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Träume

Dieses Thema im Forum "Unter Uns" wurde erstellt von dasinci, 4. Januar 2018.

  1. dasinci

    dasinci Well-Known Member

    Registriert seit:
    14. Mai 2012
    Beiträge:
    2.198
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    Wieder träume ich.

    Ich sitze im Garten mit einer Gruppe auf dem Boden und unterhalte mich angeregt als mir aus der Distanz eine Erscheinung auffällt, die dort nicht hingehört. Ich flüstere Luzifer zu meiner Rechten zu, dass der, der nicht hierher gehört, nicht meine Augen sehen darf. Außerdem stört mich meine Oberkörperfreiheit, da der Fremde näher kommt. Jared, der mir gegenüber sitzt, will mir mit seinem Shirt aushelfen, aber es ist mir, selbst als ich es schon fast übergeben bekommen habe, nicht wirklich recht, es anzunehmen, weil es das Bild zu stark sexuell aufladen würde. Zum Glück rettet Dilip zu meiner Linken mich mit einem anderen Shirt und ich kann Jareds ablehnen. Das von Dilip ist das coolste ever. Nichtsdestoweniger hat der Fremde mich entdeckt und kommt näher. Luzifer trabt los und Dan kommt bei dem Fremden an, schnappt ihn mit seinem Maul und trägt ihn fort. Ich bedanke mich wie immer herzlich bei Dilip und folge Dan in die Eiswüste. Mein Shirt wird mir in der Kälte zum Pelz und schließlich zum schützenden Zelt. Aus einem kleinen Spalt heraus sehe ich, dass der Fremde von Dan abgesetzt wurde und nun in seiner viel zu leichten Kleidung auf mich zu rennt. Als der Fremde in mein Zelt hechtet und mich zu greifen versucht, versetze ich uns an den Strand, mein Zelt wird zu meinem Steinkreis und ich nutze den Schwung des Fremden, um ihn aus meinem Steinkreis zu werfen. Sofort steht der Fremde wieder auf, aber ich habe den undurchdringlichen Schild meines Steinkreises schon aktiviert. Nach einer Weile, in der ich den Fremden beobachtet habe, schlafe ich im weichen, warmen Sand ein.
     
  2. Kaawi

    Kaawi Well-Known Member

    Registriert seit:
    18. Januar 2009
    Beiträge:
    6.675
    Seltsam, seltsam, @dasinci, ich hatte vor wenigen Nächten ebenfalls einen Traum von einer kleinen Gesellschaft, einem entblößten Oberkörper und einer bedrohlichen Atmosphäre, nur spielte die Szene im geschlossenen Raum, mein TraumIch litt unter Ashtma und seine Signale der Überforderung mit meiner Mutterrolle wurden von der ansonsten wohlwollenden Gruppe nicht verstanden, was wohl die dumpf-bedrohliche Atmosphäre ausmachte.

    Die Souveränität Deiner TraumIchfigur wirkt auf mich zugleich faszinierend und macht mich nachdenklich. Wer oder was ist das Fremde? Ich mag darüber nicht grübeln, aber was mir gefällt ist, eine Verknüpfung zu einem Artikel von Dorothe Sölle herzustellen, der ebenfalls das Fremde in den Mittelpunkt existentieller, hier religiöser Betrachtung stellt und mich seit einigen Tagen beschäftigt:

    "Wir müssen die Voraussetzungen, die Menschen zu so etwas wie Glauben bringen können, etwas genauer klären und zunächst versuchen, die Religion zu verstehen als einen Akt der Kreativität, in dem Menschen das tun, was sie in aller Kultur tun: sich die Welt aneignen, die Natur humanisieren, das Schicksal als den fremden, feindlichen Gott überwinden. Das religiöse Bedürfnis ist das Bedürfnis, Sinn zu erfahren und Sinn zu stiften."

    http://www.dober.de/religionskritik/soelle2.html

    Herzliche Grüße!
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juli 2018
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  3. PlacidHysteria

    PlacidHysteria Well-Known Member

    Registriert seit:
    5. März 2017
    Beiträge:
    1.856
    Ort:
    In einer Kryokapsel auf einem Rau(m)schschiff
    Wieder ein Alptraum, der am Ende keiner war.

