber im Klaren wird, was einem selbst ausmacht, wo Talente und Begabungen sich entfalten und der eigenen Persönlichkeit in der Entwicklung weitere Schübe zuteil werden können.

    Die hier dargelegt Gedanken sind ausschließlich mit subjektiver Prägung unter Wahrung naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten und psychologischen Erscheinungen.

    Konstruktive Kritik jederzeit willkommen!

    Aktivdenker Axl


    Realist oder Idealist?
    Ich kann mich nicht entscheiden und ich brauche es auch nicht. Ich stehe zwischen dem Einem und dem Anderen und erhebe mich darüber, um beides sein zu können. Mal bin mehr Realist, mal durch und durch Idealist. Es liegt an meinem Wesen, an meinen Gefühlen, an der Erziehung, den Erlebnissen und Erfahrungen, die ich in meinem bisherigen Leben erleben durfte. (Pessimisten hätten statt >>durfte<< mit Sicherheit >>musste<< geschrieben.)
    Realist bin ich vor allen Dingen dort, wo ich als Idealist gescheitert bin. Jedoch ist es mir als Optimist möglich, meine Ideale nicht aufzugeben und in realistischer Weise einem realistischen Idealismus an den Tag zu legen.

    Was ist der ideelle Realismus?
    In dem Titel der DENKSCHRIFT ist weiterhin noch von der maximalen Chance zur Wahl die Rede. Genau! Man muss sich als ideeller Realist stets für das Bestmöglich entscheiden. Die Rationalisten nennen es das kleinstmögliche Übel. Die Pessimisten würden sogar sagen, ob großes oder kleines Übel, Übel ist übel und bleibt übel. Ach ja – wie einfach man sich und die Welt begrenzen kann!
    Der Optimist antwortet, dass es Glück ist, sich überhaupt entscheiden zu können. Überhaupt die Auswahl zu haben, die Freiheit zu besitzen, sich FÜR das Eine oder FÜR das Andere selbst zu entscheiden.
    Ich entscheide mich NIE dagegen, nur die Pessimisten tun das und begrenzen sich durch diese ablehnende und verneinende Haltung doch nur selbst.

    Der größte Unterschied zwischen Idealist und Realist ist das Selbstbewusstsein. Der Realist hat in seiner begrenzten Wirklichkeitswahrnehmung eigene Grenzen, die nur selten, wenn überhaupt überschritten werden. Das Selbstbewusstsein liegt in der Maximalform als Einheit = EINS vor. Das absolute Selbstbewusstsein des Realisten liegt demnach bei 100 %. Der Idealist vervielfacht sein Selbstbewusstsein, indem er zwischen Ist- und Sollwert des Selbstbewusstseins die Lücken mit Wahrhaftigkeit zu füllen versucht. Das Wahre ist dabei nur im bewussten Erleben und Erfahren zu fühlen. (Fühlen = Gefühle = Emotion x Vorstellungskraft) Man kann es eben nicht greifen, messen, wiegen oder zählen, weil es nichts zum Greifen gibt, das muss man erstmal be_greifen. Dann lässt es sich viel freier und ungezwungener Leben.

    Was bringt das Ganze?
    Die eigentliche Er_kenntnis, kann durch die Vervielfachung des Selbstbewusstseins ein größeres und stabileres Bewusstsein, auch in Hinblick auf Verantwortung, Ethik, Moral und Sittlichkeit entstehen lassen. Die sichtbaren Grenzen des Realismus werden durchbrochen und zeigen dahinter einer Welt, voller Sinnlichkeit, Harmonie und Liebe. Es geht hierbei nicht um Egozentrik, Egoismus oder Narzissmus, das muss an dieser Stelle ganz klar gesagt werden.
    Der Pessimist murmelt doch nur seine eigene Skepsis und seine Selbst_Bedenken vor, da er weiß, dass er froh wäre, wenn sein Selbstbewusstsein nur die Hälfte des absoluten Wertes eines Realisten hätte.
    Der Optimist lacht darüber, weil er weis, das er sein Selbstbewusstsein beliebig vervielfältigen kann, bis er das Optimum erreicht hat, um seiner eigenen Idealvorstellung selbst zu genügen. Achtung, es geht hierbei nicht um die gesellschaftliche Idealvorstellung des braven Bürgers, der seinen Schlafanzug auf Bügelfalte glättet, sondern es geht hierbei um Selbsterfahrung, um Selbstempfindung, um Selbsterkenntnis zur Selbstverbindlichkeit (Verbindung zu sich selbst, als multiperspektive Selbst_Reflektion).

    Nur genügt man sich damit, indem man sich selbst gewinnt und die Welt verliert?

    Es ist eben nicht so, dass er sich selbst gewinnt und die Welt verliert, weil dies nur der kritische Rationalismus, benannt nach Sir Karl Popper wäre.

    Anmerkung zu Poppers kritischem Rationalismus:
    Karl Popper, der selbst zum Wiener Kreis des logischen Positivismus gehörte, hat die Positivierung selbst verraten und scharf kritisiert. Er wettete wie wild um sich, und verdrehte den Idealismus, besonders Hegels absoluten Idealismus, wird mit >>Scharlatanerie<< verkannt und verfälscht. Es ist die logische Konsequenz des Intellekts, der nur glaubt, was es zu beweisen gibt. Wenn man etwas nicht ver_steht, wird es entweder umgedeutet, verfälscht und die Sachlage zurechtgebogen, bis es passt – oder man begegnet jene Sache mit gelassenem Humor. Den scheint Popper jedenfalls nicht gezeigt zu haben, jedenfalls wäre es die deutlich besser Variante.

    Mit der Verfälschung und Umdeutung hatten wir das doch schon bei Karl Marx, der aus Hegels „Herr und Knecht“ Kapitel einfach Subjekt und Objekt miteinander verdrehte und das Glück völlig unterschlug, sodass er daraus seine eigene Gier nach Material und Geld zum Materialismus, später zum Kommunismus manifestierte.
    Poppers Umdeuten und Verfälschen ging aber noch weiter, indem der selbst Platon, Tyrannei und Intoleranz vorwarf.
    Hallo?
    Wer ist hier intolerant und verbreitet Propagandalügen?

    Nun ja die Beantwortung dieser Frage kann sich der Leser selbst beantworten.

    Nachzulesen ist das alles in Poppers Werk „Die falschen Propheten“, welches 1958 veröffentlicht wurde. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Dummheiten intelligenter Menschen – seine brillante mathematische Logik steht zweifelsfrei fest – durch die Leugnung übersinnlicher Phänomene, sich selbst begrenzen und er damit seiner eigenen logischen Brillanz widerspricht.

    Doch zurück zu der Frage, ob man sich selbst gewinnt und die Welt verliert?
    Die Antwort ist eindeutig: NEIN!


    Denn wer sich selbst im Ganzen hat, kann doch nur im Raum selbst leben. Das Sein ist doch nicht in einem gedachten Vakuum, sondern wir sind in einer Umwelt existent, wir sind mit unserer Umwelt existent, die wir benötigen um überhaupt am Leben sein zu dürfen. Positivierung!

    Traum oder Trauma?
    Zustimmung oder Ablehnung?
    Optimist oder Pessimist?
    Idealist oder Rationalist?
    Das muss jeder für sich entscheiden!

    Bedenke, dieses „entweder - oder“ ist nur Binärdenken oder auch Dualismus genannt, denn die Wirklichkeit ist relativ und die Wahrheit absolut.
    Ich bin, weil ich ein denkendes und fühlendes Wesen bin, das ist absolut wahr.
    Ich bin nicht nur mit mir selbst verbunden, als Selbstverbindlichkeit, sondern ich bin mit der gesamten Umwelt (Natur und Mitmenschen) verbunden, als absolute Verbindlichkeit. Das ist die Wahrheit meiner selbst, der G A N Z E Axl und eben nicht der entzweite, geteilte, verdrängte und genormte Axl.

    Meine Denkschrift EXTRA beende ich mit einem Zitat von Ludwig Marcuse, der den humanistischen Pessimismus zum neuen Denken brachte.

    „Der Nichtgenormte wird als Ver_rückter genormt.“


    Wichtig ist es, dass die Verrücktheiten positiviert werden, das macht Spaß und bringt Freude, denn normal kann das Genormte doch wohl nicht sein, oder?

    Viel Spaß beim Denken,
    Mut und Kraft zu Erkennen,
    Lieben Gruß
    Axl

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Nachschlag gefällig?
    Axl schreibt und bleibt - so wie er ist als Aktivdenker.

