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Plotin's Gedanken

Dieses Thema im Forum "Eigene Gedichte" wurde erstellt von plotin, 9. Dezember 2015.

  1. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    4.907
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    Zum Ende des Sommers...
    letzte Tage, erste Tage
    still, tief und so voll von Licht.

    Deine Pupillen... groß und milchig
    flossen auseinander
    an den Ufern des Septembers...
    ich hielt noch deine Hand und
    im Indigo der Tage sandte der
    Sommer einen letzten Gruß.

    Im wächsernen Gesicht scheu...
    dem Flug der Drossel gleich
    dein letztes Lächeln...

    dann gingst du... klaglos und
    nahmst den Sommer mit.

    plotin​
     
  2. Kaawi

    Kaawi Well-Known Member

    Registriert seit:
    18. Januar 2009
    Beiträge:
    7.187
    Unbegrenzte Wut ist auch nur eine Ausdrucksform von Ohnmacht, und Ohnmacht die Folge davon von Körpern etwas zu verlangen, was nur im Geiste möglich ist, nämlich dauerhafte Verbindung.
    Stattdessen noch den Geist zum Sündenbock der eigenen Ur-teile machen und das Chaos ist perfekt.
     
  3. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    4.907
    Die Trägheit zu blauen Stunde
    mischt gelb unter die Wellenkämme
    und das schaukeln der Fischerboote.
    Möwen dümpeln dem neuen Tag entgegen
    und aus den Behausungen die sich ans Meer
    klammern schimmert allein das Fensterlicht...
    als erster und letzter Gruß für die
    an und abhanden gekommenen.

    plotin​
     
  4. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    4.907
    Wir schütten Berge auf
    gegen die Natur… kämpfen uns
    mit ihrem Eigengewicht
    über Geröllkämme…
    setzten auf die Spitze unser Fernweh
    und warten in gekünstelten Landschaften
    zwischen Gefühlen der Abscheu
    auf der Morgenröte verflochtenen Aufgang.

    Der tragenden Kraft des Tages
    die den Weg in die Ebene weist...
    versagen wir das vertrauen.

    plotin​
     
  5. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
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    4.907
    Straßen die an ihrem Ende
    zusammenführen…übersät von
    Schlaglöchern, Schrottautos… zerschossen
    als Mahnmal am Rande.

    Vorbei an verlebten Siedlungshäusern…
    abgeklebte Fenster zeugen
    von rauen Winden.

    Ein Schild warnt…
    Danger Mines
    obwohl die Truppen lange schon abgezogen.

    Die Träume der Dagebliebenen
    gehen gebückt… die Menschen in den
    Trittspuren von gestern.

    Im schweren Duft des Wacholders
    warten sie auf Besserung…
    Gesichter in der Maserung des Holzes
    müde und verblüht.

    plotin​
     
  6. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    4.907
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    Ergraut… arbeitslos in der Stadt…
    alt geworden in ihrer Welt
    der Branntweinstuben
    haben sie ihre Zukunft vergraben
    an all den blutarmen Tagen…
    den Nächten die zu teuer waren.

    Zu oft geprügelt… mehr noch Prügel bezogen
    Spott ist ihnen sicher.

    Noch hinter den Letzten zurück
    pendeln sie zwischen
    Krankenhaus und Narrenhaus
    und ein Vorsatz hält nicht länger
    als die Aufzugsfahrt zurück
    in ihre Welt…

    wo Erinnerung ein verlorener Traum
    und man Zeit in Gläsern misst.

    plotin
     
  7. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    4.907
    Vertan die Zeit der Suche
    in endlosen Reihen von Namen
    die niemand mehr kennt.

    Der Tag der morgen wieder ein anderer ist
    erinnert sich schon nicht mehr daran
    was heute geschah.
    In den Tag losgelassenes
    wendet sih nicht mehr um...

    wohin geht etwas,
    dass man loslässt?

    plotin​
     
  8. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    4.907
    Niemandskind… in den Skeletten der Häuser
    hält es sein Gesicht verborgen.

    Sieh hin wenn du Mut hast
    was soll es noch verletzen?
    Im Halblicht zwischen Tat und Nacht
    schlägt sein Herz gegen vieles…
    nicht nur gegen die Gitterstäbe in seiner Brust
    es schlägt gegen das Leben an.

    Eine Handvoll Kupferlinge und
    Träume in Plastik gefüllt tragen es hinaus…
    lassen es fliegen… fliegen hin
    zu falschen Umarmarmen.

    Manch eines kommt
    nicht mehr zurück.

    plotin
     
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