    Er spielte nicht in meiner üblichen Umgebung, sondern in einem "Traum-Urlaubsland". Die düster-rötliche Umgebung gab mir das Gefühl verreist zu sein.
    In einem Fluss, der mit Glas überdacht war, stehe ich unter Wasser, doch dort ist kein Wasser. Es gibt andere Personen neben mir. Unerkennbar aber doch bekannt. Es gibt eine starke Strömung, der wir jedoch gut standhalten können. Vor mir, 50m, ist eine Wand. Es gibt auch Seitenwände, nur nach vorne ist das Zimmer im Fluss offen. Dort drinnen wachsen Pflanzen aller Art. Und eine Art Schlange, mit flachem Gesicht, und nur einem großen Auge wohnt darin. Alle heiligen Zeiten streckt sie sich und ihr sonst auch schon wortwörtlich schmerzend, dornenartiger Blick verstärkt sich. Immer dann nehme ich eine betende Pose ein und raune Gebete vor mich hin.

    Die nächste Szene zeigt mich(aus meiner Sicht aus) und meine ehemalige Klasse in einem Gebäude, das ein Zoo ist. Wir gehen durch den ganzen Zoo, doch einmal gibt es zwei Türen, ohne Schild, aus Glas. Sie sind fest verschlossen. Dahinter sieht man Ranken aus grünem, filzartigem Material. Drei meiner Kameraden bleiben stehen und versuchen die Türen aufzubekommen. Ich spüre Gefahr und einer meiner Freunde auch. Wir drängen sie weg von den Türen, doch sie kehren zurück und öffnen die Türen. Sie treten ein und verschwinden. Ich und mein Freund animieren nun zur Flucht. Jeder rennt aus dem Zoo und draußen sehen wir, dass die Ranken bereits das Gebäudedach durchbrochen haben, und ein altes Piratenschiff, ungefähr 50 Meter hoch angegriffen haben. Dort haben noch bis vor kurzen 100e Familien gespielt. Nun hat sie "Spore", die Ranke, so wusste ich wie sie im Traum hieß, konsumiert.

    In der nächsten Szene bin ich am Schiff. Vor mir materialisiert ein Wesen, nein ein Mann! Er ist in einen langen Mantel gekleidet und gleicht einem Piraten, mit schiefen Zähnen, großer Gestalt, zerzausten schwarzen Locken, und großen "erschreckten" Augen. Es scheint als sei er in der farbigen Welt um uns herum, einem S/W-Foto entsprungen. Er ist nur grau. Verschieden grau, aber grau.
    Wir beginnen ein Gespräch. Ich verbeuge mich und gebe mich unterwürfig. Ich weiß, dass er Spore kontrolliert. Er lacht und sagt sowas wie: So kommst du mir nicht an! (Ich sagte davor soetwas wie: Ehrwürdigste Majestät!)
    Ich erhebe mich und es entwickelt sich wie eine freundschaftliche, aber dennoch für mich deutlich gefährliche Beziehung. Ich weiß dass er ein Gott ist, und ich profitiere im weiteren Verlauf meines Traumes von der Macht des Mannes. Sein Name war Herr Ksarkotreus oder so etwas in der Art.
    Und plötzlich gehört mir die Welt.
     
  4. dasinci

    dasinci Well-Known Member

    Registriert seit:
    14. Mai 2012
    Beiträge:
    2.198
    Eigentlich hatte ich heute keine Lust, meinen Traum aufzuschreiben, nicht zuletzt, weil der letzte bereits mehr als eine Woche älter war und es danach noch ein, zwei anschließende Träume gab.
    Aber eine Instagram-Story, die mich heute erreicht hat, motiviert mich nun doch dazu...

