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Die Entstehung des irdischen Seins

Dieses Thema im Forum "Philosophie Allgemein" wurde erstellt von Soraya, 20. Oktober 2019.

  1. 5Zeichen

    5Zeichen Well-Known Member

    Registriert seit:
    20. Oktober 2010
    Beiträge:
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    Der Spatz macht es sich absichtlich unbequem, um seine Unabhängigkeit zu behalten. ;)
     
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  2. FrauHolle

    FrauHolle Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Natürlich ist das der Preis den wir zahlen, denn wären wir nicht so abhängig von allem, würde auch nicht die Welt zusammenbrechen, wenn es weg ist.
    Absolut richtig. Und um diesen Ist-Zustand zu erhalten, wird mit allen Mitteln gekämpft, um diese Abhängigkeit ja nicht zu verlieren und das von beiden Seiten, denn jene, die davon profitieren, werden kein Interesse daran haben, dass sich dieser Zustand ändert. Und da wird gelogen und betrogen was das Zeug hält...
    Jede. Das beginnt mit der Nahrung, geht über Kleidung, bis hin zu den ganzen schönen Geräten, die uns den Alltag erleichtern. Oder das Inet. Dreh mal n Tag das Inet ab, dann gibts Mord und Totschlag. Leider geht mit diesen ganzen Bequemlichkeiten, auch das Wissen verloren. Das Wissen darüber, wie man ohne diese ganzen Dinge leben kann. Ein kleines Beispiel dafür ist: Marmelade kochen. Ich kenn keinen, der nicht Gelierzucker verwendet...weils ja bequemer ist und schneller geht und ich denke, das ist auch ein Faktor: die Schnelligkeit. Alle Dinge, die unseren Alltag betreffen, müssen schnell gehen.
    Nein tut es nicht und am Ende werden wir alles verlieren. Weil uns diese Bequemlichkeit auch ignorant, arrogant und egoistisch gemacht hat. Wir verleugnen, verdrängen und bekämpfen alles, was auch nur annähernd eine "Gefahr" für unsere Bequemlichkeit darstellt, auch wenn es das gar nicht ist.
    Nicht "auch", sonder nur. Und das schon immer. Religionen wurden von jeher dazu benutzt, den Menschen Angst zu machen. Am Anfang wars halt die Angst vor Blitz und Donner und dann die Angst vor der Hölle und weils kaum jemand schafft so zu leben, wies die Religionen vorschrieben, Die Geschichte der Religionen ist eine grausame und bis heute hat sich nicht viel verändert...Es geht nur um Macht und Geld.
    Ich verstehe den psychologische Nutzen von Glaube und Religionen. Der Glaube ermöglicht Menschen, ihre Lebenssituationen zu ertragen. Trotzdem ist es auch eine Art von Bequemlichkeit, denn es ist leichter zu sagen: "Gott will, dass ich so lebe.", als vielleicht sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Natürlich kommen äussere Umstände hinzu. Aber es ist auch bequemer z.B. seine "Sünden" zu beichten und sie dann Gott zu überlassen (aus den Augen, aus dem Sinn), als sich selbst damit auseinander zu setzen, was man getan hat. Wenn ich Scheisse bau, geh ich einfach beichten, bete zwei Ave Maria und gut is!
     
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  3. plotin

    plotin Well-Known Member

    Registriert seit:
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    .....Den "Unabhängigen Menschen" gibt es nicht, ist er doch "schon von der Luft" abhängig, die er atmet! Aber "darum" geht es Ihnen vermutlich "nicht"... stimmt´s? Ihr "Ansinnen" geht eher in "Richtung Kapitalismuskritik"... stimmt´s??.....

    fragt plotin
     
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  4. Soraya

    Soraya Well-Known Member

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    2.298
    Das wohl nicht, ich habe eher den Eindruck, dass er es aus Vorsicht so macht, weil er im Vergleich zu den anderen Spatzen, besonders ängstlich zu sein scheint. Und vielleicht ist es ja gar nicht so dumm wie es aussieht, denn solange er sich innerhalb des Knödelspenders befindet, kann er nicht von seinen Fressfeinden, wie größeren Raubvögeln oder Katzen gefangen und gefressen, sondern allenfalls verletzt werden. Also, sofern sie ihn nicht oben abfangen und an der Flucht hindern.
     
