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Staat ohne Parteien möglich?

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliche politische Fragen" wurde erstellt von Eule58, 24. Juli 2019.

  1. ewaldt

    ewaldt Well-Known Member

    Registriert seit:
    1. Dezember 2016
    Beiträge:
    1.281
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    Der Glaube ist tief verwurzelt, dass ein Staat Beamte, Parteien, Polizei und andere Institute braucht,
    deshalb ist es aktuell so wie es ist. Jedoch hat es schon viele funktionierende Projekte gegeben wo autonome Gruppen,
    völlig ohne Regierung und ohne Macht innehabende Führung, die Organisation regelte mit dem Prinzip,
    jeder trägt die gleiche Verantwortung für das Gelingen des Ganzen.
    Ich war im Tauschring hier in der Region, eine autonom organisierte Gruppe die viele Jahre hervorragend lief.
    Wir dienten für viele andere Gruppen als Beispiel, sie kamen vorbei um zu schauen wie das geht.
    Es funktioniert wenn jeder die Verantwortung für sein Tun übernimmt, in dem Fall ging es um das Tauschen von
    Waren und Dienstleistungen und darum Ausgleich zu schaffen. Dieser selbstständig geschaffene Ausgleich sorgte
    für ein friedliches und harmonisches Zusammenleben und sobald Konflikte aufkamen wurden sie im großen Kreis
    diskutiert bis sich Lösungen abzeichneten, mit denen jeder leben konnte. Eine ansagende einzelne Kraft nach der
    sich alle richteten war nicht notwendig, jeder war Herr über die eigenen Belange, Schwächere wurden von Stärkeren
    unterstützt für den notwendigen Zeitraum und so ergab sich ein gutes Miteinander völlig Autonom ohne Machtpositionen.
    Das ginge in einem Staat auch aber das setzt voraus, dass Parteien, Regierung und mit Machtpositionen Privilegierte
    auf die Vorteile verzichten zu Gunsten der Eigenverantwortung und das die Menschen bereit sind diese Eigenverantwortung
    mit Leben zu füllen und nicht tun was ihnen gesagt wird, sondern was für ihre Belange das Richtige ist.
    Das schließt regulierende Gestaltung in der Gemeinschaft nicht aus aber jeder kann feststellen, dass wenn von etwas zu viel ist,
    dies nicht gebraucht wird und es sich am Bedarf der Gemeinschaft orientieren sollte usw.
    Es hat sich auf der Erde viel entwickelt in den letzten hunderten Jahren was Politik und Gemeinwesen angeht,
    wir sind im Vergleich viel selbstständiger geworden in der politischen Haltung.
    Im Moment ist die westliche Demokratie und die damit einhergehende Staatenorganisation Vorbild für viele Entwicklungsländer
    und so lange das so ist ändert sich nichts und wir haben Parlamentarier mit hohen Diäten als Vertreter des Volkes von Parteien delegiert,
    die natürlich so entscheiden wie es die Wirtschaft braucht denn Fressen muss jeder und Brunch auf einer Jacht macht einfach mehr
    Spaß als in der Küche einer Wohnung, obwohl, es kommt auf die Mitmenschen an die mitmachen.
     
    Ellemaus, Eule58, FreniIshtar und 2 anderen gefällt das.
  2. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

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    Was einem Zuhause an Gutem und Schlechtem wiederfährt:blume2:
     
    Ellemaus und FreniIshtar gefällt das.
  3. EmmyBy

    EmmyBy Member

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    Beiträge:
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    Ort:
    Wien
    Nein, das würde meiner Meinung nach nicht funktionieren.
    Es würde viel zu schnell Menschen geben, die das Solidaritätsprinzip untergraben. Damit zeigt man dann allen anderen, dass sie sich auch nicht daran halten müssen. In einer kleineren Gruppe, wo man sich auch noch halbwegs kennt, sind die Skrupel noch da, in einer breiten Masse, wo man die Menschen nicht mehr kennt, sinken die Skrupel ganz schnell. Deshalb braucht es hier Institutionen, die Menschen auf Schiene halten. Frage hierbei ist halt, welche Schienen das sind und wo die hinführen sollen.

