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Plotin's Gedanken

Dieses Thema im Forum "Eigene Gedichte" wurde erstellt von plotin, 9. Dezember 2015.

  1. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    5.079
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    Den Gedanken Farbe gegeben
    und den Tag in´s Neue gefärbt.
    Es gilt neue Pfade zu finden,
    die alten führen nirgendwo mehr hin…
    tauber Abraum versperrt den Weg.

    Der Bestimmung folgen? Vielleicht!
    Mit dem Kopf gegen und durch die Wand,
    in schnellen Autos über die Landstraßen jagen.
    Ein Schiff besteigen und an´s andere Ende der Welt
    segeln, um zu sehen ob man dort wirklich über den Rand fällt.
    Die höchsten Gipfel erklimmen und der Welt
    die Zunge oder den Arsch entgegenstrecken.
    Oder einfach an fremden, fernen Stränden
    mit den Händen im warmen Sand wühlen.

    Egal… wie und was auch immer, es ist ein leichtes
    all die fremden Brücken zu überqueren denn…
    wer will, der kann auch.
    Der wenige Mut den es dazu braucht
    passt in´s Handgepäck.
    Also los… worauf warten?
    Es gibt nichts, dass es nicht lohnt
    es zu verlieren.

    plotin​
     
  2. plotin

    plotin Well-Known Member

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    12. Juli 2009
    Beiträge:
    5.079
    Nach gestern ist heute wieder wenig anders.
    Gefüllt mit den Gedanken
    deren Wahrheit nicht mehr ist…
    ist nichts zuviel in mir
    als dass ich es hergeben könnte.

    So erwache ich in den lichtschwachen Morgen…
    in ein Noch-Leben in dem
    die Emotionen früh schon
    die Harmonie des Tages zerstören.

    Schade… denn wieder beginnt ein Tag
    von seinem Ende her.

    plotin​
     
  3. plotin

    plotin Well-Known Member

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    Beiträge:
    5.079
    Wo ist die Zeit zum zurückdrehen?
    Wo der Winkel um sich darin zu verstecken
    und wo der Schalter um dem Ganzen
    das Licht zu nehmen?

    Ich habe einiges umgeräumt in mir nur...
    wie damit umgehen weiß ich noch nicht.
    Hinstellen oder wegwerfen?

    In jeder Handlung steckt vollbrachtes
    wenn bloß ein Winkel zu finden wär!

    plotin​
     
  4. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    5.079
    Über Stunden hinweg Denken im Rohzustand
    als Morgengabe gestundeter Zeit.

    Noch im zurücklehnen… die Augen
    geschlossen kann ich das Ziel
    fast schon sehen.

    Minuten werden zur Ewigkeit
    und die Ewigkeit zu einem einzigen Augenblick
    in dem Don Quichott gegen Mühlen anrennt.

    Nach kurzer Höhenangst vor den Tiefen
    des Möglichen flammt im wiedergewonnenen Licht
    der Safran bis zum Horizont.

    plotin​
     
  5. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
    Beiträge:
    28.659
    Was nicht richtig ist,wird verderben !
    Gestern,heute,morgen,zählt es denn?
    Gerade richtig,um zu sterben!
    Was denn wenn,ich flenn, ....?
     
  6. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    5.079
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    Genieße den Augenblick,
    den Atemzug… den Wimpernschlag,
    wenn die Leere mit Farben, Gerüchen
    und Gefühlen geflutet wird.

    Genieße es… tauche ein
    in eine Welt… aus Schemen
    und Mustern…
    in eine Welt die keine Zeit
    und keinen Ort bedingt und…

    in der du
    dein Leben bereits geschrieben
    vorfindest.

    plotin​
     
  7. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    5.079
    Noch so viel freie Fläche
    breit und satt...
    kein Noch-so-Laut hallt nach
    durch´s dunkle Geflecht.

    Im Rhythmus des Atems
    eine Spur aus Schmerz...
    verfängt sich, windet sich,
    bohrt sich in Papier.

    Kein Hinterfragen...
    kein Danach!

    plotin​
     
  8. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    5.079
    Im Geräusch der Räder auf nasser Fahrbahn
    nimmt mich das monotone rollen
    mit sich fort… vom Tag in die Nacht…
    von der Nacht in den Morgen…
    vom Morgen in einen weiteren Tag
    der noch vage womöglich nicht wirklich
    mir eine Zukunft zeigt die wieder bloß
    vergangenes bereithält.
    Wie der Rückspiegel Tage voll Ungewissheit
    kleiner werden lässt, drängeln und türmen sich
    beim Blick nach vorne schon neue
    zu unüberwindbaren Gebirgen auf.

    Werde ich je wirklich sein?

    plotin​
     
  9. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    5.079
    Viele Male schon bin ich auf den Gipfeln gewesen
    der Unendlichkeit ganz nah.
    Zum Greifen waren das blau der Tage
    zu greifen das funkeln der Nächte.
    Jedes Mal wollte ich es einsammeln,
    mitnehmen nur…
    mein Rucksack war wie immer
    mit Altem vollgestopft.

    Nie konnte ich mich überwinden, dass Alte…
    eingebettet in den in den Lauf der Dinge
    im Tal zurückzulassen um
    leichten Fußes die Gipfel zu erreichen.

    Die Last des Lebens…
    ich würde sie missen!

    plotin​
     
  10. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    5.079
    Die Nachtkühle hat das Laub schwer gemacht,
    meine Schritte wirbeln es nicht mehr auf.
    Noch im Nebel des kündenden Tages
    zieht es mich hinaus… hinaus aus dem Dorf.

    Vorbei an den noch schlafenden Häusern,
    mit all ihren Derbheiten, Tragödien, Ängsten
    aber auch… seltenen Glücksmomenten,
    führt mich mein Weg durch das Dickicht
    des Waldes hin zu jener Lichtung,
    die den Blick freigibt über den See,
    über dessen spiegelglatter Oberfläche
    Nebelfetzen, wie seltsame Tiere ihren
    Tanz vollführen, um schon im
    nächsten Moment von der über den Wipfeln
    flammenden Sonne verscheucht zu werden.
    Die Strahlen färben das Firmament
    Purpur, Gelb und Ocker… wärmen mein Gesicht
    treiben die Nachtgeister aus.

    Das Wissen um ein Morgen, um ein danach
    um ein immer wieder… lässt mich gestrandet
    in meiner Ruhe… ganz bei mir sein.

    plotin
     
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