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Harald Lesch kritisiert das Bildungssystem

Dieses Thema im Forum "Bildung" wurde erstellt von Joachim Stiller, 13. Juli 2017.

  1. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. Januar 2014
    Beiträge:
    3.466
    Ort:
    Münster
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    Harald Lesch kritisiert das Bidlungssystem:

     
    FreniIshtar und interlocutore gefällt das.
  2. Joachim Stiller

    Joachim Stiller Well-Known Member

    Registriert seit:
    9. Januar 2014
    Beiträge:
    3.466
    Ort:
    Münster
     
  3. interlocutore

    interlocutore Active Member

    Registriert seit:
    30. September 2016
    Beiträge:
    543
    Ort:
    Mitteleuropa
    das war ein Wort für die alten allgemein bildenden Schulen.

    In einem Ort, wo ein größeres Unglück geschehen war, hat mir jemand erzählt, dass man sich die Haustüre nicht mehr zu öffnen getraut hatte, weil immer eine Psychologin mit Katastrophenbick davor gestanden wäre, die von staatlichen Stellen geschickt worden war und die Menschen dort von deren Trauma befreien wollten. Diese Frau hat mir dann gesagt, 'diese “Psychotanten“ hätten besser Nähen, Putzen, Kochen gelernt gehabt, das hätte ihr und den Menschen im Ort mehr geholfen'.
     
  4. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    9.274
    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Nein, Sie irren mal wieder,.......
    er kritisiert das Bildungssystem und das hat mit dem von Ihnen hier erwähnten < Bidlungssystem > nicht zu tun! :p

    Ob ein gebildeter Mensch sich auch als eingebildeter Mensch zu erkennen vermag? -

    Was ist denn ihre ganz neutrale Meinung hierzu.....immerhin scheinen Sie möglicherweise auch der Erste zu sein, der dies erkannt haben könnte....? :rolleyes:
     
  5. PhilippP

    PhilippP Active Member

    Registriert seit:
    8. April 2003
    Beiträge:
    713
    Ich stimme Lesch in vielen Punkten zu, aber das würden wohl die allermeisten Lehrenden ebenso tun. Die Kritik, dass Inhalte in der Schule (bzw. dem "Bildungssystem") zu kurz kommen, ist so alt wie der Sprung in meiner nicht vorhandenen Ming-Vase; außerdem ist das, was er sagt, nicht konstruktiv (genug) geartet, es nimmt keinen echten Bezug auf die gesellschaftliche Erwartungshaltung gegenüber Bildung und der Realität an Schulen/Unis. Viele Kritiken am Bildungssystem haben dieses gemein.

    Beispiel: Woher sollen denn die ganzen supertollen Lehrenden kommen, die ihr Fach erfahrungsgesättigt auf Experimentalbasis unterrichten und das ggf. 24 Schulstunden pro Woche? Weder die Mittel noch das Wissen sind vorhanden, um eine solche Forderung adäquat bedienen zu können. Außerdem ist es durchaus nicht so, dass Projektunterricht und Experimente gänzlich fehlen, auch der Praxisbezug/Lebensnähe ist längst schon eine didaktische Forderung ersten Ranges, die jedoch meist aus oben genannten Gründen in allzu seichtem Fahrwasser strandet.

    Möchte ich beispielsweise einen richtig funktionalen und inhaltsbezogenen Grammatikunterricht veranstalten, muss ich an den gängigen Schulbüchern vorbei sämtliche Räder neu erfinden; ich stelle mich ohne es zu wollen dabei gegen den überkommenen Grammatikunterricht (und also gegen Kollegen) und dafür haben weder Schüler noch das berufliche Umfeld Verständnis.

    Schüler lehnen ungewohnte Wege sehr schnell ab (man sollte nicht meinen, dass von Schülerseite eine prinzipielle Offenheit gegenüber alternativen Lehr-Lernmethoden anzutreffen wäre) und möchten lieber das machen, was sie gewohnt sind und was man eben unter Schule und Unterricht im herkömmlichen Sinne versteht.

