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Politik als Glaubenssystem

Eulenspiegel

Well-Known Member
Registriert
9. August 2009
Beiträge
2.435
Lassen Sie uns mal die Parteien als Götter betrachten und jeder Gott hat seine Kirchen und Gläubigen.

Wozu dann noch wählen? (Reicht dann nicht die Wanderung der Kirchenmitglieder als Wahlersatz aus?)

Ist das nicht fast wie die ägyptische Vielgötterei schon demokratisch?

Was war aber dann der monotheistische Echnaton?
Aus heutiger Sicht doch wohl ein Diktator?

Den Weg dahin könnte man so beginnen:
Siehe:
http://www.stern.de/politik/lammert-fuer-neuorganisation-der-parteien-1579671.html
Auszugszitat:
Dies sei erfolgversprechender, als das Land mit Hunderten oder Tausenden von Ortsvereinen der Parteien zu überziehen.......

Gründen sich die Ortsvereine einer Partei in einer Demokratie nicht von selbst?:haare:
Revoltiert es in der Parteibasis so muß man dessen Organisationsstruktur zerschlagen, man kann aber auch durch geförderte Rücktritte Dampf abgelassen.
Verwässerung siehe:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/1216659/
http://www.ad-hoc-news.de/lammert-f-r-neuorganisation-der-parteien--/de/News/21451387
http://www.nachrichten.de/politik/N...stagspraesident-Bundespraesident-cid_3203224/
 
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AW: Politik als Glaubenssystem

Lassen Sie uns mal die Parteien als Götter betrachten und jeder Gott hat seine Kirchen und Gläubigen.

Wozu dann noch wählen? (Reicht dann nicht die Wanderung der Kirchenmitglieder als Wahlersatz aus?)

Nun, das glaube ich nicht - die Mitgliedschaft in einer Partei heißt nicht immer, dass jedes Mitglied auch immer für alle Forderungen der Partei ist, und auch für diese stimmt.
Zudem, was ich als noch stärkeres Argument empfinde: Was ist denn mit den Menschen, welche parteilos sind... diese blieben unbeachtet.
- Und hier sehe ich auch den Punkt, in welchem Ihr Vergleich hinkt:
Ungläubige sind in einer (ich nenne es jetzt mal) "Theokratie" Ihres Beispiels machtlos - Parteilose in einer Demokratie jedoch nicht.


Zu Ihrem nächsten Punkt:
Ortsvereine gründen sich, so denke ich, nicht immer von selbst - auch sie werden von der Parteispitze geologisch verteilt, und nehmen nicht selten mehr repräsentative als funktionelle Eigenschaften an.


Zu Echnaton:
Ich würde sagen ja - zugegebener Maßen habe ich nicht viel von ihm gelesen - jedoch waren die Handlungen zur Stärkung seiner Macht zumindest diktatorisch geprägt.

Zur parteillichen Entwicklung:
Nun, ich glaube es ist in gewisser Weise ein Schritt in die richtige Richtung, dass sich die Menschen von solch Starren gebilden wie es Parteien nun einmal sind anfangen zu lösen - ich glaube ein partikulares Parteisystem oder ein System ohne Parteien trägt zur Flexibilität eines Staates bei, und gilt es anzustreben. Die Nachteile Struktureller Labilität bleiben dabei jedoch sehr real. Daher ist die Idee der Rolle als Bürgerinitiative von daher garnicht so schlecht - jedoch müsste es von Anfang an wesendlich mehr politische Motivation unter den Menschen geben, sodass solch ein Unternehmen fruchtet.
 
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Nun, das glaube ich nicht - die Mitgliedschaft in einer Partei heißt nicht immer, dass jedes Mitglied auch immer für alle Forderungen der Partei ist, und auch für diese stimmt.
Zudem, was ich als noch stärkeres Argument empfinde: Was ist denn mit den Menschen, welche parteilos sind... diese blieben unbeachtet.
- Und hier sehe ich auch den Punkt, in welchem Ihr Vergleich hinkt:
Ungläubige sind in einer (ich nenne es jetzt mal) "Theokratie" Ihres Beispiels machtlos - Parteilose in einer Demokratie jedoch nicht.
.....

Dazu 2 philosophische Stimmen: (als Ergänzung)
1. "Wer viel denkt, eignet sich nicht zum Parteimann. Er denkt sich zu bald durch die Partei hindurch." Friedrich NIETZSCHE
2. "Gibt es eine Partei, deren Mitglieder nicht sicher sind, recht zu haben ? Dort bin ich Mitglied." Albert CAMUS
Der blaue moebius
 
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