1. Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Ist der eigenen Vernunft zu trauen ?

Dieses Thema im Forum "Philosophie Allgemein" wurde erstellt von Marco22, 13. Februar 2018.

  1. Marco22

    Marco22 Well-Known Member

    Registriert seit:
    27. Dezember 2016
    Beiträge:
    1.665
    Ort:
    Im Universum, wo die Raumzeit Hiebe verteilt !
    Werbung:


    Die Überschrift fasst die Fragestellung schon recht eindeutig zusammen. Hier noch ein paar Hinweise, um die Diskussion in die richtige Richtung zu lenken. Unter Vernunft verstehe ich nicht nur Ansichten und Weltanschauungen, welche z.B aus einem demokratischen oder philosophischen Blickwinkel als vernünftig beurteilt werden könnten, sondern Weltanschauungen und Ansichten, die aus der gegenwärtigen Perspektive als vernünftig erscheinen.

    Und hier beginnt das Problem. Urteile sind nie unabhängig einer subjektiven und vorurteilsbehafteten Bewertung. Wie kann man aber überhaupt wissen in welcher Lebenssituation man vernünftige Ansichten pflegt und ein gerechtes Denken hat. Rein aus dem Bauch heraus würde man vermutlich sagen in Phasen in denen man glücklich, zufrieden, moralisch eingestellt und mit sich im Reinen ist.

    Dies stimmt in gewisser Hinsicht auch. Doch in Phasen in denen man unzufrieden ist verschiebt sich die Perspektive und plötzlich erscheint dies als richtig, was in einer anderen Gemütsverfassung als " falsch " eingestuft wurde.

    Objektiv betrachtet sollte also immer darauf geachtet werden bei Verstand zu bleiben und bewährte Einstellungen guter Lebenslagen beizubehalten , um nicht auf die falsche Bahn zu geraten. Doch gerät man auf die falsche Bahn , kommt man so schnell nicht mehr raus

    Da der Mensch eher nach seinen Sinnen lebt und urteilt, als nach seiner Vernunft, so ist dessen Urteilen und Bewerten immer auf unsicherem Boden. Demenstprechend ist die Vernunft, wie ein Balancetänzer auf einem Seil. Und je labiler ein Mensch ist, umso dünner ist das Seil und desto riskanter ist es, seinen gegenwärtigen Ansichten ein dauerhaftes Fortbestehen zu bescheinigen. Moralisches Denken ist eben wie ein Freund, zu dem bei Vertrauensbruch vorrübergehend der Kontakt abgebrochen wird.

    Personen, die in irgendeiner Hinsicht enttäuscht wurden werden auch ihre vorhergehende Überzeugungen bezüglich dieser Sache revidieren. Doch ist es überhaupt " vernünftig " aufgrund von Einzelfällen, gleich sein allgemeines Urteil abzuändern. Jemand der Flüchtlingstolerant war und diese unterstützte wird beispielweise, wenn dessen Frau von einem Flüchtling belästigt wird, seine ganze Meinung über diese verändern und wohlmöglich zu einem Flüchtlingsgegner werden.

    Genauso wird jemand der auf der Straße freundlich um den Weg gefragt wurde und fünf Minuten später sein Portmonaie mitsamt Geld vermisst, freundliches Verhalten seiner Mitmenschen völlig anders einstufen als zuvor. Im Grund tut sich aber nichts an der Welt ändern.

    Ist also dem Verstand in seiner Interpretation der Welt zu vertrauen, wenn diese nur eine durch Erfahrungen aufgebaute Konstruktion im Kopf eines Individuums ist ?
     
    Ellemaus und Nyan Cat gefällt das.
  2. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
    Beiträge:
    18.757
    Nein!:winken3:
     
  3. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    11.455
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Ja! :winken3:
     
    Ellemaus und ichbinderichwar gefällt das.
  4. KANTIG

    KANTIG Well-Known Member

    Registriert seit:
    21. Mai 2017
    Beiträge:
    3.879
    Ja. Man sucht, man findet und fliegt sich zurecht.
     
  5. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
    12. Juli 2009
    Beiträge:
    3.419
    ....."So wie es ist, ist es richtig!".....

    meint plotin
     
  6. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
    Beiträge:
    18.757
    Werbung:


    Wie sollte es denn anders sein:dontknow:
     
  7. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    11.455
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Jedes SEIN ist in seinen Ausdrucksformen anders 'richtig'!

    Ob es sein kann, dass der Vernunft zu trauen ist,
    dies darf als Möglichkeitsform bejaht werden!

    » Die Vernunft ist das Rüttelsieb des Verstandes in der Hängematte des Bewusstseins.«

    (von Bernhard Layer)​

    Um den Verstand mit der Vernunft sinngebungshaft ideal verknüpfen zu können, bedarf es einer Charakterschulung in mehreren Leben. Der Verstand scheint wie ein unverstanden anwendbares Sieb zu sein und muss gegenüber dem dominierenden Unverstand ständig (meist sogar apologetisch) verteidigt werden.

    Die Vernunft scheint dabei eine Strickmusterlösung zu sein, welche die weg-weisende und weg-weisende (Doppel-)Abkunft der Herkunft mit Zukunft in einer "windigen" Looping-Kontinuität zu verbinden vermag und dabei auch die eine oder andere Masche bewusst fallen lässt, um Gefallen daran finden zu dürfen....
    < nur eine durch Erfahrung aufgebaute Konstruktion > ? - Mach nur die Erfahrung nicht so runter! :oops:

    Der Erfahrungshorizont (...als all das was Sinnlichkeit in wahrnehmender Selbstbegrenzung steuert) wechselwirkt mit dem Erkenntnishorizont (....als all das was erinnerungstechnisch maximal hängen bleibt...) außerhalb des Kopfes in einem absoluten Ereignishorizont (...als all das was superlogisch, also bios-logisch, nicht durch sich selbst bewusst überschreitbar ist)...

    :) :) :)

    Bernies Sage (Bernhard Layer)
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2018
  8. Ellemaus

    Ellemaus Well-Known Member

    Registriert seit:
    29. Juni 2010
    Beiträge:
    16.189
    Geld abschaffen weltweit, sagt mir Vernunft und Logik.
    Die eigene Vernunft benötigt Logik (Realität!)
    Alles weitere ist um den heißen Brei reden.
     
  9. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    11.455
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Das Geld ist ein Wesen.
    Und wenn man das Geldwesen abschafft, dies sagt mir Vernunft und Logik, dann schafft der Mensch damit zugleich alle Wertvorstellungen ab.
    Nein! Die fremde Vernunft benötigt Logik und Realitätssinn!
    Ach Ellemaus, mit diesen deinen Kommentaren hast Du Dir doch den Mund verbrannt und kannst schon gar nicht mehr vernünftig reden! :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2018
    Ellemaus gefällt das.
  10. Ellemaus

    Ellemaus Well-Known Member

    Registriert seit:
    29. Juni 2010
    Beiträge:
    16.189
    Ich kann immer, nur ob ich immer will. :lachen:

    Dann muss Geist das erschaffen, was Logik und Vernunft nicht schafft. ;)
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden