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Was ist Dasein?

Ich hatte auf Deine Antwort gewartet... Du gibst mir recht? Hmmm... Ich selbst bin ein wahrer Denkmüllsensor bei Hegel... Hegel geht zum Beistpiel tatsächlich vom reinen Sein aus, um ihm in der Antithese das Nicht-Sein gegenüberzustellen... Dummer Weise stolperte er aber an der Stelle, und fiel mit der Schnauze mitten in den Scheißhaufen des Nichte... Davon konnte er sich nie wieder ganz erholen... :)
 
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Mein Freund der Baum ist tot.


Die Frage, ob Pflanzen ein Bewusstsein haben, oder nicht, ist auch unerheblich für die Frage nach dem Dasein... Dasein meint trotzdem Existenz, aber nur im Sinne von Leben, nicht im Sinne von In-der-Welt-Sein... Also habe Pflanzen auch ein Dasein... Man bedenke beispielsweise, dass Zimmerpflanzen auf die Gefühle ihrer Eigentümer reagieren... In der Anthroposophie geht etwa die Lehre, dass Tiere sich in einer Art Traumbewusstsein befinden und Pflanzen in einer Art traumlosem Schlafbewusstsein... Sie haben dann eben doch eine bestimmte Art -wenn auch sehr herabgeminderten - Bewusstsesins...
 
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Die Frage, ob Pflanzen ein Bewusstsein haben, oder nicht, ist auch unerheblich für die Frage nach dem Dasein... Dasein meint trotzdem Existenz, aber nur im Sinne von Leben, nicht im Sinne von In-der-Welt-Sein... Also habe Pflanzen auch ein Dasein... Man bedenke beispielsweise, dass Zimmerpflanzen auf die Gefühle ihrer Eigentümer reagieren... In der Anthroposophie geht etwa die Lehre, dass Tiere sich in einer Art Traumbewusstsein befinden und Pflanzen in einer Art traumlosem Schlafbewusstsein... Sie haben dann eben doch eine bestimmte Art -wenn auch sehr herabgeminderten - Bewusstsesins...

Kann man das messen? Wie genau?
 
Es gibt inzwischen ganze Institute, die das Wuchverhalten von Zimmerpflanzen unter verscheidesnten gärtnerischen Gesichtspunkten ziemlich systematisch untersuchen... Die ersten, die das damals überhaupt gemacht haben, war die TU Paerborn... Sie sollten als eines von mehreren Instituten dem Waldsterben auf den Grund gehen... Und die haben das recht gründlich gemacht, und fanden den Biorhysthmus der Pflanze... Als ich damals Abitur machte (1987) besuchten wir um 1986 das Institut... Aber da war man auf Grund eines Irrtums auf unser Kommen nicht vorbereitet... Wir wollten uns eingentlich Laserexperimente anschauen, etwa im Bereich Festkörperpyhsik... Und so schickten die uns einfach in die elektrotechnische Abteilung, wo und der technische Assistent alternativ berichtete von den atembrraubenden Forschungen an Waldpflanzen... Heute werden genau diese Experimente praktisch in jedem bilogischen und botansichen Institut durchgeführt... Das wurde mir bestätigt... Aber keine Weiß mehr von den Entdeckern aus Padaborn... Und ich selbst wüsste es auch nicht, wenn wir nicht durch puren Zufall damit zu tun bekommen hätten... Hier mein Bericht:

Ein Beispiel für gelungene Phänomenologie mitten im üblichen Wissenschaftsbetrieb

Als ich mein Abitur machte, sind wir mit dem Leistungskurs zur Technischen Hochschule nach Paderborn gefahren, um diese zu besichtigen. Doch dort war man auf unser Kommen nicht vorbereitet. Und so zeigte man uns Versuche der elektrotechnischen Abteilung. An diese Abteilung wurde vor etlichen Jahren ein Forschungsauftrag vergeben, die Ursachen des Waldsterbens zu ergründen. Na ja, eine elektrotechnische Abteilung hat natürlich wenig Überblick über Ökosysteme und die belebte Natur. Und so taten die das einzig richtige, nämlich zuerst einmal alles zu vergessen, was sie jemals gewusst oder für richtig gehalten haben.

Doch wie sollte man vorgehen? Zunächst besorgte man sich eine ganze Auswahl von Pflanzen, wie sie auch im Wald vorkommen. Und was macht ein Elektrotechniker mit ihnen? Er klemmt zuerst einmal seine Elektroden an die Blätter, um die elektrische Leitfähigkeit zu messen. Die Messkurven wurden sorgfältig aufgezeichnet und zur Überraschung aller gab es ein verblüffendes Ergebnis: Morgens mit dem eintretenden Tageslicht nahm die Kurve zu, abends viel sie wieder ab, eigentlich wie eine Gaußsche Normalverteilung. Nur, die Kurve wies eine einzige Besonderheit auf: Mittags viel sie für kurze Zeit stark ab; die Pflanzen hielten einen Mittagsschlaf. Der Biorhythmus der Pflanze war entdeckt.