    Und gerade weil sich viel entwickelt hat, braucht es jetzt auch neue Formen der Politik und der Regierung.
    Die Politik ist für die heutige Zeit viel zu langsam, reagiert auf auftretende Probleme viel zu behäbig und Entscheidungen dauern einfach zu lange.
    Wer sagt denn, dass die Menschen auf ihren Jachten glücklicher sind als die Menschen, die in ihrem eigenen Garten Urlaub machen?
     
  4. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
    Beiträge:
    35.129
    Beißt sich das nicht,oder bin ich nicht auf der Hut?
    Zuerst findet man Freunde,bei gleicher Ideologie,heißt,mit diesen wird der Scrubel noch verschärft.
    Gehst du ins Theater,bist du Masse,heißt,ein bisschen blöd,wenn alle klatschen rufst du nicht buh...
    Stimmt das jetzt was ich sage,oder täusche ich mich?
     
  5. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
    Beiträge:
    35.129
    Besser.
    Wenn Gruppe Sicherheit bietet,kann man aus sich heraus gehen:blume2:
     
  6. ewaldt

    ewaldt Well-Known Member

    Registriert seit:
    1. Dezember 2016
    Beiträge:
    1.281
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    Das ist der krankmachende Irrtum, es gibt immer Menschen die mir etwas böses wollen.
    Wenn man daran glaubt findet sich eine Realität die das beweist.
    Bei uns damals in der Gemeinschaft gab es auch Menschen die provoziert haben aber Erstens konnten sie das tun
    ohne verurteilt zu werden und Zweitens haben die Meisten das einfach ignoriert. Ganz schnell ging der
    normale und gewohnte Ablauf weiter oder Bedrohung oder Gefahr. Am Ende gab es nichts böses.
     
  7. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
    Beiträge:
    35.129
    Nee,gibt es nicht!
    So gesund bin ich ja nicht,aber unter was diese leiden,die mir böses wollen,entzieht sich meiner Kenntnis.
    Nietzsche sagte so ungefähr:lieber hassen als verachten:blume2:,nur schenke ich mich nicht her,also ,das wenn jemand von mir gehasst werden soll,sich schon ins Zeug legen muss....
     
  8. ewaldt

    ewaldt Well-Known Member

    Registriert seit:
    1. Dezember 2016
    Beiträge:
    1.281
    Dann schau doch hin, dann siehst Du woran jene leiden die böses wollen.
    Das Leid ist das Böse oder hast Du schon mal an etwas schmerzhaft gelitten und es war gut?
    Das Böse ist nicht der Menschenfresser da hinten, sondern Bestandteil der eigenen Gefühlswelt.
    Jeder Mensch hat neben den guten auch böse Gefühle, die raus lassen ist schlecht oder krank.
    Besser ist die Fähigkeit negative Dinge in etwas Produktives und Schöpferisches zu wandeln.

    Was Nietzsche sagt ist für mich unerheblich, er war selber schwer krank, konnte die Lösung
    nicht vorleben, er konnte vor allem Skandale schüren, das hat ihn in seiner Zeit berühmt gemacht.
    In meinen Augen hatte Nietzsche mehr böse oder kranke Gefühle als er mit seinen Sprüchen
    korrigieren konnte, unterm Strich ist er an seinen eigenen schlechten Gefühlen zugrunde gegangen.

    An den jetzigen Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg ist zu sehen wie viel Spektakel
    die Medien um dieses Parteienschachern veranstalten und wie es keine Partei mit absoluter
    Mehrheit gibt, auch zwei Parteien reichen für die Regierung nicht, es braucht drei.
    Wenn alle Parteien in der Regierung sind hebt sich der ganze Spektakel auf und es wird egal.
     
  9. Masterreal

    Masterreal Member

    Registriert seit:
    18. Juni 2019
    Beiträge:
    96
    Der Ansatz ist interessant. Parteien vertreten nur die eigenen Interessen. Einmal gewählt glauben sie zu allem und jedem berechtigt zu sein und machen Sachen zu dem sie eigentlich gar nicht gewählt wurden. Jeder Politiker sollte deshalb max. eine Periode (dafür sollte die Periode 7 Jahre dauern) im Amt sein. Funktionäre und Verantwortliche sollten mit ihren Privatvermögen haften und vor dem Amtsantritt eine gewisse Kaution hinterlegen. Es gebe noch viele Regeln die aufgestellt werden müssten.
     
  10. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. Januar 2014
    Beiträge:
    24.298
    Ort:
    Münster
    In Dagoberthausen wäre das so...
     

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