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es schneit Plastik....

Dieses Thema im Forum "Umweltschutz" wurde erstellt von Eule58, 17. August 2019.

  1. hylozoik

    hylozoik Well-Known Member

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    in-meiner-welt.at
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    Einwegplastik ab 2021 teilweise verboten
    Erstellt am 25.Juni 2020, 14:57 Uhr | Kategorie: News
    https://posteo.de/news/einwegplastik-ab-2021-teilweise-verboten
     
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  2. Wortjan Sinner

    Wortjan Sinner Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Wozu Currywurst, wo doch die Imbissbude eh längst verschwunden ist? Ohne Imbissbude brauch ich auch keine Currywurst. Gäbe es die Imbissbuden noch, dann wäre die Gabel ein Thema und ich würde stets eine eigene in der Tasche als Reiseutensil dabei haben. So jedoch, werde ich diese Plastikgabeln nicht vermissen. Da ich eh schon vieles seit Jahrzehnten vermisse, sind die unwichtigen Aspekte schmerzlos.

    https://futurezone.at/science/plastik-regen-ist-der-neue-saure-regen/400938464

    Die unhandlichen Holzgabeln sind jedenfalls kein Ersatz. Als im letzten Jahr der Aufruf kam, gab es im Supermarkt auch Gespräch und wir wunderten uns gemeinsam, dass statt der posaunten Rückflut das Gegenteil eintraf und mehr als zuvor Plastik in die Regale kam...
     
  3. Bernd

    Bernd Well-Known Member

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    Berge
    Euer Plastikmüll in der gelben Tonne wird in Müllverbrennungsanlagen für eure Smartphones verstromt. Eure Plastikgabeln und Tellerchen vom Imbis ebenso. Eure anderen Plastikflaschen sind hoffentlich Mehrwegflaschen. Ich habe noch nie jemanden von euch dabei beobachtet, dass er eine Plastiktüte oder Flasche ins Meer geworfen hat, aber da ist alles voll. Nun lasst uns eure Schuld zelebrieren und Besserung geloben. Fangen wir mit dem Plastikschilling an.
     
  4. ichbinderichwar

    ichbinderichwar Well-Known Member

    Registriert seit:
    2. September 2012
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    34.723
     
  5. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. März 2004
    Beiträge:
    11.185
    Ja, aus 2 Gründen:
    Erstens, es gibt keine unmittelbaren, sichtbaren Auswirkungen. Dass das Mikroplastik problematisch ist, muss dem Normalbürger erst von Wissenschaftern erklärt werden der es dann zwar auf abstrakter Ebene glauben kann, aber nicht direkt spüren. Die Problematik ölverschmierter Strände hingegen ist dem Normalbürger durchaus begreifbar, aber wenn der Strand nur im Fernseher ist, kann man bequem abdrehen und hat damit nicht weiter zu tun.
    Zweitens, es gibt keine unmittelbaren Handlungen/Tätigkeiten/Entscheidungen, die der Einzelne setzten könnte, um einen merklichen Einfluss darauf zu nehmen.

    Es ist tatsächlich so, dass gilt "jetzt bin ich eh schon besoffen, da kommt's auf ein Bier mehr auch nicht mehr an". Wenn die Umwelt verdreckt ist, warum soll ich auf einen gewissen Komfort verzichten, wenn dabei die Umwelt immer noch verdreckt ist ? Was wäre durch meine Anstrengung gewonnen ? Menschen sind durchaus Bereit etwas zu tun oder auf etwas zu verzichten, nur muss ihre Leistung bzw ihr Verzicht in einer passenden Relation FÜR SIE stehen. Passt die Relation nicht, dann eben kein Tun bzw kein Verzicht.

    Da hilft auch nicht ein Appell an eine eventuelle kollektive Vernunft a'la "wenn jeder so denkt, dann wird jeder verlieren, also macht alle mit, weil es vernünftig ist !". Der Mensch handelt nicht als Kollektiv, er handelt in eingenem Interesse. Heißt jetzt nicht, dass ihm alle anderen Menschen egal wären, aber selbst die liebende Mutter übt vielleicht jeglichen Verzicht für ihre eigenen Kinder, aber nicht mehr für die Kinder ihrer Nachbarin, und je weniger Bezug, desto weniger Bereitschaft.
    Das heißt, je weiter weg der eventuelle Benefit ist (der ja zusätzlich ja schwer bis gar nicht überprüfbar ist), desto weniger ist man Bereit seinen Einsatz zu leisten.
    Sieht man alleine schon an der Bereitschaft Steuern zu zahlen. Jeder weiß, dass unsere Zivilisation zusammen brechen würde, wenn niemand Steuern zahlte. Dennoch zahlt jeder höchstens das, was er muss. Und hätte der Einzelne die Möglichkeit zu wählen, wie viel Steuern er zahlen müsste, wäre die Bereitschaft zur Steuerleistung vergleichbar zur Verzichtbereitschaft bezüglich Mikroplastik.
    Leute würden dann nur mehr in einzelne Töpfe zahlen, bei denen sie ausreichend Vorteile nach ihren eigenen Wertvorstellungen sähen (z.B. sie zahlen anteilsmäßig für eine Brücke, sie ihnen selbst oder eventuell ihren Freunden/Angehörigen) den Weg erleichtern würde.