    Seelen brennen

    Die Seelen brennen,
    weil Menschen rennen,
    an ihrem Leben vorbei,
    ich höre das laute Geschrei.

    Der Geist wird belogen,
    der Körper ist verbogen,
    das Gesicht wird gestrafft,
    wenn die Wunde aufklafft.

    Der Mensch ist ein Tier,
    mit Macht und mit Gier,
    mit Geld und mit Wut,
    kauft im Rausch ohne Mut.

    Verkümmerte Sinne,
    maximale Aktiengewinne,
    der ganzen Liebe entsagt,
    nur nach Geld wird noch gefragt?

    Die Häuser sind verschlossen,
    das Wasser wird vergossen,
    die Bäume selbst, sie brennen,
    Aber die Menschen rennen.

    An dem Leben vorbei,
    als seien sie nicht dabei,
    ein Mensch unter vielen,
    das Kind will nur spielen.

    Die Natur wird geschändet,
    bei Problemen sich abgewendet,
    das große Auto das fährt,
    nur die Seele ist unterernährt!


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Zitat Ludwig Wittgenstein:
    "Wieviel von dem, was wir tun, besteht darin, den Stil des Denkens zu ändern, und wielviel von dem, was ich tue, besteht darin, den Stil des Denkens zu ändern, und wieviel tue ich, um andere zu überzeugen, ihren Denkstil zu ändern."
  5. Bücherliste
    oder
    Bildung schafft Wissen = Wissenschaft

    Allgemeine Philosophie:

    Johannes Hirschberger „Geschichte der Philosophie“ in 2 Bänden auf über 1200 Seiten - Altertum und Mittelalter sowie Neuzeit und Gegenwart, auch als Doppelband erhältlich...
    [ISBN 9-783898-366564]
    Es ist das Standardwerk für jede Bibliothek, die hohen Auflagenzahlen sprechen dafür, in unzähligen vielen Sprachen übersetzt.
    Hirschbergers monumentale Philosophiegeschichte ist aus der Geisteswissenschaft eben nicht wegzudenken. Durch die Klarheit seiner Sprache, die Konzentration auf das Wesentliche und die detaillierten Quellenangaben ein MUSS für alle, die sich mit Philosophie beschäftigen.

    DTV-Atlas Philosophie aus dem Deutschen Taschenbuch Verlag
    [ISBN 978-3-423-03229-2]
    Die Philosophie braucht manchmal auch die Abbildung der Worte in schematischen Übersichten, in Bildern, in Grafiken. Daher halte ich es für ebenso wie den Hirschberger, für zwingen notwendig, für alle die sich mit Philosophie beschäftigen.

    Philosophie des Geistes:

    Georg Wilhelm Friedrich Hegel „Phänomenologie des Geistes“, ist die Wissenschaft der Erfahrung des Bewusstseins von 1807.
    Es ist die wohl umstrittenste Geistesphilosophie, weil kein anderes Werk so häufig missverstanden und umgedeutet wurde. Selbst Fachgelehrte beißen sich daran die Zähne aus, so lehren manche Professoren dieses Meisterwerk, ohne es jemals verstanden zu haben und klammern ich an den begrifflichen Strukturen fest und rezitieren den Hegel hin und her.
    Es war mit Sicherheit meine schwierigste Lektüre, die ich ohne den Einstieg von
    Dr. Ralf Ludwig „Hegel für Anfänger“
    [ISBN 3-423-30125-2]
    nicht verstanden hätte. Sehr hilfreich waren auch die Erklärungen von
    Eugen Fink „Hegel, Phänomenologische Interpretation“
    [ISBN 978-3-465-03519-0]

    Biologie und Philosophie:

    Humberto R. Mutarana und Francisco J Varela „Baum der Erkenntnis“ ist der Klassiker der modernen Natur- und Geisteswissenschaft, welches auf der Lehre der Evolution des Darwins aufbaut und einen wahrlich gigantischen Erkenntnisschatz bereithält.
    [ISBN 3-442-11460-8] Ich habe die Originalausgabe von 1987 als Geschenk 1992 meines Biologielehrers zum Schulabschluss als Biologie-Klassenbester bekommen und habe es bereits mehrfach gelesen. Es ist die Symbiose aus Text, Bild, Graphik und Meditation über diese Sachverhalte, die den Geist aufsprengen und uns zum Ganzen führen. Kein anderes Werk ist so stabil und unabstreitbar ein wahrer mächtiger Stamm zwischen den biologischen Wurzeln und der darüber liegenden philosophischen Krone. Ein Meisterwerk.

    Logik- und Sprachphilosophie:

    Ludwig Wittgenstein „Tractatus logico-philosophicus“ ist eine logisch-philosophische Abhandlung, ein Meisterwerk. Niemand vor und nach ihm hat sich so intensiv mit der Logik und mit der Sprache beschäftigt.
    [ISBN 978-3-518-10012-7] das ist das Original, es gibt auch eine Kritische Ausgabe. In diesem Zusammenhang möchte ich insbesondere auf die Abhandlung des Wiener Kreises und die vielen Mitschriften seiner Studenten hinweisen, die erst das Gesamtbild dieses Klassikers der Philosophie hervorbringen.

    Philosophie und Theosophie bzw. Panpsychologismus:

    Ludwig Klages „Der Geist als Widersacher der Seele“ ist die Antwort auf jene atheistische Entgleisung des intellektuell entarteten Geistes, der sich wie ein Keil zwischen Leib und Seele schiebt. Das Buch ist 1937 erschienen in 2 Bänden auf über 1400 Seiten werden die Themen: Sein und Wirklichkeit, Raum und Zeit, Geist und Leben, Irrtum, Ding und Bild, Logik, Bewusstsein und Erlebnis, Lebendigkeit, Schauung und Spiegelung, Seelische Grundlagen, Gesetz und Wille, Trieb, Tat und Wollen usw. abgehandelt. Die Sprache ist zugänglich, jedoch werden philosophische Zusammenhänge vorausgesetzt, weil er sich u.a. sehr intensiv mit Kants Irrtümern widmet. (Ein ganzes Kapitel mit diversen Unterteilungen ist dem Kantischen Irrtum gewidmet.) Ein Meisterwerk, das es leider nur noch im Gebrauchtbüchermarkt für ca. € 100,- erhältlich ist.



    Philosophie des Ganzen – ernsthafte esoterische Philosophie:

    Ken Wilber „Eros, Kosmos, Logos“ ist das Hauptwerk und zeichnet sich von seinem esoterischen Frühwerken deutlich ab. Auf über 800 Seiten werden Universum, Wirklichkeit, Realität und ganzheitliche tiefe Struktur der ursprünglichen Einheit von Körper, Geist und Seele wiederhergestellt. Die seriöse Betrachtungsweise schlägt zwischen alten Weisheitslehren und neuzeitlichen Wissenschaften eine Brücke, die stabil genug ist, um weiteren Denkbewegungen stand zu halten, ohne den Dogmatismus oder die Sophistik zu benutzen.

    Erich Fromm: Psychologie und Philosophie
    „Anatomie der menschlichen Destruktivität“ auf über 500 Seiten werden Krieg, Verbrechen, Gewalt untersucht und den Ursachen für diese wissenschaftlich brillant dargelegt. Das Lesen ist etwas anstrengend, weil Fromm hier ganz die wissenschaftliche Strenge zum Vorschein bringt und er kaum Auflockerungen einbringt. Die genannten Beispiele von Hitler sind nachvollziehbar, jedoch trocken in der Substanz. Dafür aber ist in diesem Buch die Nekrophilie wohl am eindringlichsten definiert. Dadurch das diese Buch in einzelne Kapitel eingeteilt und strukturiert ist, kann man nur einzelne Themen, die in sich abgeschlossen wurden, lesen.

    Eigentlich sind alle Erich Fromm Ausgaben sehr wertvoll und unbedingt lesenswert. Ich möchte mich hier nur auf 4 der 12 Bücher beschränken.
    Erich Fromm „Die Seele des Menschen“ -
    „Die Kunst des Liebens“
    „Haben und Sein“
    „Die Furcht vor der Freiheit“

    150 bis 270 Seiten, in der Regel sehr gut zu lesen, wobei „Haben und Sein“ mit einem gehobenen Anspruch und nicht leicht zugänglicher Wissenschaftlichkeit einhergeht.

    Erich Fromm dürfte wohl in keiner Bibiolothek fehlen, daher kann man sich seine Werke auch in der Bibiolothek ausleihen.

