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Mein Blog zum Thema innere Freiheit

Dieses Thema im Forum "Eigene Werke" wurde erstellt von rauschverbot, 4. August 2018.

  1. PlacidHysteria

    PlacidHysteria Well-Known Member

    Registriert seit:
    5. März 2017
    Beiträge:
    1.730
    Ort:
    In einer Kryokapsel auf einem Rau(m)schschiff
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    Viele taten es, kommen aber von deren jetzigen Boden der Tatsachen, der so tiefgründig ist, dass man schon den vermeintlichen Reissack in China umfallen sieht, nicht mehr herauf.
    :confused:
    Beeinflussung beim Kauf? Was.
    Ich dachte ich lese diese ganzen binsenweisheitlichen Weisheiten in einem Fluss durch, aber dann das? Willst du deine "inneren Werte" mit "Nudging" und Wirtschaftspsychologie in Einklang bringen??? :doof:

    Nun zum Blog:
    Vorneweg: Ich bin echt kein nicht unfleißiger Mensch, also befass ich mich nur über den mit der inneren Macht.
    (später gerne mehr)


    Mächtig, das sind nur die wenigen und was soll man dagegen schon tun, wenn die doch bereits sowieso alles kontrollieren?
    Mächtig sind diese wenigen doch nur deswegen, weil sie nicht die wenigen sind. Mächtig sind in einem Regime nicht nur die Diktatoren, sondern auch sämtliche Streitkräfte, die loyal zum Oberboss stehen. Und dann natürlich auch die, die in der Zivilbevölkerung an den Gottkönig ganz oben glauben. So kann es vorkommen, dass die wenigen anderen wirklich unmächtig sind, weil sie sich nicht anpassen und eben nicht glauben wollen. Sie wollen ihren eigenen Stolz, ihr eigenes Ego über eine Masse stellen, die sie nicht bezwingen können.
    So verstehen viele Macht. Im folgenden Text möchte ich klarstellen, dass die wahre Macht in einem selbst steckt und Möglichkeiten aufzeigen, wie man sich aus solchen Machtverhältnissen befreien kann.
    Befreien kann nur die Zeit!
    Wie Macht entsteht
    Macht ist das Maß, wie sehr man in der Lage ist, den eigenen Willen gegenüber anderen durchzusetzen. Sie kann verschiedene Formen annehmen und aus verschiedenen Situationen heraus entstehen. So ist es möglich, dass eine Person mächtig wird, indem sie eine große Gruppe von Menschen hinter sich versammelt oder gewisse Ressourcen besitzt, auf die andere angewiesen sind.

    Und was ist mit der Macht in einem selbst? In mir kämpft blutiger patriotischer Faschistennazischeiß mit brutalem Autarktum und ein paar anderen Hälften meines exotischen Charakters. Die Macht wippt sich aus, indem alle Seiten zugleich existieren. Nicht einer darf auf der Couch sitzen, sondern alle. Alle Meinungen sind erlaubt. So egoistisch sie auch sein mögen. Im echten Leben geht das nicht.
    Macht durch Abhängigkeit
    Diese Form der Macht ensteht, wenn andere von etwas abhängig sind. Das mag Geld sein, Liebe, Wissen, aber auch der eigene Körper oder das eigene Leben.

    "Der Mensch ist verurteilt frei zu sein!"-Sartre. Damit hat er nicht ganz unrecht. Und ich finde ich gebe meine Freiheit lieber auf, als dass ich mehr Verantwortung und Sorgen hätte.
    So ist man von einer Erwerbsarbeit abhängig, um mit dem Geld den Lebensunterhalt bestreiten zu können.
    Und um versichert zu sein, und und und!
    Macht kann auch in Beziehungen entstehen, in der eine Person von der anderen (mehr) abhängig ist und so auch Möglichkeiten des Vertrauensmissbrauchs bestehen.

    Auch Wissen kann Macht sein, wenn jemand mehr über eine Sache oder eine Person weiß, als eine andere. Dazu braucht man nur an technologische Patente und Know-How oder an soziale Netzwerke und “Connections” denken, aber auch an Datenkraken, die eine Fülle an Informationen über jemanden sammeln und mehr über eine Person wissen können, als diese selbst.

    Durch Folter oder körperliche Drohungen schaffen es andere sich zu behaupten, da man selbst auf einen “funktionierenden” Körper angewiesen ist und die eigene Zufriedenheit davon abhängt, so wenig Schmerzen wie möglich zu erleiden.

    Da man als Mensch mit dem Willen zum Überleben ausgestattet wurde, möchte man dieses auch solange wie möglich behalten und macht sich daher auch von diesem abhängig.