    Daher wiederhole ich mich, wenn ich sage, dass das Bildungssystem kein Ort ist, an dem sich gesellschaftliche Haltungen ändern, sondern jene spiegeln sich vielmehr in ihr. Warum denken nur immer alle, dass Lehrer dazu ausgebildet werden, das Denken ihrer Klienten (und deren Eltern) zu reformieren?

    Ich nenne das kurzerhand den bildungskritischen Fehlschluss und schließe damit mein Plädoyer mit der Bitte um mehr Konstruktivität im bildungskritischen Diskurs!

    Gruß
    Phil
     
    FrauHolle und FreniIshtar gefällt das.
  6. 0hle93

    0hle93 New Member

    Registriert seit:
    21. August 2017
    Beiträge:
    8
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    Im Bekanntenkreis kenne ich zwei Lehrer, die klar, dafür lange studiert haben, um ihr "Traumberuf" auszuüben. Immer wieder kommt es zum Gespräch, dass die Eltern der Schüler davon ausgehen "Mein Kind lernt in der Schule. Die Lehrer müssen es den Kindern vernünftig beibringen". Ich sehe das anders. Klar, Lehrer bringen den Schülern Mathe, Religion, Ethik, Deutsch und Englisch bei. Aber damit sie es verstehen müssen auch die Eltern ihren Teil dazu beitragen. Und das muss nicht mal anstrengend sein. Der Gang in ein Museum oder in ein Zoo kann schon gut was bewirken. Die Allgemeinbildung wird gefördert und das Verständnis für die Schulfächer ebenso. Daher bin ich in einigen Punkten über die Steiner Methode positiv gestimmt und finde, dass diese Methodik auch an staatlichen Schulen umgesetzt werden sollte.
     
  7. Andersdenk

    Andersdenk Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. Januar 2015
    Beiträge:
    17.743
    Das ist doch in den G8-Zuchthäusern überhaupt nicht der Fall. Tatsächlich werden zu Lasten der Steuerzahler bürgerliche Ideologien zur Elitenbildung erprobt und Spieltrieb, musische Begabungen und die spielerische körperliche Ertüchtigung bis hin zur Wehrtüchtigkeit einem pervertiertem Leistungsdenken unterworfen. Den bürgerlichen Einheitsmenschen gibt es in zwei Ausführungen, als Gewinner oder als Versager. Diesen Zustand für möglichst alle Zeiten zu erhalten rechtfertigt den Aufwand durch Bürokratie, denn dahin geht ein Großteil der Ausgaben für die Bildung.

    Schalom!
     
  8. zierpflanze

    zierpflanze New Member

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    Beiträge:
    14
    Ich bin vom Bildungssystem auch nicht total hin und weg und habe die Hoffnung auch schon mehr oder weniger begraben, dass es reichen könnte, wenn sich die Schule um Bildung kümmert. Die Neugierde der Kinder zu wecken, die Lust selbst etwas herauszufinden oder die Kinder in ihren Fähigkeiten und Begabungen zu fördern, das muss zumindest teilweise auch zuhause geschehen.

    In der Schule bekommen die Kinder nur ein Grundwissen mit und alles muss immer noch vergleichbarer werden. Das kann und sollte nicht alles sein.
     
  9. hylozoik

    hylozoik Well-Known Member

    Registriert seit:
    21. Dezember 2010
    Beiträge:
    17.333
    Ort:
    in-meiner-welt.at
    Wer braucht das alles noch?
    ... in spätestens 10 Jahren gibt's Lern-Wissens-Chips als Injektion, Tabletten etc.

    Und Geld?
    Nur mehr als digitale BitCoins & Co.

    Rabatte?
    Nur mehr für Spezialisten & Daten-Junkies ... (o;

    BTW: :zauberer2 :engel1:


    Wolfgang Schreil "Woid Woife" aus Bodenmais: Harte Schale - weicher Kern | Zwischen Spessart und Karwendel
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Oktober 2017
  10. Munro

    Munro Active Member

    Registriert seit:
    2. Januar 2014
    Beiträge:
    355

    Was sagt der Lesch denn?

    Kann jemand das schriftlich zusammenfassen?
     

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