    https://www.ignant.com/2018/07/13/simon-freunds-selbstportrait/
    Ich bin in meiner Stadt. Noch wie benommen von den Eindrücken der Party in einem größeren Raum, den besonderen Essensbestellungen der drei besonderen Gäste und den Tipps der sanftmütigen, russischen Malerin im schwarzen Kleid, flaniere ich gedankenversunken durch die Gänge. Erst jetzt bemerke ich, dass ich nicht eine dieser Heldinnen mit behaarten Beinen bin, wie ich lange dachte. Die automatische Ausgabe von Kleidung an die Gäste/Bewohner scheint sich zu etablieren. Mir fällt auf, dass sich Frauen stark bei der Herrenmode bedienen. Viele tragen Budapester. Und dann sehe ich Männer in Tube Tops, Cocktailkleidern, Kleinen Schwarzen und Heels. Einer begegnet mir direkt. Ich mag seine Wahl. Er trägt eine rote, schmale Hose und dazu einen schwarzen Kaschmirpulli. Im Vorbeigehen schaut er mir in die Augen und tippt seinen Hut an. Ich nicke zurück, muss lächeln und gehe zunächst weiter, bleibe dann aber doch stehen und drehe mich nach ihm um. Er scheint das zu merken und dreht sich auch um, geht auf mich zu und bleibt vor mir stehen. Ich frage ihn, ob er jeden so grüßt oder ob das ein besonderer Gruß war. Da erklärt er mir, dass man in den Gängen für gewöhnlich niemandem begegnet. Ich entgegne, dass ich das weiß. Und er sagt, dass man munkelt, nur der Erbauer könne sich gleichzeitig mit anderen in einem Gang aufhalten. Und für den Fall, dass das Gerücht stimmt, wollte er mir ein wenig Respekt zollen. Ich verstehe und frage ihn, ob er sich hier wohl fühlt, was er bestätigt. Ich lasse ihn weiter ziehen und gehe direkt zum Raum, in dem die Kleidung gewählt wird und lagert, denn ich will das System verbessern. Ich grüble lange über die einzelnen Vorgänge und setze mich schließlich auf einen nicht zu bequemen Hocker, um eine richtige Denkerpose einzunehmen. Ich frage mich, ob es gerecht gegenüber den ursprünglichen Besitzern wäre, wenn ich die Kleidung nach meinem Geschmack aussortiere und einzelne Teile, von denen ich denke, dass sie Damen und Herren nicht gleichermaßen schmeicheln würden, eigenmächtig aus dem Sortiment nehme. Also gehe ich zurück und sehe, dass die Teile größtenteils nur als Erinnerungen hergebracht und erst hier nachgestellt wurden. Damit entfällt ein Besitzanspruch - die einzelnen Besitzer der Erinnerung würden das Produkt selbst nicht mehr als ihr Eigentum beanspruchen, da auch Kleidung nachgestellt werden kann, die der Besitzer der Erinnerung nie erworben hat. Noch auf dem Hocker vor dem Bildschirm und dem augengesteuerten Menüpanel sitzend beginne ich mit der Überlegung, welche Kleidungsstücke ich aussortieren will und was ich mit dem so gewonnenen Müll tun will. Kleider und Röcke kann ich nicht generell verbannen, weil sie für Schwangere und spontan Gebärende praktischer und bequemer sind als Hosen. Also beginne ich damit, den überschüssigen Stoff von Schlaghosen zu nehmen. Eventuell anfallende Stoffreste können weiterverwendet und zu Schuhsohlen gepresst werden. Ich stehe auf und betrete das Lager, um die Kleidung anzufassen. Alles hängt sauber und zur Ausgabe bereit in Reihen nebeneinander. Durch diese Reihen zu gehen, beruhigt mich. Hin und wieder nehme ich ein Teil heraus, um es meinem kleinen Roboter zur Weiterverarbeitung zu geben. Dabei werde ich müde und lege mich schließlich an Ort und Stelle auf den Boden und schlafe ein.
     
  5. Kaawi

    Kaawi Well-Known Member

    Registriert seit:
    18. Januar 2009
    Beiträge:
    6.675
    Hallo @dasinci, wie gut, dass (D)ein Unterbewusstsein so lebensnahe Ideen zur Überwindung des Sexismus entwickelt, ich lese aus Deinem Traum den Ausdruck völliger Gleichstellung von Männern und Frauen in ihren (gesellschaftlichen?) Rollen sichtbar und verbindlich gestaltet in der Ununterscheidbarkeit der Kleidung, wovon lediglich das Mutterwerden ausgenommen ist und dies auch bloß aus pragmatischen und nicht ideologischen Gründen. Möge er Wirklichkeit werden.

