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Produktivitätssteigerungsgeheimnis

Dieses Thema im Forum "Wirtschaft" wurde erstellt von Bernd, 13. Mai 2017.

  1. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

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    Du hast nicht viel Erfahrung mit dem Arbeitsleben?
     
  2. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    Es war eher als Scherz gemeint, wenn auch mit ernstem Hintergrund... Produktivitätssteigerung heißt - zumindest wenn das Kapital einigermaßen fair bleibt - vor allem Rationalisierung der Produktionsprozesse... Und das geht vor allem durch Machienen, Computer, technische Neuerungen, erfindugne und Tricks, Kommunikationstechniken, Teamgeist, und kurze Wege... Wusstet Ihr, dass es den Mitarbeitern bei Amazon streng verboten ist, während der Arbeitszeit auf die Toilette zu gehen? Die müssten mitunter mehere 100 Meter quer durch die Packhalle laufen, wofür sie insagsamt fast 20 Miuten bräuchten...

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    Zuletzt bearbeitet: 9. Oktober 2018
  3. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

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    Natürlich dürfen Amazon-Mitarbeiter pinkeln gehn. Du hast da wohl nur die Hälfte verstanden.
     
  4. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

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    Joachim

    Die technologische Revolution ist längst vorbei. Die allermeisten Produktivitätssteigerungen sind heute nicht mehr dem Einsatz von Maschinen zu verdanken.
     
  5. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    Grundsätzlich würde ich Dir zustimmen, und tatsächlich haben wir auch nur noch einen realen Rationalisierungseffek von 1% im Jahr, tendenz weiter Fallend... Trotzdem gibt es dei eine ganze Menge sehr stark politisch motivierte Menschen, die das genau Gegenteil erzählen, vor allem auch in den Propagandamedien... Einer von ihnen ist zum Beispeil Richard David Precht... Das sind natürlich reine Fake-Argumente un dieses fürchterliche BGE weiter salonfähig zu machen... Sieh selbst...

     
  6. AlDente

    AlDente Member

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    Wenn es demnächst oftmals wieder günstiger ist, m Westen produzieren zu lassen, weil der Import irgendwann wieder die beschränktene Variable ist, kann die Effizienz offensichtlich durchaus noch gesteigert werden. ;) Beziehungsweise braucht man ja anhaltend weniger Manpower für fast alle Bereiche des Daseins.
     
  7. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

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    Ich arbeite im betriebswirtschaftlichen Bereich. Insofern gehören produktivitätssteigernde Ideen und deren Umsetzung auch zu meinen Aufgaben. Automatisierungen sind zwar meistens produktivitätssteigernd. Sie müssen sich aber für ein Unternehmen auch rechnen. Wenn eine Automatisierung 10 Millionen Euro kostet, die Einsparung dadurch in 5 Jahren aber nur bei 4 Millionen Euro liegt, dann macht das eine Firma normalerweise nicht, es sei denn, man erhofft sich dadurch einen deutlich höheren Absatz, d.h. der Effekt ist noch ein anderer, z.B. eine erhöhte Qualität.
     
  8. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

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    Wenn von Produktivitätssteigerungen von 1-2% die Rede ist, dann sind das gesamtwirtschaftliche Zahlen. Ich habe in den vergangenen Jahren Steigerungen von teilweise mehreren Hundert Prozent umgesetzt. Ohne Automatisierung und ohne Gängelung der Beschäftigten.
     
  9. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

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    Münster
    Sicher war das jetzt gesamtwirtschaftlich gesehen...
     
  10. Jakob62

    Jakob62 Well-Known Member

    Registriert seit:
    29. August 2018
    Beiträge:
    6.041
    Joachim
    Ich beschreibe Dir mal meine vorletzte produktivitätssteigernde Maßnahme in groben Zügen, weil dabei einiges bewusst wird. Wir vertreiben -unter vielen anderen- ein bestimmtes Produkt, das Ihr alle kennt. Der aktuelle Preis liegt für den Kunden zwischen 4 und 22 Euro, je nach Beschaffenheit. Außerdem gibt es innerhalb dieser Preisspanne Rabatte für Kunden mit sehr vielen Bestellungen. Der Gesamtprozess lässt sich in 5 Abschnitte unterteilen. Ich nenne sie mal A-B-C-D-E. A wäre der Auftrag des Kunden, E die Auslieferung des Produkts. Ich bin betriebswirtschaftlich für den Prozess C zuständig. Bei mir findet die eigentliche Produktion statt. Vor meinem Eingriff lag die Zeitspanne dieses Abschnitts C bei 116 Stunden pro Produkt. Wobei man berücksichtigen muss, dass parallel sehr viele Waren in dieser Zeit produziert gleichzeitig werden. Nach meiner Umstellung dauerte es keine 116 Stunden mehr, sondern nur 7. Ohne Automatisierung. Denn diese rechnet sich erst bei der 10-fachen Auftragsmenge. Anfangs wurden 18 Arbeitsplätze abgebaut. Vier Jahre später waren es 30 Arbeitsplätze mehr, weil sich der Absatz deutlich erhöhte.
     

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