    Aber eine gesellschaftsweite Zahlungsbereitschaft für Angelegenheiten, zu denen die Leute keinen persönlichen Bezug haben, ginge gegen 0.

    Man kann nun lamentieren, dass derartiges Handeln dumm und unverantwortlich wäre. Ist aber relativ sinnfrei, denn der Mensch ist ein Produkt der Natur und er handelt so, wie es seine Natur ist.
    Dass eine Lebensform ihren Lebensraum "verschmutzt" ist kein Monopol der Menschheit, sondern eben die Natur. Und ein stabiles Ökosystem entsteht nicht dadurch, dass die Lebensformen darin keinen oder möglichst wenig Abfall produzieren, sondern dadurch, dass der Mist der einen Lebensform der Rohstoff der anderen ist.
    Jede Lebensform für sich ist darauf ausgerichtet, möglichst viele Rohstoffe möglichst schnell zu beanspruchen und zu verbrauchen. Weder eine Bakterienkultur noch eine Hasenpopulation geht möglichst sparsam mit den momentan zur Verfügung stehenden Rohstoffen um. Nein, sie fressen was das Zeug hält, und damit es noch schneller geht, vermehren sie sich möglichst schnell, um die Ressourcen, sei es Material oder Platz, zu beanspruchen und zu verbrauchen. Nur äußere Umstände bremsen das zunächst ungezügelte Wachstum ein. Sei es eine Begrenzung der Ressourcen oder des Platzes, oder aber Fressfeinde. Aus Vernunft selbst gemäßigt hat sich noch keine Lebensform.

    Ergo, der Mensch ist nicht dumm, er ist was er ist. Falls es eine Lösung für das Umweltproblem gibt, dann wird man es nicht nur Appelle oder durch Vorbildwirkung erreichen.
    Das hat Jesus schon vor 2000 Jahren versucht. Es gehen zwar immer noch Einzelne in die Kirche und die Bibel wird da und dort noch gelesen, aber Kriege, Not und Leid haben sich dadurch nicht vermeiden lassen sondern eher noch verstärkt durch den Versuch, den Menschen das "Richtige" mit Gewalt aufzuzwingen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. August 2020 um 14:40 Uhr
  6. Alternativator

    Alternativator Well-Known Member

    Registriert seit:
    29. Juli 2015
    Beiträge:
    6.256
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    Ohha, hier müsste jedenfalls ja eigentlich jetzt gefragt werden: Wie kommt man, denkend?!, denn eigentlich auf solchen... 'Unsinn'??
    'Schon', 'Mensch's' "Natur" sei die "der Natur", er sei aber "nicht dumm", dieselbe würde ihn jedoch dazu zwingen, sich (so) "dumm" zu verhalten?-!
    Und was "...möglichst viele Rohstoffe möglichst schnell zu beanspruchen und zu verbrauchen..." anbetrifft: Was für'n Quatsch, so? Denn wenn's so wäre, müsste ja längst alles 'Leben' sich gegenseitig auf/"gefressen" haben!
    Und von wegen "äußere Umstände": "äußere" von was denn überhaupt? "Der Natur" (selbst) etwa? Das dann aber was überhaupt sein können soll? Und wo? ...
    Aber nein/ja, "das "Richtige" mit Gewalt aufzuzwingen" kann wahrhaftig niemals funktionieren. Es müsste stattdessen 'nur mal' richtig (logisch) gedacht werden! Von 'möglichst' allen 'allerdings'.
    Und doch, ja, so "dumm" ist er wirklich nicht, "der Mensch" (zumindest). Er müsste es 'nur mal' wirklich wollen. Und tun, 'natürlich'.
    Aber Du willst 'lieber' auch weiterhin 'wissen?!', das sei nun mal nicht "die Natur der Natur"?
    'Und übrigens': Nach welchen 'Naturgesetzen' denn dann aber eigentlich überhaupt??
     