Nun war man aber im eigentlichen Projekt noch keinen Schritt weitergekommen. Man nahm nun erst einmal an, das Waldsterben käme von den Umweltgiften und Abgasen. Und so wurden die Pflanzen in speziellen Behältern mit den unterschiedlichsten Giftgasen bedampft. Wieder wurde der neu entdeckte Biorhythmus gemessen. Bei den Pflanzen, die stark mit Schwefelverbindungen in Kontakt kamen zeigte sich nach kurzer Zeit eine Veränderung; Die gemessenen Kurven brachen ein. Die Pflanzen starben ab; sie waren von innen heraus verfault. Diese Pflanzen wurden nun in spezielle Labors zur genaueren Untersuchung gegeben. Man stellte fest, dass bei ihnen die feinen Wurzelspitzen zerstört waren; die Pflanzen konnten keine Nährstoffe mehr aufnehmen. Somit waren die Schwefelverbindungen, die in Form des sauren Regens in den Boden gerieten, als eigentliche Ursache für das Waldsterben ausgemacht. Später sind dann viele Wälder mit Kalk behandelt worden, um den Säuregehalt der Waldböden zu neutralisieren. Wir sehen, selbst mitten im üblichen Wissenschaftsbetrieb kann Phänomenologie betrieben werden, und das mit glänzendem Erfolg.
 
Ja, lange Rede, kurzer Sinn. :D

Phänomenologie des Geistes ist Tiefe!

Elle-Maus, Du bist ein großer Fan der Phänomenolgie des Geistes... Ich persönlich finde sie auch nicht schlecht, auch wenn sie mit echter Phänomenologie ungefähr so viel zu tun hat, wie eine Kuh mit der Milchstraße... Zwei Werke von Hegel würde ich jeder Zeit wieder in die Hand nehmen, und eigentlch müsste ich das auch mal wieder machen: die Phänomenolgoie des Geistes und die Wissneschaft der Logik... Alles andere kann man heute getrost vergessen, am meisten aber der Enzyklopädie, die Hegel sich hätte sparen können... Sie ist nicht nur Schrott, sondern längst auf dem Scheiterhaufen der Geschcihte gelandet, und zwar spätestens seit dem Zusammenbruch des Hegelschen Systems... Es ist ganz interesssant, aber die Analytische Philosophie hat Hegel ja nie auch nur eines Blickes gewürdigt... Inzwischen sehen die Spezis sich zumindest schon mal die Wissenschaft der Logik als Ontologisches Fundamentalwerk besonderer Art an... Aber um die Enzyklopädie werden die Analytiker wohl auch weiterhin einen riesigen Bogen machen... Zu Recht, wie ich finde... Hegelsche sprich dialektische Fundamentalontologie ist eigentlich gar nicht so kompliziert... Hier ein zentrales Besispiel aus der Wissenschaft der Logik:

.................................Leben
..................................x...x
...........................x.................x
.-.................x................................x
..-.........Werden........................Vergehen
....-.....Entstehen.......................Vergehen
....-.........x.....x
-........x...............x
-....x......................x
Sein................Nichtsein

Da taucht weder das Dasein auf, noch das Nichts... Und so transportiere ich es auch in meiner Schrift zur Wissenschaft der Logik, die von der Hegel-Gesellschaft offiziell in den Katalog von Hegelschriften im Netz aufgenommen und eigenständig als PDF-Datei - wenn auch in einer älteren Fassung - ins Netz gestellt wurde... Das ist zwar noch nicht der Hegel-Preis, aber schon einmal eine Anfang und an sich eine schöne Anerkennung... Hier die Schrift:

http://joachimstiller.de/download/philosophie_hegel_logik.pdf
 
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Unser Dasein ist ein vorübergehender Wandel im Hiersein, :zunge3: Dort-Sein, :schritt:
Mittendrinn-Sein,:banane: Zusammensein, :grouphug: Nirgendswo-Sein :schlaf1: und im ewigen Nichtsein.
smilie_tra_065.gif


Im Gegensatz zur Tier und Pflanzenwelt, philosophiert der arme Mensch über den Sinn seines Daseins. :homer:

Viele sehen in der Arbeit den Sinn ihres Lebens, daher sind sie ein Mittel zum Zweck,
bzw. billige Arbeitssklaven „die für Wünsche, bzw. für ein bisschen Firlefanz“ :geschenk: die meiste Zeit ihres Lebens aufopfern.

Es gab mal Zeiten, da hatte nur der arbeitende Mensch eine Existenzberechtigung. :eek:
Heutzutage kann man durch seine Arbeitskraft, :jump3:nur noch die elementarsten Bedürfnisse befriedigen. :sabber:

Wie viel menschliches Dasein ist oft nur ein Produkt der der Geilheit, oder der Dummheit?
Z.B. durch mangelhafte Verhütung, Religion,Tradition, Altersversorgung, Kindergeld, usw. :rolleyes:
Das Dasein zerrinnt und wenn die Alten erkalten, folgen neue gierige Gestalten. :jump6:


Man hat kein Recht, weder auf Dasein, noch auf Arbeit, noch gar auf „Glück“:
es steht mit dem einzelnen Menschen nicht anders als mit dem niedersten Wurm.

(Friedrich Wilhelm Nietzsche)
 
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Ich lese die Ausführungen mit Interesse, weiß von den Philosophen zu dieser Problematik gar nichts.
Als aufgeklärter Laie erlaube ich mir folgende Frage: Hat dieser edle Wettstreit um Inhalte der verschiedenen Begriffe einen gemeinsamen Bezugspunkt oder ein Ziel oder werden mit diesen "Definitionen" verschiedene "Inhalte für Dasein, Existenz, Leben ..." geschaffen, die ?? woran gepürft, gemessen, verstanden werden?
Ich ertrage Spott, Bedauern und Mitleid.
 
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