1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im denk-Forum für Politik, Philosophie und Kunst!
    Hier findest Du alles zum aktuellen Politikgeschehen, Diskussionen über philosophische Fragen und Kunst
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Buchvorstellung: Das Schwedenhaus

Dieses Thema im Forum "Bücher" wurde erstellt von maler76, 12. März 2017.

  1. maler76

    maler76 Member

    Registriert seit:
    1. August 2012
    Beiträge:
    64
    Ort:
    15566 Schöneiche b. Bln.
    Werbung:


    Buchvorstellung (Vorankündigung, Veröffentlichung ab 01. April 2017):


    Das Schwedenhaus

    Abgehauen, aber nicht geflüchtet

    Warum haut ein Mann mit seiner Frau sechs Jahre nach der sogenannten Wende in der DDR einfach ab – nicht in den Westen, sondern nach Norden, in die Stille der schwedischen Wälder?


    Die Antwort findet der Leser in einem Erinnerungsbuch mit dem Titel „Das Schwedenhaus“. Der Autor Harry Popow motiviert in seinen Tagebuchnotizen sein Weggehen als eine demonstrative Abkehr von einem neuen kapitalistischen Großdeutschland. Und keine der in der DDR erlebten Widersprüche warf den überzeugten Humanisten aus der Bahn, weder psychologische Ungereimtheiten noch politische Kurzsichtigkeiten. Im Mittelpunkt der Motivation des Autors stand und steht die Verteidigung des Friedens, an der er persönlich 32 Jahre seinen Anteil hatte. Das Bemühen und das Engagement des Autors mündet schließlich in der nachdenklichen Frage, ob das Jetzige etwa das Nonplusultra sein soll …

    Er, der den Krieg noch als Kind hat erleben müssen und der sich voller Überzeugung im DDR-Alltag als Offizier der NVA einbrachte und die aggressive Vereinnahmung der DDR ohne Volksbefragung mit wundem Herzen überstand, suchte mit seiner Frau Zuflucht in der Einsamkeit der nordischen Landschaft. Niemand trieb sie, keiner wurde steckbrieflich gesucht, keiner verunglimpft. Mit seinem Buch will er dem Vergessen und der Delegitimierung der DDR seine persönlichen Erlebnisse und Erkenntnisse entgegensetzen, denn, so in einem Schreiben des „Erinnerungsbibliothek DDR e.V.“, man sei überzeugt davon, „dass das letzte Kapitel unserer Existenz noch nicht geschrieben ist“.

    Episoden aus dem Dorfleben, so z. B. bei Mitsommerfesten, bei der Geburtstagsfeier einer siebzigjährigen Schwedin, beim Dorfball in Orrefors und bei Wanderungen und bei vielen Freundschaften mit den Schweden machen den Alltag und die feierlichen Momente in der schwedischen „Stille“ nachvollziehbar, spannend und lesenswert.

    Nach der Rückkehr nach Deutschland im Jahre 2005 - mit dem Erschrecken über neue Gefahren für den Frieden - schreibt Harry Popow über 70 Buchrezensionen zu kritischen Sachbüchern, die allerdings in den bürgerlichen Medien keine Freunde finden.

    Geboren 1936 in Berlin-Tegel, erlebte der Autor noch die letzten Kriegsjahre. Ab 1953 war er Berglehrling im Zwickauer Steinkohlenrevier und ab Herbst 1954 Offiziersschüler in der KVP, später NVA. In den bewaffneten Kräften diente er bis 1986 als Zugführer, Politstellvertreter und Militärjournalist. Den Titel Diplomjournalist erwarb er sich im fünfjährigen Fernstudium. Nach Beendigung der fast 32-jährigen Dienstzeit arbeitete Harry Popow bis Ende 1991 als Journalist und Berater im Fernsehen der DDR.

    Harry Popow: „Das Schwedenhaus. Abgehauen in die Stille – Persönliche Lebensbilder“, Taschenbuch: 183 Seiten, Verlag: AAVAA Verlag (1. April 2017), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3845922443, ISBN-13: 978-3845922447, Preis: 11.95 Euro.

    Direktbestellung bzw. Vorbestellung unter: http://www.aavaa.de/Das-Schwedenhaus


    SchwkleinCover_184KB-cover-VLB (449x640) - Kopie.jpg SchwkleinCover_184KB-cover-VLB (449x640) - Kopie.jpg Leseprobe


    Epilog


    Helle, dem Morgendämmern vorauseilende Lichtflecke huschten über das ebene Land.“


    Worte voller Poesie! Sie schrieb Tschingis Aitmatow in seiner wunderschönen Novelle „Dshamila“. (Nachzulesen in „Tschingis AITMATOW“, Verlag Volk und Welt, Berlin 1974, S. 102.)


    Warum kamen mir gerade diese Worte in den Sinn? Damals, als ab 1989 die Republik starb und mit Mann und Maus an die Gestrigen der Geschichte verscherbelt wurde? Was sollte denn da über uns kommen? Vollere Geschäfte? Freiheit? Mehr Demokratie? Welche, bitte schön und für wen? Viele waren geflüchtet ins angebliche Schlaraffenland. Und wurden später bitter enttäuscht. Eine neue Morgendämmerung war sozusagen über Nacht in sehr weite Ferne gerückt. Es nahten verrückte Ohne-Ziel-Zeiten, ohne weitreichende Inhaltsansprüche und mit zunehmend triumphierender Mittelmäßigkeit. Man konnte das ahnen. Deshalb dachten auch der Autor und seine Frau ans Weggehen. Aber nicht nach Westen, sondern in den Norden. In die Stille der nordischen Wälder. Es war keine Flucht, es war eine demonstrative Abkehr von einem neuen kapitalistischen Großdeutschland …


