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Warum Groß- und Kleinschreibung???

Dieses Thema im Forum "Sprache" wurde erstellt von Eule58, 10. Januar 2010.

  1. interlocutore

    interlocutore Well-Known Member

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    Dient aber auch dem Verständnis
     
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  2. interlocutore

    interlocutore Well-Known Member

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    ....... weil der Griffel durch Tasten am Keyboard ersetzt wurde.
    Für einen Lehrer ist es ja so mühsam sich vom Katheder zu erheben und auf der Tafel was zu zeichnen.
     
  3. flora10

    flora10 New Member

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    Klingt absolut einleuchtend! Wenn alles klein geschrieben wäre, würde dies das Lesen erschweren.
     
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  4. AlDente

    AlDente Member

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    Gerade im Deutschen haben wir eine Menge Wörter, die eben groß und klein ganz andere Bedeutung haben, insofern ist die korrekte Schreibweise, gerade fürs Verständnis, da eher ein Muss. ;)

    Bin da schon vor ein paar Jahren auf diesen schönen Eintrag gestoßen, der das Ganze in meinen Augen perfekt zusammenfasst:

    http://www.schleckysilberstein.com/...utschland-die-gros-und-kleinschreibung-haben/

    mfg, Al
     
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  5. Munro

    Munro Well-Known Member

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    Beiträge:
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    Sehr wahr!
     
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  6. interlocutore

    interlocutore Well-Known Member

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    Bei dieser Bestrebung der Kleinschreibung hat man oft das Gefühl, dass heute mehr geschrieben als interpretierend gelesen würde. Vor allem machen Befürworter auch sonst gern orthographische Fehler. Um dieses Dilemma zu beheben, sollte man großzügiger mit Fehlern umgehen und traditionelle Bildungsschichtungen abmildern. Man sollte die Freiheit haben, Fehler zu machen, wenn man sich schriftlich ausdrücken kann, wie es einem gerade in den Sinn drängt.

    Die meisten Befürworter von Kleinschreibung findet man unter Pädagogen, die, beruflich bedingt, am meisten regelbewusst urteilen müssen. Diese Berufsgruppe hat auch über Reformkommissionen sehr autoritär bestimmte Regelbrüche eingeführt, wie z.B.:
    "Größer .... wie" anstatt "größer ... als".
    Der Vergleich (Komparativ) wird hier zu einer Gleichsetzung gemacht. Im selben Atemzug kann ich heute sagen, "das Wetter ist heute so schön, als es gestern war". Na ja, nicht ganz so falsch aber sehr 'umgangssprachlich'.
    "am Donnerstag, dem ..." anstatt "am Donnerstag, den ...." (ich benenne/bezeichne den ...).
    "Dem Aufruhr Herr werden anstatt "des Aufruhrs Herr ..." - aber darüber, dass "dem Genetiv sein Tod der Dativ" geworden ist, gibt es ja schon ein Buch.
    Und überhaupt: zu meiner Schulzeit hat man noch gelernt, dass wenn-Sätze "würde-los" sind, 'da eine Bedingung (Konditionalis) oder eine Alternative keine mehr wäre, wenn sie schon von vornherein in einen zukünftigen Zweifel/Konjunktiv gesetzt wird' (würde). Indirekte Rede ist auch schon abgeschafft, weil Pädagogen damit beruflichen Misserfolg schon vor Antritt ihres Berufes ein-programmiert hätten.

    Ich gebe aber zu, dass mir das Schreiben dieses Beitrages mehr Spaß macht als irgendwen das Lesen erfreuen könnte.
     
  7. ^gaia^

    ^gaia^ Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Zu meiner Schulzeit mussten wir Satzbausteine auswenig lernen. Die ganze Bandbreite der deutschen Grammatik, sogar die vollendete Zukunft.
    Der Genitiv wird des Dativs Tod gewesen sein.
    Oder so ähnlich.
     
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  8. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
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    19.572
    Das Wort selbst:)
     
  9. interlocutore

    interlocutore Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Ort:
    Mitteleuropa
    Ja, das Futurum exactum ("vollendete Zukunft") kommt überhaupt nicht mehr vor, obwohl es sehr aussagekräftig ist. Auch Plusquamperfekt ist verpönt, weil die Abstufung in der Vergangenheitsform Probleme macht.
    Noch einmal meine Meinung: nur weil etwas schwierig ist, sollte es nicht abgeschafft werden. Deutsch ist eine sehr unlogische Sprache, weswegen früher Latein oder Französisch die Sprache der Wissenschaft war und heute die einzelnen Wissenschaftsgebiete jeweils ihre englische Fachsprache haben. Wenn man die deutsche Sprache immer nur vereinfacht und grammatikalische Sonderheiten ausscheidet, wird Deutsch auch im Alltagsgebrauch nicht mehr verständlich sein. Das käme gewissen politischen Gruppen sehr zustatten.

    Unsere Politiker reden oft so geschwollen von "das macht Sinn" oder "Erwartungshaltung" statt einfach "Erwartung" - scheinbar glaubt man, damit leeren Worten mehr Bedeutung geben zu können. Den österreichischen Journalisten kann man das verzeihen, weil die sich für deutsche Verlage bzw Medienunternehmen "verwendbar" darstellen wollen. Im Rundfunk hört man jetzt immer mehr die deutsche Betonung russischer oder italienischer Namen. (zB Rómanow statt Románow, Rásputin statt Raspútjin, Monáco statt Mónaco).
     

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