  5. Soraya

    Soraya Well-Known Member

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    Beiträge:
    2.298
    Ja, bei vielen oder den meisten ist das wirklich so.
    So ist es leider und diejenigen, die abhängig sind und gehalten werden, lassen sich das auch bereitwillig gefallen, um ihre Bequemlichkeiten zu erhalten und/oder behalten.
    Das sind die vielen alltäglichen Dinge, die wir schon für selbstverständlich halten und daher auch nicht zu schätzen wissen. Aber in meiner Küche findest du, abgesehen von Herd, Kühlschrank und einem Toaster, keine Geräte und ich komme wunderbar ohne sie aus. Das verstehen viele nicht und wollen mich immer davon überzeugen, wie praktisch sie doch sind. ;)

    Noch schlimmer finde ich, wie abhängig viele von den ganzen Apps sind und gar nicht bemerken, dass sie dadurch immer unselbstständiger werden und immer mehr verblöden. Diese Liste an eigentlich völlig unnötigen Bequemlichkeiten könnte man wohl noch um viele weitere Beispiele erweitern.
    Ich glaube auch nicht, dass sich das alles auszahlen wird, sondern denke, dass der Mensch auf diese Weise nicht nur seinen Lebensraum vernichtet, sondern letztlich auch sich selbst, mitsamt all der tollen Bequemlichkeiten. Ich glaube aber nicht, dass uns diese Bequemlichkeiten ignorant, arrogant und egoistisch machen, sondern dass diese Eigenschaften schon vorher da waren und ihren Teil dazu beigetragen haben, dass wir uns in diese Richtung entwickelt haben.
    Im Grunde genommen hast du auch damit recht, aber ich sehe auch das Gute am Glauben und den Ritualen, denn die können tatsächlich Trost spenden, Hoffnung machen und dabei helfen schwere Schicksalsschläge zu verkraften. Und die Gebote, die ja in allen Religionen sinngemäß fast gleich sind, halte ich für gute Richtlinien. Das schade ist nur, dass es immer diejenigen gibt, die daraus einen Nutzen ziehen und profitieren (wollen) und die guten "Ansätze" missbrauchen. Und gewisse Rituale, wie das mit der Beichte, finde ich auch total unsinnig und denke, dass man seine Sünden auf diese Weise nicht los wird. Aber daran zu glauben, ist natürlich bequemer, als sich mit seinen "Sünden" auseinanderzusetzen oder sein Verhalten zu ändern und bestenfalls keine zu begehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Februar 2021
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  6. 5Zeichen

    5Zeichen Well-Known Member

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    Ich hoffe das Beste für den Spatz.

    In Bezug auf Menschen möchte ich noch hinzufügen, dass eine hohe wechselseitige Abhängigkeit tatsächlich auch abseits von sozialen Beziehungen besteht. Es genügt, dass 8 Milliarden dieser unternehmungslustigen Wesen zeitgleich den Planeten bevölkern und dass viele von denen durch ihren Aktivismus ganz unabsichtlich großen Einfluss auf das Leben anderer ausüben.
     
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  7. Soraya

    Soraya Well-Known Member

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    Nein, um den (Teilbereich) Kapitalismus geht es mir hierbei nicht, sondern um das "große Ganze" und die Frage. warum die schlechten Eigenschaften der Menschen überwiegen, woher sie kommen und was dafür verantwortlich ist, dass der Mensch so geworden ist. Also, ob die Gefühle oder das Denken dazu geführt haben, bzw. führen, dass sich die Menschheit so fehlentwickelt hat und so viel falsch macht, obwohl sie sich eigentlich über die Konsequenzen bewusste sein müsste.
     
  8. Soraya

    Soraya Well-Known Member

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    Das ist lieb von dir und das hoffe ich natürlich auch! :)
    Woran denkst du hierbei, bzw. welchen Aktionismus meinst du damit?
     
  9. 5Zeichen

    5Zeichen Well-Known Member

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    Aktivismus, i.S. von Betätigungsdrang.

    Es ist doch fast jede Handlung geeignet, einen schädlichen Einfluss auf andere, teils weit entfernte Menschen auszuüben, ob als fleißiger Arbeiter, am Steuer eines Fahrzeuges, als Nutzer anderer Verkehrsmittel oder als Konsument von Waren. Nur tot, schlafend, sitzend, liegend oder langsam gehend sind Menschen weitgehend ungefährlich für sich und andere. ;)
     
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  10. denk-mal

    denk-mal Well-Known Member

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    Beiträge:
    12.241
    Ort:
    Schwarzwald
    Hallo Soraya,
    der Preis für die Bequemlichkeit der Wohlhabenden
    wird auf dem Rücken der Armen ausgetragen.
    Die 10 reichsten Milliardäre haben so viel
    Vermögen wie der Rest der Welt! :(

    Geldmangel schafft Abhängigkeit.
    Abhängigkeit schafft Bringschuld
    usw. es ist also ein Teufelskreis
    nur wegen des Geldes.

    Bei den Naturvölkern hatte man noch Toleranz,
    Verständnis und Mitgefühl, als in unserer
    Ellbogen und Ausbeutungs-Gesellschaft.


    Bevor unsere weißen Brüder kamen, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse.
    Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben.
    Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns auch keine Diebe.


    Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt.
    Wir waren viel zu unzivilisiert, um Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können.
    Wir kannten kein Geld und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen.


    Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte, keine Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen.
    Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge
    auskommen konnten, die – wie man uns sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.“


    (Lame Deer)
     
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