    Psychologie der Dummheit:

    Horst Geyer „Über die Dummheit“ beginnt mit den Wortes Goethes aus Faust II „ Wer kann was Dummes, wer was Kluges denken, das nicht die Vorwelt schon gedacht?“
    Das Buch ist aus den 50ger Jahren [207-58342] eine ISBN-Nr. habe ich nicht gefunden, wurde aber bis in den 80er immer wieder neu aufgelegt und ist eines der genialen Streiche, eines Intellekts, welcher uns und sich selbst die Dummheiten des Menschen vor Augen führt. Die Aktualität des Buches ist zweifelsfrei zeitlos. Was ist die Volksverdummung? Über das Narrentreiben der Menschen. Das Lob der Dummheit und die Vorteile der geringen Intelligenz, sind nur knappe Stichworte, um einen kleinen Einblick, in dieses Meisterwerk der Menschengeschichte zu geben. Mit Herz und Humor geschrieben und ein ewiger Klassiker, in dem ich immer wieder anfange zu schmökern.

    Natur der Musik und Musikphilosophie:

    Manfred Spitzer „Musik im Kopf“ ein überragendes Meisterwerk führt den Leser an das Verständnis der Musik.
    [ISBN 978-3-7945-2427-3]
    Wer das Chaos ordnen und die Harmonie, als harmonischen Impuls der Schwingung verstehen will, kommt um dieses Buch nicht herum.
    Es löst quasi den Klassiker von Hans Schnoor „Harmonie und Chaos“ ab, weil es sich eben nicht mehr ausschließlich mit der Musiktheorie beschäftigt, sondern eine stabile Brücke zu der Neurobiologie, der Psychologie und der Philosophie baut. Nicht nur für Musiker, sondern für alle, die sich mit Musik beschäftigen – auch wegen der klaren und leicht verständlichen Sprache, ein Pflichtkauf.

    Kunst:

    Ich habe wirklich lange nach einem geeigneten Kunstlexika gesucht und auch viele gefunden, aber eins, dass möchte ich nicht wieder hergeben, weil es die gesamte „Weltgeschichte der Kunst“ von Hugh Honour und John Fleming mit Bild und Text auf das wesentliche komprimiert. Es ist erschienen als Übersetzung aus dem Englischen beim Prestel Verlag. Sicherlich kommen die deutschen Künstler etwas zu kurz, weil es eben aus dem englisch-sprachigem Raum kommt, aber für die Beschreibungen, was ist der Suprematismus, was ist der Expressionismus, was ist die Freie Kunst des Beuys, unverwechselbar auf dem Punkt gebracht. Die gesamte Weltgeschichte der Kunst, beginnend bei der Venus von Willendorf (30.000 v.u.Z.) und endet bei der postmodernen Multikulturalisierung, Videoinstallationen usw.... Dabei werden nicht nur Malerei und Grafik, sondern auch Architektur, Design und Philosophie des Ganzen nicht unberücksichtigt gelassen. Welt-Meisterlich!

    Lexika:

    Duden
    Fremdwörterlexikon (alte und neuzeitliche, es ist schon erstaunlich, dass man in dem neuen Fremdwörterlexikon nicht mehr alle Fremdworte finden kann)
    Sag es treffender
    Sag es auf Deutsch
    , auch als Doppelband erhältlich
    Handbuch der Mathematik, auch Duden Rechnen Mathematik
    Handbuch der Numerologie und Zahlenmystik
    Enzyklopädie der Mythologie, auch Lexikon der Mythologie oder die Welt der Mytologie, alle drei sehr wertvoll!
    Lexikon der Psychologie, auch Parapsychologie
    Lexikon der Kosmologie
    Lexikon der Phamakologie
    Bittere Pillen => dann weis man was man da schluckt!
    Fischer Weltalmanach (erscheint jedes Jahr auf Neue, Zahlen, Daten, Fakten über die Welt, Organisationen, EU, Wirtschaft, Handel, Verkehr, Kommunikation, Umwelt, Natur, Kultur usw...)
    Anatomie des Menschen
    Humanbiologie
    Botanik
    Heil- und Kräuterkunde, auch Omas beste Hausmedizin
    Enzyklopädie der Psyche
    Personen- und Namensverzeichnis
    Die großen Deutschen (schöÖöne Biographien)
    Usw...
    Meine kleine Bibliothek besteht aus über 90 % Sachliteratur, und die restlichen 10 % sind Prosa und Lyrik.

    Axl