  7. Muzmuz

    Muzmuz Well-Known Member

    Registriert seit:
    15. März 2004
    Beiträge:
    11.185

    Wer unmusikalisch ist, mag selbst in Mozarts Werken nicht viel Geist erkennen.


    Ob etwas dumm ist oder nicht, hängt von Bewertungen ab.
    Was ist dümmer ? Ein 100 jähriges freudloses Leben zu leben oder ein lediglich 50-jähriges, aber dafür mit Wein, Weib & Gesang ?
    Das Leben in Saus und Braus ist nur dann dumm, wenn man Prioritäten voraussetzt, unter denen jenes Leben nicht zielführend ist. Nur, wer darf die Prioritäten festlegen ?
    Und mit welcher Relevanz ?

    Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil.
    Leben frisst sich immer selbst aus und existiert nur begrenzt, so lange
    A: der Mist der einen Lebensform der Rohstoff von anderen Lebensformen ist (Rohstoffkreislauf)
    B: so lange es nutzbare Negentropiequellen (der Normalbürger nennt sie auch Energiequellen) gibt

    Entfällt entweder A oder B, ist das Ende des Lebens nur mehr eine Frage der Zeit. Und da weder A noch B zeitlich unbegrenzt sein können (nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik), ist die Dauer von jeglichem Leben ohnehin unweigerlich begrenzt. Unserblichkeit, sowohl auf der Ebene des Individuum wie auch auf jener von Biosphären, ist zwar ein nettes Gedankenspiel, aber unrealistisch.


    Betrachten wir als Beispiel das System Schafe und Gras, dann vermehren sich die Schafe ungehindert, so lange ausreichend Platz und Gras vorhanden sind.
    Durch äußere Umstände (z.B. Berge rund um das Grünland ---> Platzbegrenzung, Schlechtwetter ---> Grasmangel, Wölfe ---> fressen Schafe weg, Krankheite ---> reduziert Schafzhl, etc...)
    wird das Wachstum begrenzt. So funktioniert Leben generell. Jeder Art für sich hat das Bestreben möglichst schnell zu wachscen, wird aber durch äußere Umstände am ungehinderten Wachstum behindert, sodass sich ein Gleichgewicht einstellt. 'Selbstbeschränkung durch Vernunft' ist keine Eigenschaft des Lebens.

    Du setzt hier Prioritäten voraus, die aber mitnichten gegeben sind. Die Logik gibt eventuell den Weg zur Erreichung von Zielen vor, aber bestimmt nicht das Ziel selbst.
    Weder die Bevorzugung des 100 jährigen Freudloslebens noch jene des 50 jährigen Lotterlebens ist logisch begründet. Unlogisch bzw unvernünftig hingegen wäre das Lebens eines Lotterlebens, wenn hingegen Langlebigkeit Priorität hätte.

    Wer darf dem Menschen vorschreiben, was er zu wollen hat ?
    Wenn du wirklich interessiert bist, können wir über soziale und biologische Evolution sprechen. Wenns aber nur uns unverständige Provozieren geht, wäre mir die Zeit zu schade.

    Als mögliche Vorarbeit: überlege doch mal, warum es immer und überall Zwist, Neid und Kriege gibt, wo uns doch schon Jesus & Co vor Jahrtausenden gezeigt haben, dass eine Welt ohne derlei
    Ungemach wahrhaft paradiesisch wäre.
    Oder aber, warum ist der Kommunismus gescheitert bzw nur dort noch in größerem Maßstab am Leben, wo er dem Volk mit Gewalt aufgezwungen wird ?
    Wäre eine Welt, in der niemand benachteiligt wäre, denn nicht auch ach so paradiesisch ?

    Kurze Vorschau auf die Aufklärung: wenn man in etwas den Sinn nicht erkennt heißt das nicht, dass es nicht doch auf eine Art einen Sinn gibt ;)
     
  8. Bernies Sage

    Bernies Sage Well-Known Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
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    Ort:
    Zwischen Erde und Himmel und doch bodenständig
    Bernies These: Plastik ist ein Naturprodukt aus einem natürlichen, a-biotisch sich selbst zu regenerieren vermögenden Erdölprodukt aus Jahrmillionen alten Pflanzenresten, die zunehmend unsere menschlichen Lungenfilter auf Funktionsfähigkeit über zunehmenden Mikro- und Nano-Feinstaub testen, im Auffangen und Abfangen vertreten durch ein plasmatisches (Doppel-)Retikulum, (exogen und endogen), welches in einem möglichen worst-case-szenario bei einer zufälligen wie abfälligen Netz-Erkennung seinen für ihn logischerweise gefährlichen "Sauerstoff-Wirt" bringt um.

    Bernies Sage (Bernhard Layer)
     
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