    Den Willen hatten aber nur wir, und nicht unser Schöpfer! Sie uns doch an! Keine Krallen, kein Fell, keine Flügel. Wir sind hilflos!
    Macht durch Freiwilligkeit
    Diese Form der Macht entsteht durch freiwillige Abgabe der eigenen Macht an andere.
    Autoritäten wie ein Staatsapparat, Wissenschaft, Schule, Gesetze, Medien aber auch Eltern können nur Macht besitzen, wenn sie von der Mehrzahl an Menschen als Machthaber anerkannt werden bzw. bei Eltern wird der Gehorsam bereits von Geburt an (noch) gelehrt. Jeden Moment wäre es möglich diesen Autoritäten ihre Macht zu entziehen, indem man an ihre Macht einfach nicht mehr glaubt.
    Die Autorität an sich kann ursprünglich aus einer Abhängigkeit enstanden sein, z.B. eine Abhängigkeit des (Über-)Lebens (Staat: Schutz vor Räubern, Eltern: Schutz bis zum Erwachsenwerden). Das kann auch heute noch einen wichtigen Teil spielen, doch die eigentliche Machtquelle wird tagtäglich durch die freiwillige Machtabgabe eines jeden Einzelnen aufrecht erhalten.
    Das geschieht unter anderem bei Wahlen. Die eigene Macht und damit auch ein Teil der eigenen Verantwortung wird abgegeben. Daher herrscht auch der Glaube vor, dass es die gewählten Politiker sind, die die Welt retten und all unsere Probleme lösen sollen. Irgendwann wird man von diesem Glauben aber enttäuscht werden, da Politiker allein dazu einfach nicht im Stande sind.
    Ein anderes Beispiel ist Eigentum. Eigentum kann nur entstehen, wenn andere diesen auch respektieren. In der heutigen Welt garantiert das Gewaltmonopol des Staates bzw. genauer dessen Rechtsordnung, dass man anderer Eigentum zu respektieren hat. Daher wäre es auch unzureichend, einfach nicht mehr an das Eigentum anderer zu glauben, da dahinter eben noch ein staatliches Rechtssystem steht, das ebenfalls auf Macht durch Freiwilligkeit aufbaut und das Eigentumsrecht stützt.

    Wissen kann diese Form der Macht annehmen, wenn die Macht davon abhängt, dass dieses “Wissen” von vielen Personen freiwillig geglaubt und angenommen wird. So ist es z.B. für eine Regierung einfacher ein Rauchverbot einzuführen, wenn ein breiter gesellschaftlicher Konsens darüber herrscht, dass Rauchen schädlich ist.

    Wie man Macht zurück erhält
    Könnte sich jede Person ihre eigene Macht wieder zurückholen und somit unabhängig und selbstverantwortlich leben, würde die gesamte Machtgewalt der Welt in derart viele Teile aufgeteilt, die der Anzahl aller Menschen auf der Welt entspricht. Daraus könnte sich in weiterer Folge ein beinahe absoluter Garant gegen Machtmissbrauch entwickeln.

    Naja...Der eine hat das Wasser, der andere den Spaß und wieder ein anderer das Aspirin für beide.... Also. Kein Überleben ohne Garant auf Machtmissbrauch!
    Unabhängigkeit löst Abhängigkeit
    Das Zurückholen einer Macht durch Abhängigkeit ist nicht einfach, muss man sich zuvor von dieser Abhängigkeit in irgendeiner Form lösen. Das geht entweder in dem man einen anderen “Lieferanten” für die abhängige Sache findet, selbst die abhängige Sache bereitstellt oder in dem man sich von der Abhängigkeit selbst verabschiedet. Diese drei Optionen können je nach Art der Sache unterschiedlich sinnvoll sein.

    Wenn man den Stromanbieter A verlässt und zu B geht, ist man dann nicht mehr abhängig?
    So wäre es im Fall von abhängiger Liebe eine Option, zu beginnen, sich selbst zu lieben und damit die Abhängigkeit von einer anderen Person geliebt werden zu müssen, zu lösen.
    Narzissmus als Lösung! Gefällt einem Narzissten wie mir! Ich liebe mich selbst und bin unglaublich kritikzimperlich. Ich fühle mich stark wenn ich die Welt gegen mich habe.
    Geld kann nur Macht ausüben, wenn man sich von Geld beeinflussen lässt. Besitzt man genug Vermögen um die eigene Existenz sichern zu können und somit die Abhängigkeit des (Über-)Lebens wegfällt, kann man Geldangebote, die einem nicht passen, einfach ablehnen.

    der nächste Teil kommt später, geh jetzt was saufen wie es sich für einen Typen in meinem Alter gehört!
     