    „Das Schwedenhaus“ - Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten berichtet der Autor von wunderbaren Erlebnissen in Schweden. Es sind Tagebuchaufzeichnungen von interessanten Begegnungen mit den Ortseinwohnern, von gemeinsamen Feiern, von herrlichen Seen und Wäldern... (Siehe auch das Buch mit dem Titel „In die Stille gerettet“)


    Im Teil zwei mit der Überschrift „Rückkehr in ein fremdes Land“ nach neun Jahren Schwedenaufenthalt geht es um den noch intensiver erlebten bundesdeutschen Alltag: Zunehmende politische Interessenlosigkeit, immer größere Lücken im geistigen Kunstbetrieb, Substanzlosigkeit in Zeitungen und im Fernsehen. Gespräche drehen sich selten um politische Themen, manche Leute stößt man damit vor den Kopf, gar nicht zu sprechen von kritischer politischer Sachliteratur.


    Mit großem Vergnügen schreibt der ehemalige DDR-Diplomjournalist und Mitarbeiter in der Redaktion der Wochenzeitung „Volksarmee“ von nun an Rezensionen zu kritischen politischen Sachbüchern und veröffentlicht sie auf online Plattformen. Zu erinnern ist - um nur einige Beispiele zu nennen - an solche hervorragende aufklärerische Lektüre wie „No way out“ (Hrg. Hermann L. Gremliza), „Euroland wird abgebrannt. Profiteure, Opfer, Alternativen“, (Lucas Zeise), „Wir sind der Staat“ (Daniela Dahn), „Lob des Kommunismus“ (Hrsg. Wolfgang Beutin, Hermann Klenner, Eckart Spoo) oder gar „Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient“, (Jürgen Grässlin) und viele andere Bücher, die zu rezensieren waren und noch sind.


    Klar, Unruhe stiftende politische Bücher sind nicht allein der Stein der Weisen, so bilden sie doch – Sandkorn für Sandkorn, und es werden immer mehr – einen langsam ansteigenden Damm gegen Verdummung und Ablenkung von wesentlichen gesellschaftlichen Fragen.


    Der Rezensent schreibt was das Zeug hält, was ihm auf der Seele brennt, was ihn freut, was ihn empört – und keiner behindert ihn. Keiner redigiert, keiner verwirft. Da steht er nun – gemeinsam mit anderen interessierten Usern – nahezu allein auf weiter Flur. Im Netz fliegen sie herum, die kratzbürstigen Anmerkungen, setzen sich mal hier und mal dort fest. Und wenn dann hin und wieder ein sehr aufmerksamer User sich für die geistige Bereicherung bedankt – dann sind das Geschenke, für die es sich lohnt, weiterzumachen, sich nicht zurückzuhalten, aktiv zu bleiben, wie es so viele tun.


    In einem Brief des Vereins „Erinnerungsbibliothek DDR“ e.V vom Oktober 2016 an die Mitglieder heißt es u.a.: „Als vor annähernd fünf Jahren die Idee geboren worden ist, Autobiographien von Frauen und Männern aus der früheren DDR zu sammeln und für die Nachwelt zu erhalten, konnte niemand vorausahnen, welche Dimension dieses Vorhaben annehmen würde. Wir wussten nicht, dass es ein so überwältigend großes Interesse gab, selbst Erlebtes zu konservieren, damit auch weit nach uns kommende Generationen Kenntnis von dem erhalten, was die DDR war, warum man stolz sein kann, an diesem bisher einmaligen Projekt in der deutschen Geschichte mitgewirkt zu haben und worin die Ursachen für sein letztendliches Scheitern zu suchen sind.“ Es wird darüber informiert, dass der Verein insgesamt über 900 Titel zu verzeichnen hat, die auch im Bundesarchiv verewigt sind. Auch sei der Verein als Mitglied des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden e.V. (OKV) aufgenommen worden (www.okv-ev.de) Abschließend heißt es in diesem Brief: „Wir sind überzeugt davon, dass das letzte Kapitel unserer Existenz noch nicht geschrieben ist. Dabei hoffen wir weiterhin auf Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.“

    Der Verein ist unter folgender Mailadresse zu erreichen: www.erinnerungsbibliothek-ddr.de




    Weiteres kürzlich veröffentlichte Buch von Harry Popow:



    Der Schütze von Sanssouci



    Harry Popow: „Der Schütze von Sanssouci. Das Leben mit einer Göttin – Erkenntnisse und Bekenntnisse aus acht Jahrzehnten“, Taschenbuch: 356 Seiten, Verlag: epubli; Auflage: 1 (22. Dezember 2016), Sprache: Deutsch, ISBN10: 3737538301, ISBN-13: 978-3737538305, Preis: 19,99 Euro

    epubli GmbH - Print-on-Demand & Self-Publishing

    Verlagsadresse: Prinzessinnenstraße 20, 10969 Berlin

    Telefon des Verlages: 030 6178900

    http://www.epubli.de/shop/buch/Sch%C3%BCtze-von-Sanssouci-Harry-Popow-9783737538305/59563



    oder:

    Harry Popow: „Der Schütze von Sanssouci. Das Leben mit einer Göttin – Erkenntnisse & Bekenntnisse aus acht Jahrzehnten“, Taschenbuch, 356 Seiten, Farbfotos, Druck und Verlag: dbusiness.de gmbh, Greifswalder Str. 152, 10409 Berlin, ISBN 978-3-94683-729-9, Copyright © 2016, Email: info@dbusiness.de, www.dbusiness.de, Bestelladresse: http://www.shop.dbusiness.de/article/show/der-schuetze-von-sanssouci , Preis: 12,95 Euro
     

Diese Seite empfehlen