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Der talentierte Schüler und seine Feinde

Dieses Thema im Forum "Bildung" wurde erstellt von kathi, 7. März 2008.

  1. kathi

    kathi Guest

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    ...ein wunder ist geschehen! :zauberer2

    endlich wurde das, was auch ich mit wachsendem schrecken sehe, von einem fachlichen insider bestätigt. der autor des buches mit obigem titel, Andreas Salcher, spricht mir aus dem herzen und der seele - und unzähligen müttern und vätern auch.

    hier nachzulesen.

    ich freue mich, denn endlich bekommt dieses thema den öffentlichen rang, den es auch haben müsste.

    denn unsere kinder sind schließlich unsere zukunft.
    und es ist an der zeit, ihnen und ihr unsere große aufmerksamkeit zu schenken...und den echten "talenteförderern" auch. :zauberer2
     
  2. frankie

    frankie Guest

    AW: Der talentierte Schüler und seine Feinde

    Ein Kind mit doofen Lehrern wird sich nicht so supertoll entwicklen wie eins mit supertollen Lehrern.

    Das gilt aber auch für ein Kind mit doofen Eltern. Oder für ein Kind, das in eine doofe, feige und ideenlose Gesellschaft geboren wird.

    Unser Schulsystem ist nicht besser als unser Land.

    Wozu auch? Es bereitet ein Kind ja auf dieses Land vor und nicht auf ein besseres.

    lg Frankie
     
  3. sartchi

    sartchi Guest

    AW: Der talentierte Schüler und seine Feinde

    Und warum sollte ein Staat an talentierten und mitdenkenden Schülern interessiert sein ??
    Eher ist das Gegenteil der Fall.
    Siehe das "Hochloben von Kinderkrippen und Kindergärten".
    Wobei andere ausländische Studien genau das Gegenteil von den in Österreich "propagierten" Studien zutage förderten: Kinder brauchen Nestwärme um sich zu entwickeln. Die ersten sechs Jahre sind die wichtigsten. In Kinderkrippen und Kindergärten sind sie ein Kind unter Vielen. Und beim heutigen Mobbing bereits in Kindergärten und Vorschulen frage ich mich sowieso wo da die Fachkräfte bleiben.

    Und unser österr. Schulsystem loben wohl nur die Österreicher von Fall zu Fall.
    Eigentlich sollte eine zeitgemäße Ausbildung bis zur Mittleren Reife, sprich 16 Jahren, angestrebt werden. Denn was auf unsere Kinder zukünftig wartet wird sehr sehr schwierig und sie müssen sich darauf einstellen und in der Lage sein ihr Leben lang weiterlernen zu können. Um das aber auch zu können, bedarf es einer guten Grundausbildung auch für jene, die nicht mit Abitur/Matura abschließen und dann weiterstudieren, bzw. weitere Lehre machen.
    Und auf Sprachen in Österreich - wer spricht hier schon wirklich gutes Englisch? und nicht nur das auf Anglizismen, die die meisten eh nicht verstehen - beruhende? Von anderen Sprachen, die in unserer österr. unmittelbaren Nachbarländern gesprochen werden will ich jetzt schon gar nicht mehr reden.

    Außerdem: die österr. Gesellschaft ist so beschaffen - leider - dass lebendige und aktive Kinder nicht in der Gesellschaft erwünscht sind. Sie sollen schön leise und angepasst sein. Und vor allem "soooo braaav!"
    Weil zuviele Frage zu stellen und interessiert an allem zu sein wird bereits als "schlimm" ausgelegt.

    sartchi
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. März 2008
  4. Raphael

    Raphael Active Member

    Registriert seit:
    17. November 2007
    Beiträge:
    1.795
    Ort:
    Bad Vöslau, Österreich
    AW: Der talentierte Schüler und seine Feinde

    Hallo Leute!

    Mein Glaubensbekenntnis als ehemaliger Lehrer lautet:

    Ich glaube nicht an Systeme oder Methoden, ich glaube an Menschen.