  2. rauschverbot

    rauschverbot New Member

    Registriert seit:
    4. August 2018
    Beiträge:
    4
    An deiner Kritik erkenne ich nun selbst, wie undeutlich ich mich ich teilweise in diesem Text ausgedrückt habe. Ein herzliches Danke, dass du mich darauf hingewiesen hast :)

    Ich versuche diese Stellen nun weiter zu erläutern:

    Mächtig ist jeder, wenn er will. Wie später im Text erwähnt gibt man aber diese Macht ab, indem man sich z.B. als Streitkraft eines Herrschers zu Verfügung stellt oder an die Macht dieses Herrschers glaubt, der dann dadurch "mehr" Macht erhält.

    Die Aussage "Mächtig, sind nur die wenigen" sollte auf einen weit verbreiteten gesellschaftlichen Gedanken aufmerksam machen, mit dem sich eine breite Masse an Menschen selbst "ohnmächtig" macht, ohne selbst zu hinterfragen, warum z.B. Regierungen (scheinbar) mehr Macht über einen haben als z.B. der Nachbar.

    Sich von einschränkendem Gedankengut und Glaubenssätzen befreien kann man auch selbst.

    Stimmt, die Macht in einem selbst spielt auch mit. Kann aber auch wiederum selbst kontrolliert werden. Im Endeffekt ruht aber jede Macht in einem selbst, nur scheinbar kommt sie von außen, da man schließlich die eigene Macht (über sich selbst) abgibt - aus welchen Gründen auch immer.

    Sartre würde ich auch zustimmen, aber ob auch wirklich jeder in der Gesellschaft diese Erkenntnis für sich geschlossen hat und danach lebt? Das bezweifle ich.

    Stimmt. Überleben (damit haben wir ja bereits eine Abhängigkeit der zu befriedigenden Bedürfnisses des [Über-]Lebens) ist ein Garant auf Machtmissbrauch. Denn da sind wir schon abhängig von sauberer Luft, Wasser und z.B. Pflanzen, die uns Nahrung bieten. Widerlegt aber auch meine Argumentation nicht, da ich sage: Überleben mit einem Minimum an Machtmissbrauch.

    Diese drei Optionen können je nach Art der Sache unterschiedlich sinnvoll sein.
    Ein anderer Stromanbieter könnte ganz anders organisiert sein, so dass er weniger abhängig macht. Am naheliegendsten wäre hier aber wohl, den Strom selbst zu "generieren".

    Von allen Textstellen habe ich mich hier am undeutlichsten ausgedrückt. Narzissmus meinte ich damit überhaupt nicht. Das wäre die ungesunde Extremform der Selbstliebe. Ich meine eine gesunde Selbstliebe, so dass man für sich selbst genügend Selbstwert entwickelt, um z.B. destruktive Partnerschaften oder Freundschaften verlassen zu können und sich so von diesen nicht abhängig macht.

    Ach ja und noch was:

    Ich rege nicht dazu an zu Beeinflussen. Mir ist es wichtig, dass Konsumenten ein Bewusstsein dafür entwickeln, welche Tricks und Manipulationstechniken Verkäufer einsetzen um sie zu beeinflussen.
     
  3. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    11.619
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    "Placid Hysteria" in seinem letzten Satz zum Thema innere Freiheit an "rauschverbot" gerichtet:
    "rauschverbot" in seinem letzten Satz zum Thema innere Freiheit an "Placid Hysteria" gerichtet:
    Hier meine alertstarrsinnig logisch pubertär-frech angepasst formulierte Trotzanwort zur inneren Anregung einer gedankenfreiheitlich erkennbaren Beeinflussungserkenntnisschöpfungsprozessfolge:

    Entweder es handelt sich hier bei der letzten Aussage von "Rauschverbot" um einen "Selbstwiderspruch erfolglos erwünschter Meinungsbeeinflussung" oder um eine Art "Berufsgeheimnisverrat erfolgreich erwünschter Verkäuferbeeinflussung"......

    :lachen: :lachen:

    Aber dann wäre ich ja kein überzeugter Vertreter eines tertium datur, wenn ich da nicht doch doch eine (klitzekleine) "dritte Deutungsmöglichkeit" in petto offen gelassen hätte? .....:rolleyes:

    Einen schönen Sonntag als Sinntag (oder Sündtag?) wünsche ich allen - auch meinen "Entgegner-Freunden" ! :)

    Bernies Sage (Bernhard Layer)
     
  4. Soraya

    Soraya Active Member

    Registriert seit:
    31. Juli 2017
    Beiträge:
    649
    Als die, von dir zum Teufel geschickte,
    habe ich dir nichts mehr zu entgegnen...

    ...wünsche dir aber auch einen schönen Sonn, - oder "Sinntag".
     
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