    Eine meiner Überzeugungungen:
    Wo Sprache spielerisch um Wahrheit kreist
    sind schon alle Menschen gleich
    ohne dass das Recht verwaist.
     
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  6. scilla

    scilla Well-Known Member

    Registriert seit:
    19. April 2003
    Beiträge:
    6.186
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    ich habe von Samstag auf Sonntag geträumt,
    wie ein kleiner Greifvogel einen Zaunkönig gejagt hat,
    der blitzschnell im Zickzack auszuweichen wusste

    die bösen Menschen in Nachbars Garten haben nämlich beschlossen,
    daß der Zaunkömig sterben soll

    ....

    was war am Samstag passiert?
    eine Vollbremsung auf der Autobahn von 120 auf 0
     
  7. Kaawi

    Kaawi Well-Known Member

    Registriert seit:
    18. Januar 2009
    Beiträge:
    6.675
    Da ich das Phänomen der Synchronizität seit ich es nicht mehr deuten will zu mögen angefangen habe:

    Ich habe gestern ganz real in unserem Garten einen kleinen Zaunkönig vor einer Katze gerettet.

    (Hm, wirklich g a n z real? Gut möglich, dass er ihr auch ohne mein Eingreifen entkommen wäre ...:))
     
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  8. scilla

    scilla Well-Known Member

    Registriert seit:
    19. April 2003
    Beiträge:
    6.186
    oh,
    dann wünsche ich Dir nicht den zweiten Teil meiner Erkärung

    die bösen Menschen könnten auch die Verantwortlichen des dialogos Forums sein,
    denn die hassen mich
    und haben mich daher kurzerhand bis Oktober gesperrt
    (ich kenne nicht einmal den Grund und einloggen kann ich mich auch nicht mehr)

    die Demokratie ist eben bei den Platonikern gut aufgehoben :eek:
     
  9. dasinci

    dasinci Well-Known Member

    Registriert seit:
    14. Mai 2012
    Beiträge:
    2.198
    Als ich aufwache, reicht mein Haar mir bis zu meinen Oberschenkeln. Ich verlasse das Kleidung-Archiv, richte mich und schlendere noch gedankenversunken in den Gängen meiner Stadt umher. Ich trage die Farbe Mint. Mit meinen Fingern fahre ich die Wände entlang, schaue hinaus und beachte die Besucher nicht groß. Ich beschließe, raus zu gehen. Mein Wolf begleitet mich. In einem Rucksack trage ich meine Artefakte bei mir. Ein Stück gehe ich, dann setze ich mich ans Ufer eines klaren Bergsees. Der See spricht mit mir - so kommt es mir vor. Mein Krieger, der mich gerade erst gefunden hat, um mir seine Rostlaube von Schwert zu schenken, ist mir gefolgt, setzt sich nun neben mich und legt seine gerüstete Hand auf meinen Unterarm. Ich höre dem See zu. Irgendwas ermüdet mich, sodass ich meinen Oberkörper leicht nach rechts neige, um mich an meinen Krieger anzulehnen. Dieser lässt es zu und umarmt mich. Vor Erschöpfung schließe ich meine Augen, aber mein Krieger fängt an zu reden und fragt: “Hat er auch einen Namen?“
    Ich antworte: “Ja.“
    Mein Krieger fragt weiter: “Wie heißt er?“
    Ich antworte: “Luzifer.“
    Darauf meint er nach kurzer Überlegung: “Lustig,“ aber er lacht nicht. Ich schlafe in den Armen meines Kriegers ein und höre dem See zu. Luzifer läuft auf seiner Wasseroberfläche...
     
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  10. Svensgar

    Svensgar Well-Known Member

    Registriert seit:
    13. Februar 2011
    Beiträge:
    6.859
    Ort:
    Berlin

    Sie schreiben Tagträume. Ich merke es erst jetzt.
     
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