    Herumzupfistern an irgendwelchen Schulsystemen kann nicht das Hauptübel beseitigen, nämlich die fürs Unterrichten völlig ungeigneten Lehrer loszuwerden.

    Völlig ungeeignet sind in der Pflichtschule meiner Meinung nach ca 10 %, an weiterbildenden Schulen ist der Prozentsatz gar noch höher.

    Menschen, die kein Feuer in sich tragen, die phlegmatisch sind, uninteressiert, unflexibel, über kein schauspielerisches Talent verfügern, vielleicht sogar in hohem Maße ängstlich oder neurotisch sind, sich am liebsten verstecken würden und nicht gerne im Mittelpunkt stehen, sind als Lehrer völlig unglaubwürdig und fehl am Platz.
    Ich könnte meine Liste noch beliebig fortsetzen.

    Da besuchen Volksschullehrerinnen Montessori-Kurse und glauben im Ernst, das würde sie schon befähigen.
    Maria Montessori war eine charismatische Persönlichkeit, die erste Frau in Italien mit einem akademischen Abschluss. Sie entwickelte die ihr eigene Pädagogik und dazugehöriges Unterrichtsmaterial, ihre Persönlichkeit kann man nicht durch Kauf erwerben.

    Zu glauben, nach drei, vier Kursen und dem Erwerb des (übrigens sauteuren) Materials wären die Kinder schon geschaukelt, ist hirnrissig.
    Ich kenne eine Lehrerin mit Mont.-Ausbildung, die den ärgsten Druck auf ihre Viert-Klässler ausübt, Montessori hin oder her.

    Waldorf-Schulen, da könnte ich Gschichtln erzählen...

    So, ich beende nun meinen sehr emotionsgeladenen Beitrag mit der Feststellung, dass die Würde und der Respekt vor dem Schüler im Vordergrund zu stehen haben.
    Dazu gehört zu allererst, den Schüler wahrzunehmen und seinen Namen richtig auszusprechen.
    Bei Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache erkenne ich schon an der Aussprache der Vornamen, ob ein Respekt vor dem Kind und seiner Kultur da ist oder ob der völlig fehlt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Raphael
     
  5. kathi

    kathi Guest

    hallo leute,
    danke für eure beiträge.

    ja, ich seh das auch so, dass dieses schulsystem genauso gut oder schlecht ist, wie unsere gesellschaft.
    dennoch gibt es auch hierzulange jene und solche schulen...zumindest hoffe ich das (sonst bräuchte ich meinen sohn nicht nächstes jahr umzuschulen :haare:).

    dennoch gibt es in unserem land sozial umsichtige und reife familien/eltern, in die ein kind hineingeboren werden kann und familien, die sehr an ihren problemen zu nagen haben.

    dennoch gibt es bei uns lehrer, die ihrem beruf alle ehre machen und andere, die zwar genau so heißen - aber vom lehren so viel verstehen wie ein hahn vom eierlegen.

    mir geht es in erster linie darum, dass die öffentlichkeit sich mit diesem thema auseinandersetzt und einmal SIEHT, was da eigentlich im gange ist.
    dass sie sieht, was mit der mehrheit unserer kinder hier geschieht.
    dass sie sieht, wie wir als gesellschaft und land mit unseren ressourcen und auch unserer zukunft umgehen.

    und dass viele, viele nun endlich den mut aufbringen, sich offen darüber zu äußern und das endlich auszusprechen, was sie sich schon lange denken.

    jeder mensch in unserem land hat seine würde.
    und es gilt, diese ihm auch zu lassen. ob es nun ein kind ist - oder ein mensch, der sich für den falschen beruf entschieden hat - oder einer, der im gefängnis sitzt, weil er´s nicht besser versteht.

    ob wir so weit kommen?

    na - aus meiner sicht - sind wir wieder ein stück vorwärts gekommen. :zauberer2
     

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