1. Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Theorie der Unbildung

Dieses Thema im Forum "Bildung" wurde erstellt von scilla, 13. April 2007.

  1. scilla

    scilla Well-Known Member

    Registriert seit:
    19. April 2003
    Beiträge:
    6.185
    Werbung:


    AW: Theorie der Unbildung

    der Autor zählt nur auf,
    Begründung liefert er aber auch keine

    Indizien dafür, das etwas nicht stimmt

    der Autor kritisiert in Kapitel 2 den Begriff 'Wissensgesellschaft'

    treffender als Wissen sei der Begriff 'Information'
    (Information als neue Phase der Industrialisierung)

    (Beispiele für wichtige heute wohl chancenlose Wissenschaftler werden in einem anderen Kapitel aufgeführt)
     
  2. scilla

    scilla Well-Known Member

    Registriert seit:
    19. April 2003
    Beiträge:
    6.185
    AW: Theorie der Unbildung

    Politiker halten Reden und erhalten dafür Applaus

    wenn ein Spezialist verständlich erklärt,
    warum ein gewisser Politiker Käse erzählt,
    dann erhält dieser Politiker Gelächter

    wohl gibt es keine Tradition darin,
    Spitzenpolitiker als Deppen bloßzustellen,

    aber niemand hindert einen Professoren darin,
    seine fachkundige Meinung ungefragt und lautstark kundzutun
    (wer wollte einem Professor widersprechen?)

    ps
    der Wunsch nach atomarer Wiederaufrüstung berührte nur indirekt die Disziplinen,
    zu denen Professoren sich äußern können

    das war damals eine grundsätzliche Weichenstellung
    und niemand kann bis heute sagen,
    ob die falsch oder richtig war
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2007
  3. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. März 2004
    Beiträge:
    11.167
    AW: Theorie der Unbildung

    ja, dass wissen zusammenhanglos präsentiert wird, meine ich auch
    was könnte man aber im fernsehen sonst machen ?
    1 stunde reicht nicht, um fundiertes wissen rüber zu bringen
    die dauer einer sendung zu verlängern bringts zumeist nicht, dann wird umgeschaltet (und 2 stunden machen das kraut auch nicht fett)
    macht man eine serie, in der in den einzelnen folgen wissen aufbauend vermittelt wird, geht es auch in die hose
    wer mal eine folge verpasst, hat den anschluss verloren

    der zuseher will in erster linie unterhalten werden und nicht pauken
    zusätzlich ist der bei weitem überwiegende teil völliger laie
    das fernsehen dient nicht dazu, die zuseher auszubilden, sondern wissen in leicht verdaulichen häppchen zu präsentieren
    dadurch kann bei manchen interesse geweckt werden, sich mit einem thema näher zu befassen, andererseits wird der wissenschaft für einen nicht unbeträchtlichen teil der bevölkerung (publikumsinteresse ist ja nicht gering) ein bisschen der nimbus des unheimlichen elfenbeinturmes genommen


    lg,
    Muzmuz
     
  4. koocoo

    koocoo New Member

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    59
    Ort:
    Wien
    AW: Theorie der Unbildung

    Hallo,
    ich war selbst Student, Assistent und bei der Bestellung eines Universitätsprofessors dabei.
    Für Österreich gilt aus meiner Erfahrung: um in diese Position zu kommen ist für den Kandidaten Kompetenz in den Reihen des Clubs, der Verbindung (Studenten) und der Partei erforderlich.

    Fachkompetenz ist ein anderes Thema. Das der Ausbildente an den staatlichen Universitäten für den Studenten Wissen schaffen soll, ist oftmasl nicht einmal Nebensache. Die Person muss gefallen und im System funktionieren. Die Peron selbst ist als Professor zukünftig mit dem Schreiben von Gutachten und dem Halten von Vorträgen zu seinem eigenen persönlichen Vorteil unterwegs.

    Zum Thema Wissenschaft: Modelle werden errichtet, Theoretisch abgehandelt und nach 200 Jahren widerlegt. Die Menschen werden Beschäftigt und verbildet.

    Eine Sprache für Europa oder für die Welt dient langfristig dazu keine Sprach und Übersetzungsschwierigkeiten mehr zu haben. Kommunikation kann direkt zwischen Menschen statt finden. Ist aus meiner Sicht ein unbedingt anzustrebendes Ziel. Ob dies Englisch, Deutsch oder Russisch ist tut nichts zur Sache.

    Ob damit Kulturen verschwinden, ist die Frage welchen Einfluss die Sprache auf dies hat.

    Nachdem ich alle Reihen der akademischen Ausbildung hinter mich gebracht habe, und heute 5 eigene Kinder habe, vertrete ich die Auffassung, dass meine Kinder eine Ausbildung erfahren sollen, die bereits im Kindergarten auf Ihre den Kindern eigene Talente eingehen um diese zu erkennen und im späteren Leben in Form der Berufung dieser Menschen einbringen zu können. (Ich lehne militärische basierende Ausbildungsstätten, die nur das Gleichrichten und Funktionieren als Überziel haben ab).

    Würden wie Menschen alle unseren Berufungen folgen. Würden wir uns selbst bewusst sein, so wären wir alle glücklich und die Erde wäre ein Paradies. Klischees lassen Menschen Berufe ergreifen, dies anschließend auch noch wahrnehmen, blind der Selbstreflexion, im Stillen Gehorsam dem Klischee dem Totesbett entgegen – nein danke.

    Georg Danzer singt:
    Lernst was dann kaunst was
    Kaunst was dann host was
    Und host was daun bist was
    Aber besser ma hot gornix os was des was nix is.

    Die Intelligenz ist auf dieser Erde, in dem von Dir angesprochenen Sinne sehr sehr dünn gesät.

    Auf die Intelligenz hat noch kein Politikergesetzt, die Stimmen bringen ihm nicht zu seinem Ziel.

    Doch nur die Weisheit und mit Ihr die uns allen angeborenen natürliche Intelligenz wird uns den Weg aus unseren Spinnenkokon weisen.
    :sekt::sekt: :sekt:
     
  5. scilla

    scilla Well-Known Member

    Registriert seit:
    19. April 2003
    Beiträge:
    6.185
    AW: Theorie der Unbildung

    momentan (in der Übergangszeit?) gibt es große Probleme:
    deutsprachige Mitarbeiter, die einen englischsprachigen Chef bekommen,
    können auf einmal ihre Ideen nicht mehr artikulieren

    es ist wichtig,
    daß in einem Land eine Sprache die verbindliche Landessprache ist
    (sowie sich ein Mensch für eine Staatsangehörigkeit entscheiden sollte)

    wenn das geklärt ist,
    habe ich nichts gegen Mehrsprachigkeit bereits im Kindergartenalter,Auslandsstudienaufenthalte etc

    eine verbindliche EU-Sprache halte ich für verkehrt,
    da die EU kein Land ist
    und die nächsten paar hundert Jahre auch kein Land werden wird

    vielleicht ist es ja ein unbegründetes Vorurteil von mir,
    aber ich glaube,
    daß im Bereich der Geisteswissenschaften das Englische so weit verbogen werden müsste,
    daß Engländer keinen Spaß mehr damit hätten

    wenn schon, dann Latein?

    bereits die Übersetzung griechischer Begriffe ins Lateinische ging in die Hose
    1) da zu viel Zeit zwischen Original und Übersetzung lag
    2) da das römische Denken auf das griechische übertragen wurde
    (angelsächsische Philosophie dominiert die Ökonomie)

    ein weiteres Beispiel wäre die Übertragung romanischer Versmaße und Fachbegriffe (Verb, Subjekt, Objekt ...)
    auf die deutsche Sprache
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden